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Tutorium

Autor:
Lukas

Rubrik:
studium

30.03.2017

Heute möchte ich darüber schreiben, wie es ist, ein Tutorium zu geben. Ein Tutorium ist eine Zusatzveranstaltung zu einer Vorlesung, die von Studierenden höheren Semesters gehalten wird. Ziel ist es, die Inhalte der Vorlesung noch einmal nachzuarbeiten und dabei den neuen Studierenden grundsätzliche Skills zu vermitteln und generell beim Einstieg ins Studium zu helfen.
Wie ist es nun, selber eines zu geben? Zum einen merkt man, dass man in den Jahren des Studiums doch älter geworden ist. Der Jahresunterschied beträgt im Durchschnitt ja nur einige Jahre, aber ich denke, man reift auch sehr in den Studienjahren. Nicht nur, dass man sein Leben selber auf die Reihe kriegen muss, man verbringt auch Jahre damit, sich Tonnen an Wissen anzueignen. Und wenn man mit den neuen Studis in Kontakt kommt, merkt man wieder, dass man vieles, was einem nun als selbstverständliches Wissen erscheint, erst lernen musste. Zum Beispiel das Lernen selbst.
Für mich ist das Tutorium auch ein großer Spaß, weil ich die Gelegenheit habe, spannende Themen in einer lockeren Atmosphäre mit interessierten Gleichgesinnten durchzusprechen. Ich habe sehr viel aus unseren Diskussionen mitgenommen. Lustig fand ich, wie viel Respekt einem doch entgegengebracht wird, einfach weil man in der Position des Lehrenden ist. Besonders heikel war auch, dass ich als Tutor mein Fach repräsentierte. Das ist in der Philosophie gar nicht so einfach, weil das Gebiet ja von der Diskussion lebt und alles umstritten ist. Ich habe auf jeden Fall noch mehr gelernt, andere Auffassungen anzunehmen und nicht von vornherein abzulehnen.

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