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Master live

Supermond

Autor:
Lukas

Rubrik:
studium

06.02.2017

Vor einigen Monaten gab es einen sogenannten Supermond. Ich saß bis Einbruch der Dunkelheit in einer Vorlesung – glücklicherweise, denn drei Freundinnen von mir, die neben mir saßen, wollten im Anschluss auf einen Berg außerhalb von Magdeburg fahren, um den Mond anzuschauen. Ich dachte mir, dass das eine schöne Abendbeschäftigung sein könnte. Also ging ich spontan mit. Ein Freund holte uns mit seinem Auto ab und wir fuhren in der einbrechenden Dunkelheit raus aus Magdeburg. In meiner Generation ist Autofahren ja irgendwie out – zumindest in meinem Umfeld – und ich habe mich wie in einem amerikanischen Teenie-Film aus den Neunzigern gefühlt, so in dieses alte Auto gequetscht mit den Smashing Pumpkins als musikalische Untermalung – natürlich auf Kassette.
Wir fuhren auf der Landstraße, als wir links auf einem Feld an die fünfzig Schemen in der Dunkelheit stehen sahen. Einige hatten Stative vor sich aufgebaut oder guckten einfach nur in den Himmel. Warteten sie etwa auf die Ankunft der Außerirdischen? Wir machten einige Scherze in diese Richtung, doch dann holte der Freund seine eigene Kamera auf einem Stativ heraus und machte Bilder mit Langzeitbelichtung. Und der Mond war tatsächlich unglaublich! Zum einen orangerot, zum anderen wirklich bombastisch groß. Dass der Mond so groß wirkt, ist die Folge einer Wahrnehmungstäuschung, die damit zusammenhängt, dass wir Dinge in der Höhe in ihrer Größe nicht einschätzen können. Dann wurde es sehr schnell sehr kalt und der Mond verschwand hinter den Wolken. Dennoch war die Atmosphäre ganz besonders!

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