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Master live

Stress

Stress ist eine so unglaublich relative Angelegenheit. Schon oft habe ich mich dieses Begriffs im Zusammenhang mit meinem Alltag bedient, schon oft hat es sich für mich angefühlt, als würde ich in gewissen Phasen an meine Grenzen stoßen. Doch nun bin ich an einem Punkt angekommen, an dem sich nicht mehr alles mithilfe eines guten Zeitmanagements lösen lässt. Aus Übermut und einer großen Portion Enthusiasmus wählte ich dieses Semester alle Uni-Kurse, die besonders spannend klangen – und das waren ziemlich viele. Jetzt gegen Ende des Semesters merke ich, dass ich damit ganz schön optimistisch war. Hinzu kommen ja noch Arbeit, Sport und Treffen mit Freundinnen. Ich habe hier in Berlin nicht nur mehr soziale Kontakte als es in Erlangen der Fall war, es dauert alles auch viel länger, wenn man ein Treffen außerhalb der Uni ausmacht: Hier ist nicht mehr alles innerhalb von zehn Minuten mit dem Fahrrad zu erreichen, sondern oft fährt man fast eine Stunde zum vereinbarten Treffpunkt. Mein Freund kommt regelmäßig zu Besuch, aber die Zeit reicht nicht ansatzweise aus, um sich alle Eindrücke und Gedanken der letzten Tage zu erzählen. Nebenbei plane ich bewusst Lesezeiten ein, da es mir gut tut, wenn ich einen Abend mit einem Buch ausklingen lasse. Zu jeder Lektüre eine Rezension auf meinem Blog zu veröffentlichen habe ich schon vor ein paar Wochen aufgegeben – irgendetwas kommt zwangsläufig zu kurz. Ich würde lügen, wenn ich behaupten würde, dass ich gerade voller Energie und Motivation bin. Manche Phasen muss man wohl mit zusammengebissenen Zähnen durchstehen und nicht allzu sehr darüber nachdenken, dass sich alles wie eine Baustelle anfühlt. Zum Glück sind bald Semesterferien, die sich diesmal angenehm erholsam ankündigen. Nächstes Semester nehme ich mir definitiv etwas weniger vor.

Autor: Moni   |  Rubrik: studium  |  Feb 11, 2020

Master live

Entspannte Semesterferien - kann ich das?

In drei Wochen ist das Semester um und dann habe ich hoffentlich die Möglichkeit, mal wieder durchzuatmen. Ich will keine Projekte mehr sehen, Präsentationen mehr vorbereiten und zwischen Terminen herumhetzen. Seit Dezember war in meinem Hinterkopf immer wieder eine Frage präsent. Soll ich noch ein Praktikum in den Semesterferien machen? Gibt es noch eine Sparte, die ich gerne mal sehen möchte? Jetzt wo ich so nah an Berlin wohne, da wäre es doch ein Jammer kein Praktikum einzulegen, oder? Womit willst du sonst die ganze freie Zeit füllen? Trotz dieser Fülle an Gedanken habe ich es nicht geschafft, eine Bewerbung zu schreiben. Ständig musste etwas anderes noch schneller und noch dringender erledigt werden und wenn ich dann mal eine ruhige Minute hatte, dann konnte ich mich nicht dazu überwinden. Jetzt dauert es nicht mehr lange bis zu den Semesterferien und ich habe immer noch nichts. Es beunruhigt mich daran zu denken, denn ich hatte während meines ganzen Studiums noch nie richtige Semesterferien. Immer standen Praktika an oder aufgrund eines Auslandsaufenthaltes entfielen die Semesterferien. Hausarbeiten, dich ich in dieser Zeit schreiben musste, habe ich dann nebenher geschrieben und war dadurch natürlich immer sehr gestresst. Auch diese Semesterferien werde ich einiges für die Uni erledigen müssen. Neben einer Hausarbeit und einem Projekt habe ich vor, mich intensiv auf mein nächstes Semester vorzubereiten. Die 45 Leistungspunkte, die ich nächstes Semester machen muss, erledigen sich eben leider nicht von alleine. Da ist es vielleicht gar keine schlechte Idee, mal keine weiteren Verpflichtungen zu haben und etwas zu entspannen: Inklusive Ausschlafen, Freunde regelmäßig treffen und den nahenden Frühling genießen. Vielleicht aber schiebe ich doch noch irgendetwas in die Semesterferien und lerne mal wieder nicht aus meinen Fehlern.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2020

Master live

Ur Leiwand

Dass das Studium in Wien auch ein sprachlicher Umzug wird, war mir von vornherein klar. Wieweit sich mein Blick auf die deutsche Sprache aber geweitet hat, hat mich nun doch überrascht. Mit dem Wienerischen habe ich nicht nur in der Uni und in der WG Kontakt, ich begegne dem Dialekt auch sonst tagtäglich: In der „Bim“ (der Straßenbahn), an der Würstlbude, in der Zeitung.
Dabei habe ich schon ein wenig durchblickt, wie man richtig Österreichisch spricht. „Grüß Gott“ und „Servus“ sind für mich schon längst eine Selbstverständlichkeit – was dazu führte, dass man mich an Weihnachten in der Heimat für einen Bayern hielt. An der Supermarktkasse verlangt man in Wien keine Tüte, sondern ein „Sackerl“. Doch die Unterschiede gehen noch weiter. So ist man in Wien nicht „auf dem Weg“, sondern „am Weg“. Und wenn etwas sehr schön ist, dann ist es eben nicht sehr schön, sondern „ur schön“. Auch das „eh“ hört man in Wien viel öfter als in Deutschland. Etwas ist „eh klar“ oder „eh egal“.
Meine liebste österreichische Formulierung ist und bleibt aber wohl doch „leiwand“. So wirbt etwa ein Kaffeehaus in meinem „Grätzl“ (meinem Viertel) mit „Leiwander Melange“. Was kann man sich denn wohl darunter vorstellen? Melange, die weiß ist wie eine Leinwand, oder nach Pappe schmeckt!? Weit gefehlt, denn „leiwand“ sagt man in Wien einfach zu allem, was gut, schön, toll ist. Also in etwa so: „Heute ist leiwandes Wetter also gehe ich mit meinen leiwanden Freunden auf die Donauinsel.“
So sehr mir das Wienerische auch gefällt, zu imitieren versuche ich es nicht, denn das kann ja nur nach hinten losgehen. Schon jetzt werde ich regelmäßig als „Piefke“ (also als Deutscher) entlarvt und auf meine Herkunft angesprochen. Mitunter kann das ganz schön nervig sein. Ganz schön „zach“ eben.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Feb 5, 2020
Autor: Ferdinand
Rubrik: studium
Feb 5, 2020