interaktiv

Master live

Nieder mit den Vorsätzen

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

02.05.2016

Es ist doch immer dasselbe: Zum Beginn eines neuen Semesters nimmt man sich jedes Mal vor, in den Seminaren fleißig mitzuschreiben und alles ordentlich nachzuarbeiten. Das neue Semester ist gerade einmal ein paar Wochen alt, doch ich merke schon jetzt, wie ich meinen eigenen Anforderungen nicht gerecht werden kann. Ich habe das Gefühl, einige Professoren denken ernsthaft, ihr Kurs wäre der Einzige, den ich besuchen muss. Dabei sieht es vielmehr so aus: Anwesenheitspflicht hier, Essay abgeben da, irgendwo dazwischen noch hundert Seiten Theorie in den Kopf hämmern – und ach ja, ein Privatleben hat man ja eigentlich auch noch. Ohne die Wochenpläne, die ich mir seit dem Besuch eines Zeitmanagementvortrags beinahe wöchentlich neu anlege, wäre ich komplett aufgeschmissen. Oder wer soll mir sonst sagen, wann es mal wieder Zeit ist, bei all dem Unistress das Bad zu putzen oder den Wocheneinkauf zu erledigen? Ich habe sowieso viel zu wenig Zeit, da will ich schließlich nichts verplempern!

Aber manchmal hilft die beste Planung nichts. Obwohl ich weiß, dass noch ein Text auf mich wartete, hat sich mein Gehirn in eine Pause verabschiedet. Gerade geht gar nichts mehr. Für heute ist mein Limit einfach erreicht.

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