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Master live

Frohes neues Jahr!

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr – und blicke auf meinen Start ins Jahr 2017 zurück. Den Silvesterabend habe ich im gemütlichen Rahmen in meiner WG verbracht. Meine Mitbewohnerin war da, mein Freund, ein befreundetes Paar, das in der Wohnung über uns wohnt, und noch eine Nachbarin aus dem Haus quer über die Straße. Wir waren also zu sechst und hatten den Plan, den ganzen Tag zu kochen, um die ganze Nacht essen zu können. Gesagt, getan: Es gab gegrillte Zucchini mit Vinaigrette, Pizza mit Ziegenkäse und Lavendelhonig, eine Tarte Tartin, eine Linsen-Rosinen-Steinpilz-Pastete, Kichererbsenbrot mit drei verschiedenen Dips und zum Nachtisch Tiramisu.
Zwischen den Gängen haben wir uns gegenseitig Fotos aus dem Jahr 2016 gezeigt (jeder sollte zehn aussagekräftige Fotos mitbringen) und „Dinner for one“ geschaut. Um 0 Uhr haben wir uns auf dem Balkon versammelt und im Schein von Wunderkerzen und Feuerwerk auf das neue Jahr angestoßen. Wir sind auch noch ein bisschen in den Straßen spazieren gegangen, um noch mehr vom Feuerwerk mitzubekommen.
Als wir zurückkamen, haben wir uns noch lange mit Wachsgießen beschäftigt, was super lustig war! Das ist eine tolle Alternative zum Bleigießen, nicht so teuer, nicht so gesundheits- und nicht so umweltschädlich. Dabei gießt man einfach das Wachs von einem Teelicht, das vorher ein paar Minuten gebrannt hat, in kaltes Wasser. Das Wachs wird im Wasser langsam hart und bildet zufällige Formen, die man dann mit viel Fantasie interpretieren kann. Dabei haben wir viel gelacht! Zum Schluss wurde noch eine Kurzgeschichte vorgelesen, bevor wir uns alle verabschiedet haben und ins Bett gegangen sind, um ins neue Jahr 2017 hineinzuschlafen...

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Jan 19, 2017

Master live

Und jährlich grüßt die Weihnachtszeit...

Nun ist es schon ein Weilchen her und noch immer denke ich daran: Weihnachtsgeschenke, Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmarkt, Weihnachtsessen, Weihnachtsbaum... Jedes Jahr aufs Neue erlebe ich diesen Trubel aus bunten Lichtern, Wichtel-Veranstaltungen und Plätzchen-Backtagen als sehr schön, wenn auch leicht stressig. Der Leipziger Hauptbahnhof wird gefühlt jedes Jahr früher geschmückt und die Supermärkte verkaufen wieder viel zu früh Schokoladenweihnachtsmänner. Ab Dezember kann dann auch ich mich ein wenig in Weihnachtsstimmung versetzen, im Freundeskreis Plätzchen backen und auf den alternativen Weihnachtsmarkt gehen, wo es immer tolle selbst-designte und hergestellte Geschenkideen und sehr vielfältige kulinarische Spezialitäten gibt. Die Geschenke für die Liebsten mache ich wie jedes Jahr nach Möglichkeit selbst. Ich denke mir immer, was ich Leuten kaufen kann, könnten sie sich theoretisch auch selbst kaufen, also versuche ich, selbst zu stricken, basteln, backen, malen, kleben, bauen...
Bei meinen Eltern angekommen erfahre ich, dass es dieses Jahr keinen normalen Weihnachtsbaum geben wird: Mein Vater hat einen Weihnachtsbaum aus Treibholz selbst gebaut! Der Baum gefällt mir super gut, er sieht, vor allem geschmückt, sogar recht weihnachtlich aus. Trotzdem fehlt mir der Tannengeruch. Wie immer gibt es an Heiligabend bei uns mexikanische Maistortillas mit verschiedenen Füllungen, sodass Fleisch- und Vegetarisch-Essende alle auf ihre Kosten kommen. Wir sitzen lange vor dem Weihnachtsbaum, beschenken uns und unterhalten uns. Außerdem soll jedes Familienmitglied einen kleinen Programmpunkt vorbereiten, ein Spiel, eine Geschichte, ein Lied oder Ähnliches. Der erste Weihnachtstag vergeht mit Essen und Entspannen sehr ruhig, am zweiten fahren wir wie jedes Jahr zu meinen Großeltern. Und schnell sind die Weihnachtstage auch schon wieder vorbei.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Jan 13, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Jan 13, 2017

Master live

Wissenschaftstheorie

In meinem Master Philosophie-Neurowissenschaften-Kognition ist die Philosophie der Neurowissenschaften ein zentraler Verbindungsstein dieser drei Felder. Sie ist ein Anwendungsgebiet der allgemeinen Wissenschaftsphilosophie und beschäftigt sich mit Fragen, die jedem Studierenden einer Wissenschaft einmal begegnen: Was unterscheidet die Wissenschaft eigentlich von dem, was zum Beispiel tagtäglich im Horoskop einer beliebigen Zeitschrift steht? Denn mal ehrlich: Welcher Physiker hat schon mal ein Elektron tatsächlich gesehen und welcher Psychologe so etwas wie Selbstbewusstsein? Woher wissen wir, dass es diese Dinge gibt und so etwas wie günstige Sternenkonstellationen für mein Liebesleben hingegen nicht?
Bestimmt fallen dem kreativen Leser viele Antworten auf diese Fragen ein. Aber der Clou ist, dass es keine allgemein anerkannten Antworten gibt. Wir wissen im Grunde nicht, was eine Wissenschaft im Kern im Gegensatz zu Nichtwissenschaften auszeichnen soll, abseits vielleicht von sozialer Akzeptanz.
Ein weiteres Problem ist, dass uns täglich unterschiedliche Erklärungsweisen begegnen. Beliebt sind evolutionäre Erklärungen: Weil vor 200.000 Jahren die Welt so war, haben wir Menschen Verhalten X oder Gen X ausgeprägt. Gleichzeitig lesen wir, dass der Mensch Verhalten X aufgrund von Reiz-Reaktions-Konditionierung (psychologische Erklärung) oder Gen X aufgrund von biochemischen Mechanismen ausgebildet hat (mechanistische Erklärung). Das Problem: Wie passen all diese Erklärungen zusammen? Wir gehen normalerweise davon aus, dass die psychologische Erklärung eine Entsprechung auf der biochemischen Ebene hat. Aber ist am Ende vielleicht alles nur Biochemie und wir können psychologische Gesetze einfach in biochemische umformulieren? Oder erhält die Biochemie ihren Sinn erst von der höheren psychologischen oder evolutionären Ebene? Wenn ein Patient beispielsweise Schmerzen hat, ohne dass im Gehirn Schmerzwahrnehmung stattfindet, belehren wir den Patienten dann dahingehend, dass er gar keine Schmerzen hat und sie sich nur einbildet? Um diese und weitere Fragen geht es derzeit in meinem Studium.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Jan 12, 2017
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Jan 12, 2017