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Was tun nach dem Abi?

Interview mit "my BFF" (Teil 2)

"Wie kam es, dass du deinen Kindheitstraum nicht verwirklicht hast?"

„Auf der weiterführenden Schule konnte ich ein Betriebspraktikum bei der Polizei machen. Und eines kann ich dir sagen: Es war wirklich ungemein interessant. Nicht immer unbedingt erfreulich beziehungsweise ansehnlich, aber eben interessant und auch irgendwie spannend. So bin ich zum Beispiel mit auf Streife gewesen und konnte mal hautnah miterleben, was es eigentlich bedeutet, Polizist beziehungsweise Polizistin zu sein: Es ist wirklich ein knochenharter Job! Gerade aus amerikanischen Filmen kennt man doch diese Klischee-Polizisten, die den ganzen Tag nichts anderes machen, außer faul im Streifenwagen zu sitzen und sich ihr Leben mit Übermengen an Donuts zu versüßen. Oder denk doch mal an Police Academy. Das hat nun wirklich nichts mit dem wahren Leben eines Polizeibeamten zu tun. Dafür muss man sowohl sportlich als auch mental ordentlich fit sein und vor allem Nerven wie Stahlseile haben.

Und während ich also Tag für Tag immer neue Informationen über das Polizeileben sammelte und alles in meinem Praktikumsbericht festhielt, kam ich zu dem Entschluss, dass das doch nicht das Richtige für mich wäre - zumindest nicht ein Leben lang. Bei diesem Job geht man schnell und vor allem oft über seine Grenzen hinaus - nicht nur sportlich. Durch das Praktikum habe ich also sozusagen hinter die Kulissen blicken können.

Und, hey, so wirklich aufgegeben habe ich diesen Beruf ja nicht: Bei meiner jetzigen Ausbildung löse ich schließlich auch die verschiedensten Schwimmfälle!" (Sie lacht)

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Apr 2, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Apr 2, 2009

Was tun nach dem Abi?

Interview mit "my BFF*" (Teil 1)

„So, ich erspare mir jetzt einfach mal das ganze formale Vorgeplänkel - schließlich kenne ich dich jetzt schon über ein Jahrzehnt - und komme gleich zur Sache: Du wolltest früher unbedingt Polizistin werden - wann war das und wie bist du darauf gekommen?"

„Tja, da war ich noch nicht einmal mit der Grundschule fertig, als ich meine - sagen wir - erste Liebe für den Beruf als Polizistin entwickelte. Zu der Zeit fand ich es einfach nur total cool, wie sie so in ihren Uniformen und schicken Autos unterwegs waren. Immer, wenn ich an einem Polizisten oder an einer Polizistin vorbeikam, habe ich gewunken und mich wie ein kleines Honigkuchenpferd gefreut, wenn man mir zurück gewunken hat." (Sie grinst)

„Oh ja, daran kann ich mich gut erinnern, das habe ich auch immer gemacht! Man fühlte sich dann irgendwie gleich ein Stückchen größer!"

„Genau! Als Kind habe ich Polizisten auf dieselbe Stufe wie Könige gestellt - ganz schön peinlich! (Sie lacht) Aber ich dachte wirklich, dass diese beiden Ämter nicht nur vergleichbar, sondern auch per se identisch waren. Und welches Kind träumt bitte nicht einmal davon, als König beziehungsweise Königin im eigenen Land zu regieren? Das war damals mein Traum und ich dachte, dass ich, als Polizistin dann genauso cool und mächtig wäre."

„Ich gehe mal stark davon aus, dass du heute aufgeklärter bist. Du machst jetzt eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bäderbetriebe. Wie kam es, dass du deinen Kindheitstraum nicht verwirklicht hast?"

Fortsetzung folgt...

 

*von Paris Hilton etablierte Bezeichnung für „beste Freundin" („Best Friend Forever")

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 26, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Mar 26, 2009

Was tun nach dem Abi?

"Flieg, kleiner Falke, flieg!"

Heute haben wir in Kunst mit dem neuen Thema „Wie sieht Ihre momentane Lebenssituation aus?" begonnen. Mithilfe von Gipsfiguren sollten wir unsere derzeitige Gefühlswelt darstellen. Zunächst galt es, eine Mind-Map zu erstellen. Da sich ja alle im Moment im Abi-Stress befinden und wie die Verrückten für die Klausuren büffeln, waren Begriffe wie „Müdigkeit", „Angst", „Stress", „Chaos" und „anstrengend" keine Seltenheit. Es fielen aber auch positive Begriffe, denn gerade in dieser stressigen Phase wünscht man sich doch nichts sehnlicher, als „faul" in der „Sonne" am „Strand" zu liegen. Das war also Schritt eins.

Schritt zwei lautete: „Formulieren Sie eine Bild-Idee und fertigen Sie entsprechende Skizzen an!" Mit meiner Figur arbeitete ich den Kontrast zwischen dem anstrengenden Lernen und der neuen Energie, die wir wie hungrige Wölfe in uns aufsaugen werden, wenn wir die Prüfungen endlich hinter uns haben, heraus. Die Haltung der Figur repräsentiert den Aufbruch in ein neues Lebenskapitel: Man kann sich das so vorstellen, dass die Figur anfangs zusammengekauert in irgendeiner Ecke saß (lernen, lernen, lernen!), aber sich nun aus dieser geduckten Haltung befreit. Mit einem Bein versucht sie bereits, aufzustehen. Der Oberkörper und der Kopf erheben sich langsam, aber sicher und fest, dazu entschlossen, den neuen Herausforderungen ins Auge zu sehen. Die Arme streckt die Figur dabei kraftvoll nach hinten von sich - so als ob sie jeden Moment wie ein Falke in den Himmel der Freiheit hinaufschnellen würde!

Autor: Jacqueline  |  Rubrik: orientieren  |  Mar 18, 2009
Autor: Jacqueline
Rubrik: orientieren
Mar 18, 2009