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Master live

Hausarbeiten, die Zweite

Das Thema meiner zweiten Arbeit für das vorige Semester lautete praktische Philosophie. Es geht um die Frage, wie Güter zu verteilen sind. Konkreter: Sollten alle Güter gleichmäßig verteilt werden oder nicht? Mit Gütern sind nicht nur Waren gemeint, sondern alles, was verteilt werden kann und gleichzeitig erstrebenswert ist, etwa auch Rechte oder Privilegien. Wie immer in der Philosophie werden nun erst einmal Fragen aufgeworfen, bevor irgendetwas beantwortet werden kann. Zum Beispiel: Was ist Gerechtigkeit? Einige Philosophen der Moderne nehmen die Position der Gleichverteilung ein und sind überzeugt, dass Gerechtigkeit immer etwas mit Gleichheit zu tun hat. Dies nennt man Egalitarismus. Non-Egalitaristen vertreten jedoch die Auffassung, dass Gerechtigkeit sich nur auf die Anliegen der Einzelnen bezieht und man Einzelnen Gerechtigkeit zukommen lassen kann, ohne dabei auf andere zu schauen. Egalitaristen würden dem meines Erachtens entgegnen, dass menschliche Bedürfnisse theoretisch unersättlich sind. Daher könne eine Zuteilung sich nicht nur an den Ansprüchen der einzelnen Personen orientieren, sondern müsse auch beachten, was andere bekommen. Non-Egalitaristen wiederum meinen, dass menschliche Bedürfnisse erfüllbar sind und somit jedem einfach so viel gegeben werden sollte, wie er oder sie braucht. Um dies zu ermitteln, müsste man sich nicht an den anderen orientieren.
So viel zur praktischen Philosophie. Zum jetzigen neuen Semester habe ich wieder ganz andere Kurse belegt, nämlich in Sprachphilosophie, Wissenschaftstheorie, Erkenntnistheorie, Psychopathologie, Psychiatrie, Neuroethologie und Neuroinformatik. Hier spiegelt sich die Interdisziplinarität meines Masterprogrammes wider.

Frühere Beiträge von Lukas aus seinem Masterstudium sind über seine Übersichtsseite zu finden.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Dec 1, 2016
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Dec 1, 2016

Master live

LeiPsych-Kongress

Im September dieses Jahres fand in Leipzig der 50. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Psychologie statt. Mit dabei waren viele renommierte Referentinnen und Referenten, es gab spannende Vorträge zur aktuellen Forschung und interessante Podiumsdiskussionen zu psychologischen, aber auch gesellschaftlichen und sozialen Themen. Kongresspräsident war unser Sozialpsychologie-Professor Dr. Immo Fritsche. Uns Studierenden wurde angeboten, beim Kongress mitzuhelfen und dafür kostenlosen Eintritt zu erhalten. Diese Gelegenheit habe ich mir natürlich nicht entgehen lassen.
Also habe ich an zwei von vier Tagen einen Hörsaal betreut, hierfür den Raum aufgeräumt, gelüftet und die Technik vorbereitet, die Vortragenden begrüßt, während der Vorträge geschaut, dass alles glatt geht und ich stand für Fragen zur Verfügung. Das hat Spaß gemacht und ich fand es interessant, mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und ein wenig hinter die Kulissen eines so großen Kongresses spähen zu dürfen.
Meine beiden freien Tage habe ich dafür genutzt, mir so viele Veranstaltungen anzusehen wie möglich. Unter anderem war ich bei einer spannenden Podiumsdiskussion über Polarisierung und Radikalisierung in Deutschland, bei der es um eine sozialpsychologische Perspektive auf das Erstarken des Rechtspopulismus in der aktuellen Zeit ging. Eine andere interessante Vortragsreihe handelte von Geschlechterrollen und inwiefern Objektifizierung von Menschen (wenn einer Person, meist Frauen, ihre Würde abgesprochen wird, indem sie eher als Ding denn als Subjekt wahrgenommen wird) erniedrigende Handlungen auslösen. Ein anderes Thema, das mich seit Jahren interessiert, ist die Umweltpsychologie. Auch dazu gab es beim Kongress viele Veranstaltungen. Ich habe mir Vorträge darüber angehört, welche Anreize Menschen dazu bringen, umweltfreundliches Verhalten zu zeigen. Zum Beispiel gab es eine Studie dazu, welche Art von Recycling-Angeboten die Menschen am meisten motiviert, ihren Elektroschrott abzugeben. Das war alles in allem eine ereignisreiche und lehrreiche Woche!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Nov 29, 2016
Autor: Franca
Rubrik: studium
Nov 29, 2016

Master live

Jahrein, jahraus

An mir zieht die Landschaft der fränkischen Schweiz vorbei. Ich fahre die Strecke zwischen Bayreuth und Nürnberg nun schon seit drei Jahren. Die Farben, in die der Herbst die Blätter taucht, empfinde ich in diesem Jahr als besonders feurig, auch wenn es doch immer wieder das Gleiche ist. Jedes Jahr im Herbst erstelle ich mir einen Stundenplan und versuche, mich wieder für die Uni zu organisieren. Da macht dieser Herbst auch keine Ausnahme.
Die erste Vorlesungswoche lief, trotz erheblicher Bedenken meinerseits, gut. Ich startete in an einem Dienstagmorgen um 5.30 Uhr. In diesem Semester probiere ich nämlich aus, wie das so ist, wenn ich gleich die erste Vorlesung besuche. Ich finde es zwar etwas unmenschlich, so früh aufzustehen, aber der volle Bus schon vor 7 Uhr verrät mir, dass das nicht ungewöhnlich ist. Außerdem genoss ich die Ruhe am Morgen und konnte auf der Zugfahrt genüsslich ein frisches Croissant verspeisen, während um mich die die Landschaft ganz allmählich heller wurde.
Ich mache in diesem Semester noch einen Anlauf in meinem Zusatzstudium in Umweltrecht, und hoffe, dass ich dieses Mal die Klausur zum Öffentlichen Recht meistere. Die erste Propädeutische Übung, also eine vor dem Semester, machte mir daHoffnung, denn ich habe zum ersten Mal kapiert, was zum Beispiel mit dem Gutachterstil gemeint ist. Im Gutachterstil ist nämlich der Fall zu lösen, der uns in der Klausur gestellt wird. Die neue Lehrkraft scheint mir die Juristerei verständlicher machen zu können. Ich hoffe das geht so weiter.
Ansonsten gibt es schon wieder einige Unklarheiten über meine Veranstaltungen im Modulhandbuch. Leider ist die Studiengangsbetreuerin so dermaßen im Stress, dass mir nach einem nur fünfminütigem Gespräch mit ihr vieles noch unverständlicher ist als vorher. Also musste ich einen Antrag an den Prüfungsausschuss stellen und mir wird hoffentlich schnell gesagt, ob ich meine Veranstaltungen so wie angedacht anrechnen lassen kann. Bestanden werden müssen sie ja überdies auch noch. Mich stresst diese Unklarheit und leider hat sich das in zehn Semestern auch nicht geändert.

Frühere Beiträge von Mia aus dem Masterstudium sind auf ihrer Übersichtsseite zu finden.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Nov 21, 2016
Autor: Mia
Rubrik: studium
Nov 21, 2016