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Master live

Wiener Zentralfriedhof

Auf meiner Tour durch Süddeutschland, die Schweiz und Österreich habe ich auch meine Cousine und ihren Freund besucht, die in Wien wohnen. Jeder von euch, der schon einmal in Wien war, weiß was ich meine, wenn ich schreibe, dass es einfach nur eine gigantische Stadt ist: Prachtbau an Prachtbau, einer größer und pompöser als der andere, gold-glänzende Dächer und so reich verzierte Fassaden, dass man oft stehen bleibt und sich fragt, vor welchem Schloss man denn nun schon wieder steht und warum das im Reiseführer gar nicht erwähnt wird.
Wir haben uns aber nicht nur in der Innenstadt aufgehalten, sondern auch einen Tag auf dem Zentralfriedhof verbracht. Dieser ist so groß, dass eine eigene Buslinie nur dort umherfährt. Es gibt verschiedene Abteilungen auf diesem Friedhof, aufgeteilt nach Religionen. So konnten wir viele christliche Gräber sehen, aber auch welche, die etwas ausgefallener waren: Zum Beispiel der Abschnitt mit mormonischen Gräbern. Diese sind im Kreis um eine große Holzstatue herum angeordnet, die Männer, Frauen und Kinder darstellte. Sehr interessant waren auch die serbisch-orthodoxen Gräber, auf denen Bierflaschen und Aschenbecher, Spielsachen und Hocker standen und auf denen anscheinend die Hinterbliebenen regelmäßig picknicken, um mit den Verstorbenen Zeit zu verbringen. Ähnliches kenne ich aus Mexiko, wo am „Tag der Toten“ Altare für die Verstorbenen aufgebaut werden, auf denen ihr Lieblingsessen aufgetischt und wo miteinander gefeiert wird. Ich finde es schön, dass Tod nicht in jeder Kultur als Tabuthema und nur als traurig behandelt wird, denn es macht den Umgang damit auch nicht leichter.
Der jüdische Teil des Zentralfriedhofs war auch sehr spannend. Jüdische Gräber dürfen nicht aufgelöst oder versetzt werden, deswegen standen dort uralte Grabsteine, teilweise völlig überwuchert, und die Atmosphäre war magisch. Außerdem gibt es einen islamischen und einen buddhistischen Teil, die wir aber leider nicht gesehen haben. Ich werde auf jeden Fall irgendwann nochmal zum Wiener Zentralfriedhof zurückkehren und mir mehr ansehen!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Mar 27, 2017

Master live

Master und Weiterbildung in der Schweiz

In den Semesterferien war ich zweieinhalb Wochen reisen. Hauptsächlich habe ich Städte besucht, in der Schweiz, in Süddeutschland und in Österreich. In der Schweiz studiert eine Freundin von mir ihren Master in Psychologie, nachdem wir den Bachelor zusammen in Leipzig gemacht hatten. Ihr Studium ist anders organisiert als meines in Leipzig, die Studiengebühren sind höher, aber dafür scheint die Betreuung auch besser zu sein. Meine Freundin kann ziemlich spannende Kurse wählen, etwa Essstörungen oder auch eher gesellschaftspolitische Themen. Sie hat schon im ersten Semester ihr Masterarbeitsthema gewählt. In Leipzig entscheiden wir das erst im dritten Semester! Sie wird über Schönheitsideale schreiben, die durch die Medien vermittelt werden, und inwiefern diese das Verhalten von Menschen beeinflussen, im Sinne von Essgewohnheiten und Sport. Im zweiten Semester wird sie die Daten erheben und im dritten und vierten auswerten, interpretieren und die Thesis schreiben. Ich finde es schön, die Masterarbeit begleitend über einen längeren Zeitraum zu schreiben und nicht so eng getaktet wie es bei mir sein wird ...
Außerdem habe ich von meiner Freundin erfahren, dass die Bedingungen für die Psychotherapieweiterbildung in der Schweiz viel günstiger sind als hier in Deutschland. Leider ist es ja so, dass man in Deutschland während der Weiterbildung voll arbeitet, dafür kaum bezahlt wird und gleichzeitig noch viel Geld zahlen muss. Deswegen müssen manche Psychotherapeuten in Ausbildung (PiA) nebenher noch kellnern oder ähnliches, um sich ihre Lebenshaltungskosten finanzieren zu können. Ich finde das schon abschreckend und weiß noch nicht, ob ich mir das nach so vielen Jahren Studium noch antun möchte. In der Schweiz scheint man aber besser bezahlt zu werden und auch wenn die Ausbildung trotzdem teuer ist – unterm Strich bleibt mehr. Vielleicht wäre das eine Option für mich oder für manch andere verzweifelte PiAs ...

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Mar 17, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Mar 17, 2017

Master live

Frühlingsboten in Jena

Wart ihr im Frühling schon mal in einem Laubwald spazieren? Falls nicht, kann ich es euch nur empfehlen. Ab Ende Februar, wenn die ersten wärmenden Sonnenstrahlen den nackten Waldboden kitzeln, beginnt die Zeit der Buschwindröschen und anderer Frühlingsboten, die, bevor sich das Blätterdach wieder schließt, einen bunten Teppich ausrollen.
Wer mehr das Gelb als das Weiß der Buschwindröschen bevorzugt, sollte zu dieser Zeit einen Abstecher nach Jena machen, um dort im Rautal „in die Winterlinge zu gehen“, also dorthin, wo besonders viele dieser Hahnenfußgewächse zu finden sind. Diese gelben Blumen sind eine wahre Augenweide. Ich kam ganz unverhofft in diesen Genuss, als ich zusammen mit zwei Schulfreundinnen eine ehemalige Lehrerin in ihrer neuen Heimat Jena besuchte. Bei unserem Ausflug haben wir uns bis tief in die Nacht über Klassenkameraden, Lehrer, Chorfreizeiten und unzählige andere Erlebnisse aus alten Zeiten am Gymnasium in Künzelsau ausgetauscht. Es war wirklich genial. Ich hab unter anderem erfahren, dass ein damaliger Mitschüler meiner Freundin mittlerweile Bürgermeister ist. Das hätte ich damals, als er auf einer Faschingsparty als Lucky Luke erschien, sicher nicht für möglich gehalten. Außerdem haben wir zusammen Lieder gesungen, uns Geschichten erzählt und Schokolade gegessen. Ein bisschen fühlte ich mich wie auf einer Klassenfahrt.
Das tat gut, denn am Montag startete ich an der Uni in die dritte Woche für das Forschungsmodul zur Biodiversität in der Pflanzenökologie. Dieses Modul ist sehr lehrreich. Ich glaube, so fit wie jetzt war ich noch nie in R-Studio, diesem mir verhassten statistischen Auswertungsprogramm.
Ziel der Übung ist es, ein Paper aus den ausgewerteten Daten zu erstellen. Eigentlich eine tolle Sache, noch dazu, weil es eine richtig gute Vorbereitung für meine Masterarbeit ist.
Allerdings war meine Kommilitonin alles andere als motiviert, was sie auch jeden im Kurs spüren ließ – so etwas zehrt an der eigenen Motivation. Aber scheinbar haben die ersten warmen Frühlingsstrahlen auch meine Gruppenkollegin aus der Reserve gelockt und wir konnten am Ende des Tages einen Großteil unserer Ergebnisse vorstellen. Jetzt starte ich mit einem besseren Gefühl in die Phase des Projekts, in der wir intensiv zu zweit weitermachen werden.

Autor: Mia  |  Rubrik: studium  |  Mar 16, 2017
Autor: Mia
Rubrik: studium
Mar 16, 2017