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Master live

Was ist "Internationale Soziale Arbeit"? Teil 1

„Und was machst du da so?“ werde ich immer wieder gefragt, wenn ich den Titel meines Studiengangs nenne. Meine Antwort fällt oft so ausschweifend aus, dass ich nicht sicher bin, ob man mir ab der Hälfte überhaupt noch zuhört. Für euch will ich mich um eine einfache Antwort bemühen.
In der Studiengangsbeschreibung der FH Erfurt heißt es unter anderem: „Im Masterstudiengang wird in die Geschichte und die Theorie von Organisationen in internationalen Kontexten eingeführt. Studierende erwerben Kenntnisse über die Spezifik unterschiedlicher Sozialarbeitskulturen, die ihnen einen kulturvergleichenden Blick eröffnen und sie zugleich mit unterschiedlichen Projekten und Praxen vertraut machen.“ Aha. Kurz gesagt geht es um die Mitarbeit in Organisationen, die international oder interkulturell tätig sind, darum, sich bewusst zu machen, dass Sozialarbeit überall auf der Welt anders funktioniert und darum, dass die Sozialarbeit global denken und handeln muss. Fragt man mich auf Partys, sage ich gerne etwas wie: „Ich lerne, was in dieser Welt schiefläuft und was die Sozialarbeit dagegen tun kann“.
Um das zu lernen, hatte ich Seminare in ganz verschiedenen Bereichen: Kulturwissenschaften, Religion, Soziologie, Recht, Menschenrechte, Forschungsmethoden, Pädagogik und mehr. Ich habe mich zum Beispiel mit Menschenrechten in Bezug auf Minderheiten beschäftigt, mit Kriegen und Konflikten in dieser Welt, mit der Bedeutung von Kultur und Religion für den Menschen, mit Migration und Flucht und noch viel mehr. Immer wieder sollten wir uns fragen, welche Rolle wir als Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter in diesen Kontexten einnehmen können.

Autor: Annika  |  Rubrik: studium  |  Jun 14, 2017
Autor: Annika
Rubrik: studium
Jun 14, 2017

Master live

Freier Wille oder Vorbestimmung?

Das Seminar „Willensfreiheit" ist weder nur Vorlesung, da der Dozent uns immer wieder zwischendurch Fragen stellt, noch ein Seminar, da wir kaum untereinander diskutieren. In einem – aus meiner Sicht – richtigen Seminar säßen nur wenige Studierende im Kreis und versuchen, gemeinsam einen Text zu verstehen. Dafür gefällt mir jedoch sehr gut, dass wir nur kurze, prägnante Textabschnitte lesen. In anderen Seminaren muss man zwischen 20 und 100 Seiten lesen, was es sehr erschwert, in 90 Minuten intensiv über die dort behandelten Themen zu reden.
Inhaltlich haben wir uns bisher vor allem mit der Frage beschäftigt, ob es Freiheit und moralische Verantwortung geben kann, wenn die Welt komplett durch Naturgesetze bestimmt wäre. Dafür werden in der sprachanalytischen Philosophie hauptsächlich Aussagen wie „Sie hätte anders handeln können“ untersucht. Meinen wir damit, dass jemand den Lauf der Welt mit seiner Handlung verändert? Oder meinen wir eher, dass kein Zwang vorlag, aber die Entscheidung der Person trotzdem durch ihre psychologischen und neuronalen Prozesse schon feststand? Wäre das schlecht? Hier gehen die Meinungen auseinander.
Etwas schwierig an dem Seminar ist, dass dort viele Studienanfänger gemeinsam mit uns zwei Masterstudenten sitzen. Denn die philosophischen Bedürfnisse der Neuen sind natürlich ganz andere als unsere. Es braucht viel Zeit, um sich in die philosophische Terminologie und die Art und Weise, wie Debatten geführt werden, einzuarbeiten. So habe ich immer das Gefühl, dass sich die Fragestellungen abwechseln: Entweder generelle Verständnisfragen seitens der Bachelorstudierenden und eine Pädagogik des Einführens bei dem Dozenten oder sehr spezielle Fragen von uns Masterstudenten, die in Zusammenhang mit unseren bisherigen eigenen Arbeiten stehen und die in Fachdiskussionen mit dem Dozenten münden. Andererseits ist es wahrscheinlich gut, die Seminarteilnehmer zu mischen. Denn das bedeutet mehr Auswahl an Seminaren für alle und gegenseitige Lerneffekte zwischen „verbildeten“ Philosophen und Studienanfängern mit einem frischen Geist.

Autor: Lukas  |  Rubrik: studium  |  Jun 12, 2017
Autor: Lukas
Rubrik: studium
Jun 12, 2017

Master live

Fünf Wochen Freiheit

Nachdem ich mein Praktikum in der Kinder- und Jugendpsychiatrie nun beendet habe, gönne ich mir fünf Wochen Freiheit. Ich habe gespürt, dass ich nach einem so anstrengenden Praktikum erst mal eine Pause brauche, um wieder Kraft zu schöpfen und die erlebten und gehörten Geschichten zu verarbeiten.
Aber ganz frei von Vorhaben sind diese fünf Wochen auch nicht: Einmal pro Woche mache ich bei einem Kurs für autogenes Training mit. Das ist eine Methode der konzentrativen Selbstentspannung, mit der man lernen soll, sich im Alltag bewusst zu entspannen und Stress und Druck nicht überhandnehmen zu lassen.
Bei diesem guten Wetter werde ich sicherlich mehrmals pro Woche mit dem Fahrrad und einem guten Buch an den See fahren und mich entspannen. Ich möchte viel lesen, Musik hören, Freundinnen und Freunde in Leipzig und anderen Städten treffen und all die Dinge machen, zu denen ich sonst im Alltag nicht komme. Ein weiterer Plan für meine freie Zeit ist, Holunderblüten pflücken zu gehen und daraus Sirup und Gelee zu machen. Das trinke und esse ich unglaublich gerne! Die Zeit für Bärlauch ist leider schon vorbei, sonst würde ich den noch im Park sammeln und Pesto und Kräuterbutter machen.
Da ich im Sommer umziehe, weil sich meine wunderbare und langjährige WG leider auflöst, werde ich wohl auch einige Zeit mit der Wohnungssuche verbringen. Das macht mir aber ziemlich viel Spaß. Ich finde es total interessant, viele verschiedene Wohnungen – teilweise noch eingerichtet – zu sehen und mir vorzustellen, wie die jetzigen Bewohnerinnen und Bewohner dort wohl gelebt haben und was ich anders einrichten und gestalten würde.
Also, von wegen fünf Wochen Freiheit, ich merke gerade, dass ich mal wieder ganz schön viel vorhabe!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Jun 6, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Jun 6, 2017