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Master live

Schöne Bescherung?

Als ich am 24. Dezember den Weg zu meinen Eltern fürs Weihnachtsfest antrat, plagten mich Rückenschmerzen. Mir ging deshalb durch den Kopf: „Ist ja interessant, ich kann mich nicht erinnern, an Weihnachten jemals krank gewesen zu sein, obwohl ich ja im Winter oft erkältet bin. Vielleicht gibt’s ja sowas wie eine Feiertags-Virenabwehr.“
Zwei Stunden später lag ich im elterlichen Gästebett darnieder. Eigentlich wollte ich mich vor dem Weihnachtsgottesdienst, an dem ich meine Mutter mit der Querflöte begleiten sollte, nur kurz hinlegen. Aufgestanden bin ich aber erst mal nicht mehr. Die Rückenschmerzen waren Vorboten einer Grippe und bald darauf folgte das Fieber. Meine Weihnachtsvirenabwehr-Hypothese musste ich schmerzlich verwerfen. Die Feiertage habe ich komplett im Bett verbracht. Dabei hatte ich mich so sehr auf die Feierlichkeiten mit den Verwandten, dem guten Essen, vielen Geschenken, Musik und Gesprächen gefreut. Schöne Bescherung!
Am ersten Weihnachtsfeiertag wurde ich eher waagrecht zu den Schwiegereltern verfrachtet, war am Fest selbst aber immerhin teilweise anwesend.
Meine Weihnachtsferien waren trotz der Krankheit wirklich schön. Ich hatte auch noch Geburtstag und konnte mit ein paar Freunden feiern. Und weil mir die vielen Geschenke wohl nicht ausreichten, hab ich mir ein neues Handy, einen neuen Mantel, neue Schuhe und Kleider gekauft und einen neuen Haarschnitt verpassen lassen. Jetzt starte ich mit neuem Look in das neue Jahr.
Mal schauen, was das Jahr 2017 bringt. Es könnte sein, dass ich mein Studium abschließe und das wäre ein riesiges Geschenk – bis zu dieser „Abschlussbescherung“ liegt aber noch viel Arbeit vor mir.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Jan 27, 2017
Autor: Mia
Rubrik: studium
Jan 27, 2017

Master live

Ein philosophisches Seminar

Jeder Studierende, der keine Geisteswissenschaft studiert, wird heute meistens mithilfe von Powerpoint zugetextet, sowohl in Studierendenreferaten als auch von den Lehrenden. Philosophieseminare sind dagegen powerpointfreie Zonen, es ist quasi verpönt: Ein echter Philosoph monologisiert gefälligst 20 Minuten vor sich hin und wer dies nicht versteht, ist eben nicht schlau genug. Das ist zwar etwas übertrieben, aber in diese Richtung geht es – und ich finde es angenehm!
Mir persönlich gefällt am Philosophiestudium, dass ich signifikant weniger Zeit vor irgendwelchen Bildschirmen verbringe, sowohl in den Lehrveranstaltungen als auch in der Vor- und Nachbereitung. In einem typischen Seminar gehen wir nach dem obligatorischen Referat Stück für Stück die Literatur durch. Der Dozent moderiert die Diskussion und versucht uns nahezubringen, was er selbst am Text relevant findet. Aber meist entstehen die wildesten Diskussionen von alleine. Und an dieser Stelle stört mich, dass viele die Texte auseinander nehmen wollen, bevor sie sie richtig verstanden haben. Natürlich versteht man irgendetwas beim Lesen, oberflächlich gesehen sicher auch viele Kernpunkte. Aber die Tiefendimension eines Textes erschließt sich erst nach einer langen Beschäftigung inklusive Zwischenphasen, in denen man die Inhalte auch mal sacken lässt und sich eigene Gedanken macht. Daher würde ich mir von manchen Kommilitonen wünschen, dass sie versuchen, den Autor nachzuvollziehen.
Dennoch sind natürlich viele Diskussionen spannend und auch unabdingbar, denn in der Beschäftigung mit den Texten hat man immer blinde Flecken, die nur durch den Austausch mit anderen ausgefüllt werden können. Jedenfalls sind unsere Diskussionen oft sehr hitzig und am ergiebigsten, wenn jemand diese gut moderiert. Und dies ist meines Erachtens eine Kernkompetenz für Lehrende – in der Philosophie vielleicht sogar mehr als in den meisten anderen Wissenschaften.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2017
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Jan 23, 2017

Master live

Frohes neues Jahr!

Ich wünsche euch ein frohes neues Jahr – und blicke auf meinen Start ins Jahr 2017 zurück. Den Silvesterabend habe ich im gemütlichen Rahmen in meiner WG verbracht. Meine Mitbewohnerin war da, mein Freund, ein befreundetes Paar, das in der Wohnung über uns wohnt, und noch eine Nachbarin aus dem Haus quer über die Straße. Wir waren also zu sechst und hatten den Plan, den ganzen Tag zu kochen, um die ganze Nacht essen zu können. Gesagt, getan: Es gab gegrillte Zucchini mit Vinaigrette, Pizza mit Ziegenkäse und Lavendelhonig, eine Tarte Tartin, eine Linsen-Rosinen-Steinpilz-Pastete, Kichererbsenbrot mit drei verschiedenen Dips und zum Nachtisch Tiramisu.
Zwischen den Gängen haben wir uns gegenseitig Fotos aus dem Jahr 2016 gezeigt (jeder sollte zehn aussagekräftige Fotos mitbringen) und „Dinner for one“ geschaut. Um 0 Uhr haben wir uns auf dem Balkon versammelt und im Schein von Wunderkerzen und Feuerwerk auf das neue Jahr angestoßen. Wir sind auch noch ein bisschen in den Straßen spazieren gegangen, um noch mehr vom Feuerwerk mitzubekommen.
Als wir zurückkamen, haben wir uns noch lange mit Wachsgießen beschäftigt, was super lustig war! Das ist eine tolle Alternative zum Bleigießen, nicht so teuer, nicht so gesundheits- und nicht so umweltschädlich. Dabei gießt man einfach das Wachs von einem Teelicht, das vorher ein paar Minuten gebrannt hat, in kaltes Wasser. Das Wachs wird im Wasser langsam hart und bildet zufällige Formen, die man dann mit viel Fantasie interpretieren kann. Dabei haben wir viel gelacht! Zum Schluss wurde noch eine Kurzgeschichte vorgelesen, bevor wir uns alle verabschiedet haben und ins Bett gegangen sind, um ins neue Jahr 2017 hineinzuschlafen...

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Jan 19, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Jan 19, 2017