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Was tun nach dem Abi?

Chinesischer Luxus

Kurz vor Mitternacht erreichte ich nach fünf Stunden Flug China. Genauer gesagt Kunming, eine Millionenstadt im Südwesten des Landes. Von dort sollte es weiter nach Dezhou gehen, wo ich ein dreiwöchiges Praktikum bei einer großen Solarfirma absolvieren durfte.
Der Flughafen in Kunming wirkte wie aus einer anderen Welt. Alles war sauber, modern und technologisch auf höchstem Niveau. Als ich aus dem riesigen Gebäude herauskam, herrschte kein Chaos und ich war auch nicht so überfordert wie bei meiner Ankunft in Nepal. Für die Fahrt in den Stadtkern wählte ich den öffentlichen Bus, der bequemer war als jedes Straßenfahrzeug in den vergangenen sieben Monaten – im Vergleich zu Nepal purer Luxus.
Am Straßenrand standen LED-Tafeln und mit blinkenden Lichtern verzierte Hochhäuser. In der Stadt teilte eine kleine Trennwand, die aussah wie ein süßer Gartenzaun, mittig die zwei Fahrbahnen voneinander. Dazu gab es eine separate Spur für Fahrräder, Roller und im Zweifel auch für Fußgänger.
Auf dem Weg vom Bus zum Hostel lief ich wie durch eine Geisterstadt. In den leeren Straßen trieben sich nur ein paar wenige Nachteulen auf ihren Rollern herum. Ansonsten gab es keine Anzeichen, dass hier sieben Millionen Menschen leben. Der Mann an der Rezeption sprach kein Wort Englisch und konnte mir auch nicht erklären, wie ich am nächsten Morgen am besten zum Bahnhof kam, der am anderen Ende der Stadt lag. Zum Glück war mein französischer Zimmergenosse noch wach und erklärte mir, dass ich wohl oder übel ein Taxi nehmen musste.
In der Nacht schlief ich nicht besonders gut. Aggressive Mücken summten konstant um mein Ohr herum und mir war heiß, weil ich die Decke bis zum Kopf zog, um die Viecher von meinem Körper fernzuhalten. So oder so stand mir eine kurze Nacht bevor, denn um 5.30 Uhr würde mein Wecker klingeln.

 

Autor: Max  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 5, 2019

Was tun nach dem Abi?

Zwischenbilanz

Mittlerweile ist schon ein Monat meines Praktikums in einem Hotel in Nizza vorbei. Zeit, eine Zwischenbilanz zu ziehen: Ich habe mich in meine Aufgaben eingearbeitet, sodass sich eine gewisse Routine eingestellt hat. Leider hat mein Praktikumsverantwortlicher andere Vorstellungen als ich und das sorgte erst kürzlich für Diskussionsstoff. Er meinte, dass ich und eine weitere Praktikantin zu pünktlich von der Arbeit nach Hause gehen würden. Im ersten Moment war ich verwirrt und fragte mich, warum man sich Vorwürfe machen lassen muss, wenn man sich an den Dienstplan hält. Er erklärte mir, dass wir ein Team sind und deshalb Überstunden von uns erwartet werden. Daraufhin entgegnete ich, dass wir dem Vertrag zufolge nicht mehr als 35 Stunden pro Woche arbeiten müssen, ich aber meistens sogar 42 Stunden arbeite – von denen allerdings lediglich 39 Stunden bezahlt werden. Nach einer längeren Diskussion zeigte sich mein Chef doch noch einsichtig und bot uns mehr Lohn an, wenn wir pro Tag eine halbe Stunde länger bleiben.
Ansonsten gefällt mir an der Arbeit, dass wir viele internationale Kunden haben und ich meine Fremdsprachenkenntnisse anwenden kann. Leider habe ich kein richtiges Wochenende und kann abends selten ausgehen. Ich arbeite von Freitag bis Dienstag in jeweils zwei Schichten pro Tag. Besonders am Samstagabend ist es besonders stressig, da alle Tische ausgebucht sind. Auch die Hoffnung, während des Praktikums viel Neues zu lernen habe ich mittlerweile fast aufgegeben: Die Arbeit ist sehr monoton und oft langweilig. Das einzige, was ich bisher gelernt habe ist, möglichst schnell Teller und Besteck mit der Hand abspülen.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jul 4, 2019
Autor: Tobias
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Jul 4, 2019

Was tun nach dem Abi?

Im Ausland ins Ausland...

… das hieß es für mich bei meinem Tagesausflug nach Monaco. Endlich hatte ich einen Tag frei! Diesen musste ich natürlich in vollen Zügen genießen. Obwohl man dort mit Euro bezahlt, gehört der Staat nicht zur EU. Das wusste ich allerdings zuvor nicht und benutzte dort mein Datenvolumen vom Handy unbesorgt weiter – bis ich die Mitteilung bekam, dass meine Karte vorübergehend gesperrt wurde. Ich schaffte es doch tatsächlich in zehn Minuten 45 Euro zu verbrauchen – ein Schock für mich. Ich ärgerte mich maßlos über meine Unwissenheit. Davon wollte ich mir den Tag aber nicht verderben lassen. Ich widmete mich dem Sightseeing und folgte den großen Touristenmengen. Darunter waren so viele Deutsche, dass ich mich fast wie in Deutschland fühlte. Eine Highlight soll das Unterwassermuseum sein, das mir aber viel zu teuer war. So lief ich weiter durch einen schönen Park mit Aussicht aufs Meer. Da ich am Tag vor dem Formel-1-Grand Prix in Monaco war, tummelten sich viele Fans und Journalisten in der Stadtund versuchten ein Autogramm von ihren Lieblingsstars zu ergattern. Ich selbst konnte sogar ein Stück über die Rennstrecke laufen.. Doch ich fühlte mich in Monaco aufgrund der vielen reichen Menschen mit ihrer teuren Designerbekleidung ein bisschen fehl am Platz. Trotzdem wollte ich unbedingt einmal dorthin reisen, weil es für viele Touristen in Nizza eines der Hauptausflugsziele ist und ich den Reiz dahinter verstehen wollte. Zum Schluss machte ich noch Fotos vom Casino im Stadtteil Monte Carlo. Nach insgesamt vier Stunden in Monaco setzte ich mich in den nächsten Bus zurück nach Nizza.

Autor: Tobias  |  Rubrik: orientieren  |  Jun 25, 2019
Autor: Tobias
Rubrik: orientieren
Jun 25, 2019