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Master live

Umgang mit Traumatisierten

Innerhalb meines Praktikums beim Psychosozialen Zentrum für Geflüchtete habe ich die Projektleiterin zu einer Schulung begleitet, die sie angeboten hat. Das Thema war der Umgang mit traumatisierten Menschen und wurde als Teil einer Weiterbildung im Bereich Beratung für Migration und Integration angeboten.
Zunächst ging es um Traumata, wie diese entstehen, wie sie ausgelöst werden können und welche Bedingungen dazu beitragen, dass das Erleben eines traumatischen Ereignisses eine Traumafolgestörung nach sich ziehen kann. Wir sprachen über verschiedene Formen von Stress und deren Auswirkungen auf die menschliche Psyche. Wir alle kennen Stress, erleben ihn fast täglich in unserem Alltag. Wichtig ist aber, auch Phasen zu haben, in denen wir entspannen können und in denen das Stresslevel sinkt. Stress an sich ist nicht zwangsläufig negativ, es muss nur ein ausgeglichenes Verhältnis zwischen Stress und Entspannung bestehen.
Wenn Menschen traumatisierende Erfahrungen gemacht haben, muss man im Umgang mit ihnen einige Dinge beachten. Zum Beispiel kann es ungünstig sein, zu intensiv nach dem Ereignis zu fragen, weil man damit schlimme Erinnerungen wieder hochholt. Das kann die betroffene Person so sehr aufwühlen, dass es sie einige Tage oder Wochen in ihrem Alltag total einschränkt. Dann kann es zum Beispiel zu Schlafstörungen, Aggressionen und Ärger, Selbstverletzung, Flashbacks, Albträumen und sogar zu Dissoziationen kommen. Bei einer Dissoziation verlässt die Person mit ihrem Geist ihren Körper, sieht sich selbst sozusagen aus der Außenperspektive. Dadurch nimmt sie Abstand von dem Geschehenen (oder in dem Moment Erinnerten), um die schlimme Erfahrung von sich fernzuhalten.
Ich finde es toll, dass Menschen sich in diesem Bereich schulen lassen und mehr über Traumata und Traumafolgestörungen erfahren wollen. So fällt es leichter, diese Störung zu erkennen und dann auch zu behandeln.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Aug 29, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Aug 29, 2017

Master live

Urlaub in der Bibliothek

Es ist Ende August und damit Haupturlaubssaison. Gefühlt hat die für mich Anfang Juli begonnen. Nicht, weil ich seit Anfang Juli faulenzen würde, sondern weil sich seitdem das Gefühl eingestellt hat, dass alle in den Urlaub fahren, das Leben und Wetter genießen und es sich gut gehen lassen.
Alle, außer mir! Ich schreibe diese Worte nicht von meinem Balkon aus, auch nicht vom Strand in Südfrankreich oder gar aus einem Hostel in Thailand. Mein Blick schweift nicht über irgendwas Schönes wie eine Wiese, einen See oder gar das Meer. Meine Füße scharren nicht im Sand oder planschen im Wasser. Die Luft riecht nicht nach Salzwasser oder Gebirgssee. Nein, in meinem Blickfeld befindet sich neben meinem Laptop einzig eine Holzwand, unter mir pflegeleichter Teppichboden und hinter mir Bücherregale. Die Luft ist leicht stickig. Keine Kunst zu erraten, wo ich mich gerade befinde: Ich sitze in einer Bibliothek.
Wo es unter dem Semester und während der Prüfungsphase gern mal hoch hergeht und Sitzplätze zur Mangelware werden, herrscht zu dieser Jahreszeit Flaute. Ganze Lesesäle könnte ich für mich haben. Es gibt immer ein leeres Schließfach. Alle Bücher stehen da, wo sie sollen und die Bibliothekare freuen sich, richtet man ein Anliegen als sie.
Die Ansage eines Wetterdienstes verrät mir, dass draußen angenehme 25 Grad herrschen. Im Gegensatz dazu ist es drinnen eiskalt. Die Mitarbeitenden der Unibibliothek scheinen allesamt aus Nordfinnland zu stammen. Anders kann ich mir die frostigen Temperaturen in den Lesesälen nicht erklären. Während man es draußen im Sommeroutfit gut hat, sitze ich im Lesesaal mit einem Schal und überlege, ob ich die vorsorglich eingepackte Fleecejacke aus dem Schließfach holen sollte. Meine aktuelle Erkältung habe ich mit Sicherheit vom Sitzen in der Bibliothek bekommen.
Ich versuche, mir einzureden, dass mir die anderen zwar einige schöne Urlaubserlebnisse voraushaben, ich aber dafür ganz viel schaffe. Die Tatsache, dass ich diesen Blogbeitrag schreibe, während ich doch arbeiten soll, verrät aber auch, dass ich bis auf meine Erkältung nicht sehr viel erreicht habe.
Ich muss Schluss machen, meine Hände sind eiskalt. Ich hole mir Handschuhe für drinnen, esse aber draußen erst mal ein Eis!

Autor: Annika  |  Rubrik: studium  |  Aug 23, 2017
Autor: Annika
Rubrik: studium
Aug 23, 2017

Master live

Hoch hinaus - Wände erklettern

Seit fast zwei Jahren gehe ich regelmäßig Bouldern. Das ist eine Sportart, bei der man mit Hilfe von bunten Griffen die Wände hoch klettert. Dabei ist man nicht gesichert, aber da es nur etwa vier Meter hoch geht und der Boden mit dicken Matten ausgelegt ist, ist die Verletzungsgefahr sehr gering.
Ich habe schon viele Sportarten ausprobiert: Kung Fu, Leichtathletik, Jazz-Tanz, Ballett, Rock ’n’ roll, Salsa, Joggen, Pilates, Yoga, … Sportarten, die mit Bällen zu tun haben, liegen mir gar nicht, dafür alle, die Koordination erfordern – die machen mir Spaß und darin liegt auch eher mein Talent. Trotzdem hat mich bisher keine Sportart länger als ein paar Monate gepackt. Beim Bouldern war das anders. Man braucht zwar Kraft, aber noch viel wichtiger ist die Technik! Durch eine kreative, ausgefallene Technik kann man viel fehlende Kraft ausgleichen. Außerdem gefällt mir, dass man kleine Ziele vor sich hat. Man nimmt sich zum Beispiel eine rote Route vor, beginnt bei den Start-Griffen und arbeitet sich die Wand hoch bis zu den Ziel-Griffen. Dann hat man ein kleines Erfolgserlebnis (vorausgesetzt, man schafft die Route) und kann sich die nächste Route aussuchen. Beim Laufen hat man ja erst nach einer halben oder vollen Stunde das Erfolgserlebnis, die Strecke X in der Zeit Y geschafft zu haben.
Als ich mit dem Bouldern angefangen habe, war das größte Problem, meinen Kopf auszuschalten und meinem Körper zu vertrauen. Man kommt öfter in Situationen, in denen man sich überwinden muss, eine Hand loszulassen, um weiter zu klettern. Das ist mir zu Beginn extrem schwergefallen. Je öfter ich jedoch die Erfahrung machte, dass ich der jeweils anderen Hand vertrauen kann und sie nicht abrutscht, desto leichter fällt es mir und desto schwierigere Routen schaffe ich.
Für die Hände und Finger ist das Bouldern schon eine starke Belastung. Man sollte als Anfänger gut aufpassen, da man sich Gelenke und Sehnen verletzen kann, wenn man sich nicht langsam an die Belastung herantastet und gewöhnt.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Aug 15, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Aug 15, 2017