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Master live

Hoch hinaus - Wände erklettern

Autor:
Franca

Rubrik:
studium

15.08.2017

Seit fast zwei Jahren gehe ich regelmäßig Bouldern. Das ist eine Sportart, bei der man mit Hilfe von bunten Griffen die Wände hoch klettert. Dabei ist man nicht gesichert, aber da es nur etwa vier Meter hoch geht und der Boden mit dicken Matten ausgelegt ist, ist die Verletzungsgefahr sehr gering.
Ich habe schon viele Sportarten ausprobiert: Kung Fu, Leichtathletik, Jazz-Tanz, Ballett, Rock ’n’ roll, Salsa, Joggen, Pilates, Yoga, … Sportarten, die mit Bällen zu tun haben, liegen mir gar nicht, dafür alle, die Koordination erfordern – die machen mir Spaß und darin liegt auch eher mein Talent. Trotzdem hat mich bisher keine Sportart länger als ein paar Monate gepackt. Beim Bouldern war das anders. Man braucht zwar Kraft, aber noch viel wichtiger ist die Technik! Durch eine kreative, ausgefallene Technik kann man viel fehlende Kraft ausgleichen. Außerdem gefällt mir, dass man kleine Ziele vor sich hat. Man nimmt sich zum Beispiel eine rote Route vor, beginnt bei den Start-Griffen und arbeitet sich die Wand hoch bis zu den Ziel-Griffen. Dann hat man ein kleines Erfolgserlebnis (vorausgesetzt, man schafft die Route) und kann sich die nächste Route aussuchen. Beim Laufen hat man ja erst nach einer halben oder vollen Stunde das Erfolgserlebnis, die Strecke X in der Zeit Y geschafft zu haben.
Als ich mit dem Bouldern angefangen habe, war das größte Problem, meinen Kopf auszuschalten und meinem Körper zu vertrauen. Man kommt öfter in Situationen, in denen man sich überwinden muss, eine Hand loszulassen, um weiter zu klettern. Das ist mir zu Beginn extrem schwergefallen. Je öfter ich jedoch die Erfahrung machte, dass ich der jeweils anderen Hand vertrauen kann und sie nicht abrutscht, desto leichter fällt es mir und desto schwierigere Routen schaffe ich.
Für die Hände und Finger ist das Bouldern schon eine starke Belastung. Man sollte als Anfänger gut aufpassen, da man sich Gelenke und Sehnen verletzen kann, wenn man sich nicht langsam an die Belastung herantastet und gewöhnt.

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