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Master live

Und jährlich grüßt die Weihnachtszeit...

Nun ist es schon ein Weilchen her und noch immer denke ich daran: Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarkt, Weihnachtsessen, Weihnachtsbaum... Jedes Jahr aufs Neue erlebe ich diesen Trubel aus bunten Lichtern, Wichtel-Veranstaltungen und Plätzchen-Backtagen als sehr schön, wenn auch leicht stressig. Der Leipziger Hauptbahnhof wird gefühlt jedes Jahr früher geschmückt und die Supermärkte verkaufen wieder viel zu früh Schokoladenweihnachtsmänner. Ab Dezember kann dann auch ich mich ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzen, im Freundeskreis Plätzchen backen und auf den alternativen Weihnachtsmarkt gehen, wo es immer tolle selbst-designte und hergestellte Geschenkideen und sehr vielfältige kulinarische Spezialitäten gibt. Die Geschenke für die Liebsten mache ich wie jedes Jahr nach Möglichkeit selbst. Ich denke mir immer, was ich Leuten kaufen kann, könnten sie sich theoretisch auch selbst kaufen, also versuche ich, selbst zu stricken, basteln, backen, malen, kleben, bauen...
Bei meinen Eltern angekommen erfahre ich, dass es dieses Jahr keinen normalen Weihnachtsbaum geben wird: Mein Vater hat einen Weihnachtsbaum aus Treibholz selbst gebaut! Der Baum gefällt mir super gut, er sieht, vor allem geschmückt, sogar recht weihnachtlich aus. Trotzdem fehlt mir der Tannengeruch. Wie immer gibt es an Heiligabend bei uns mexikanische Maistortillas mit verschiedenen Füllungen, sodass Fleisch- und Vegetarisch-Essende alle auf ihre Kosten kommen. Wir sitzen lange vor dem Weihnachtsbaum, beschenken uns und unterhalten uns. Außerdem soll jedes Familienmitglied einen kleinen Programmpunkt vorbereiten, ein Spiel, eine Geschichte, ein Lied oder Ähnliches. Der erste Weihnachtstag vergeht mit Essen und Entspannen sehr ruhig, am zweiten fahren wir wie jedes Jahr zu meinen Großeltern. Und schnell sind die Weihnachtstage auch schon wieder vorbei.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Jan 13, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Jan 13, 2017

Master live

Wissenschaftstheorie

In meinem Master Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition ist die Philosophie der Neurowissenschaften ein zentraler Verbindungsstein dieser drei Felder. Sie ist ein Anwendungsgebiet der allgemeinen Wissenschaftsphilosophie und beschäftigt sich mit Fragen, die jedem Studierenden einer Wissenschaft einmal begegnen: Was unterscheidet die Wissenschaft eigentlich von dem, was zum Beispiel tagtäglich im Horoskop einer beliebigen Zeitschrift steht? Denn mal ehrlich: Welcher Physiker hat schon mal ein Elektron tatsächlich gesehen und welcher Psychologe so etwas wie Selbstbewusstsein? Woher wissen wir, dass es diese Dinge gibt und so etwas wie günstige Sternenkonstellationen für mein Liebesleben hingegen nicht?
Bestimmt fallen dem kreativen Leser viele Antworten auf diese Fragen ein. Aber der Clou ist, dass es keine allgemein anerkannten Antworten gibt. Wir wissen im Grunde nicht, was eine Wissenschaft im Kern im Gegensatz zu Nichtwissenschaften auszeichnen soll, abseits vielleicht von sozialer Akzeptanz.
Ein weiteres Problem ist, dass uns täglich unterschiedliche Erklärungsweisen begegnen. Beliebt sind evolutionäre Erklärungen: Weil vor 200.000 Jahren die Welt so war, haben wir Menschen Verhalten X oder Gen X ausgeprägt. Gleichzeitig lesen wir, dass der Mensch Verhalten X aufgrund von Reiz-Reaktions-Konditionierung (psychologische Erklärung) oder Gen X aufgrund von biochemischen Mechanismen ausgebildet hat (mechanistische Erklärung). Das Problem: Wie passen all diese Erklärungen zusammen? Wir gehen normalerweise davon aus, dass die psychologische Erklärung eine Entsprechung auf der biochemischen Ebene hat. Aber ist am Ende vielleicht alles nur Biochemie und wir können psychologische Gesetze einfach in biochemische umformulieren? Oder erhält die Biochemie ihren Sinn erst von der höheren psychologischen oder evolutionären Ebene? Wenn ein Patient beispielsweise Schmerzen hat, ohne dass im Gehirn Schmerzwahrnehmung stattfindet, belehren wir den Patienten dann dahingehend, dass er gar keine Schmerzen hat und sie sich nur einbildet? Um diese und weitere Fragen geht es derzeit in meinem Studium.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2017
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Jan 12, 2017

Master live

Einen Monat vegan leben - Teil 2

In unserer WG haben wir uns einen Monat lang vegan ernährt. Nun möchte ich nach meinen ersten Eindrücken (siehe Teil 1) ein Fazit ziehen. Tatsächlich habe ich wider Erwarten Käse auf dem Frühstücksbrot am wenigsten vermisst. Viel schwieriger fand ich, auf den Schuss Milch im Kaffee zu verzichten, denn mit Reismilch schmeckt er doch noch wie schwarzer Kaffee. Bei anderen Mahlzeiten fand ich das vegane Essen immer sehr lecker und auch sättigend. Und als positiven Nebeneffekt hatte ich das Gefühl, mich bewusster zu ernähren.
Anstrengend und unangenehm empfand ich jedoch Situationen, wenn ich eingeladen war und eine vegane „Extrawurst“ verlangen musste. Das würde mich auf Dauer wirklich stören, da ich nicht so kompliziert in meinen Essgewohnheiten sein möchte. Vegetarische Ernährung hat sich ja zum Glück mittlerweile so weit durchgesetzt, dass es niemanden mehr verwundert, wenn man danach fragt. Ich habe das Glück, einen Freundeskreis und Familie zu haben, die mit solchen Experimenten offen und respektvoll umgehen und mich unterstützen.
Einen weiteren negativen Aspekt des veganen Lebens habe ich beim Sport erlebt: Meine Mitbewohnerin und ich machen zusammen einen Kurs und uns beiden ist gegen Ende des Selbstversuchs aufgefallen, dass wir weniger Kraftreserven hatten und uns schon nach kurzer Anstrengung schwindelig wurde. Natürlich weiß ich nicht, ob wirklich die Ernährung der Grund dafür war, aber der Verdacht lag nahe.
Als ich nach vier Wochen das erste Stück Käse gegessen habe, war das aber ein tolles Erlebnis. In dem Moment habe ich gemerkt, dass er mir gefehlt hat. Gleichzeitig weiß ich nun auch, welche veganen Alternativen mir schmecken und brauche nicht mehr täglich Käse und andere Milchprodukte zu essen. Langfristig wollen wir in der WG unseren Milchproduktekonsum reduzieren, aber nicht streng vegan leben. Für mich ist das ein kleiner Beitrag, den ich leisten kann, um keine Massentierhaltung zu unterstützen, mich aber auch nicht zu quälen oder meiner Gesundheit zu schaden.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Jan 9, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Jan 9, 2017