interaktiv

Was tun nach dem Abi?

"Don't take it too easy!"

Autor:
Jacqueline

Rubrik:
orientieren

03.02.2009

„Weißt du denn schon, was du nach dem Abi machen willst?", fragte mein Freund Alex mich. „Hm, also am liebsten würde ich ja entweder Lehrerin werden oder etwas in der Werbebranche machen."

„Bitte nicht Lehrerin, werd bitte nicht Lehrerin! Nichts gegen dich, ich würd‘ dir das ja auch voll zutrauen, doch alle Lehrer, die ich kenne, sind irgendwie komisch. Aber das mit der Werbebranche klingt echt cool", kommentierte er meine Antwort.

Ich musste lachen: „Dann wäre ich eben die erste Lehrerin, die NICHT komisch ist." „Ja, aber willst du dir das wirklich antun? Ich meine, guck dir doch nur einmal an, wie es heutzutage in den Klassen aussieht: Die Schülerzahl explodiert ja fast und dann sind leider einige Lehrer total unmotiviert und beschäftigen sich während des Unterrichts mit allen möglichen Dingen außer mit denen, die sie eigentlich erledigen sollten."

Natürlich hatte ich das alles schon einmal durchdacht. Klar, eine Klasse hibbeliger Schüler zu unterrichten ist kein Zuckerschlecken, aber ich kann mir nicht vorstellen, dass es in der Werbebranche weniger stressig abläuft. Man muss gewisse Entwürfe bis zu einem bestimmten Tag fertig haben und manchmal noch kurzfristig an der eigentlich fertigen Präsentation rumbasteln, bis auch die allerneusten Infos gut verpackt sind. Überstunden machen gehört hier bestimmt genauso dazu wie in der Schule, wenn mal bis spät nachts Arbeiten korrigiert werden müssen.

Man darf sich bei der Berufswahl aber nicht nur allein auf diesen Stressfaktor stützen, denn sonst bleibt als Traumberuf am Ende nur noch Bettentester übrig!

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