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Master live

Urlaub in Sizilien, dann ab in den Master!

Fünf Tage nachdem ich die Bachelorarbeit abgegeben hatte, ging es auch schon los in den Urlaub. Der startete ganz schön anstrengend, weil wir mit dem Bus nach Berlin gefahren sind, um von dort nach Catania zu fliegen. Dort kamen wir spät an, verbrachten eine Nacht und fuhren am nächsten Tag nach Syrakus weiter. Obwohl das gar nicht schön klingt, habe ich diese beiden Reisetage extrem genossen. Es ist so toll, im Bus oder Flugzeug zu sitzen und einfach nichts tun, nichts denken zu müssen! Ich glaube, wenn es einem so geht, dann ist man echt urlaubsreif.
Auf Sizilien kamen wir in Bussen von A nach B, was sehr gut funktioniert hat. Wir waren für je ein paar Tage in Syrakus, am Meer bei Agrigent, in Palermo, Piaza Armerina und Catania. Dort haben wir Tempel und Kirchen bewundert, im Meer gebadet, die Sonne genossen, sind über Märkte geschlendert und haben Kaffee getrunken. Am besten hat uns Palermo gefallen, was uns wie eine europäische Version von Mexiko-Stadt vorkam. Es war zwar keine besonders aufregende Reise, aber nach so einer anstrengenden Zeit genau das Richtige!
Nach drei Wochen Sonne war ich dann wiederhergestellt und habe mich schon fast wieder aufs Studieren gefreut. Es macht Spaß, jeden Tag in die Uni zu gehen, Neues zu lernen und Freunde zu treffen. Außerdem hat man im Master deutlich mehr Wahlfreiheit bei den Modulen. Das einzige, welches ich belegen muss, ist Gutachten. Und obwohl das staubtrocken klingt, ist es doch ganz interessant, weil es endlich mal Praxisbezug hat: Am Ende des Moduls werden wir für echte Klienten ein Gutachten erstellen. Dieses könnte sich zum Beispiel darauf beziehen, ob ein Kind schulreif ist oder einen Lese-Rechtschreib-Schwäche hat. Außerdem belege ich ein Modul in klinischer Psychologie. Da die Lehre so gut ist, denke ich jetzt doch wieder darüber nach, ob dies ein potenziell spannender Bereich für meine Zukunft sein könnte. Vielleicht könnte ich mir also doch vorstellen, Psychotherapeutin zu werden. Da mich aber auch die Forschung interessiert, habe ich noch ein Modul belegt, in welchem man lernt, EEG-Daten (Elektroenzephalogramm) auszuwerten. Zu guter Letzt werde ich einen Italienisch-Sprachkurs belegen – nach unserem Sizilienurlaub war ich natürlich maximal motiviert dafür. Außerdem möchte ich nächstes Jahr eine kleine Studierpause einlegen und Praktika machen oder vielleicht im Ausland studieren. Falls ich also am Erasmus+-Programm teilnehmen sollte, wäre Italien für mich durchaus vorstellbar.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Oct 25, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Oct 25, 2017

Master live

Vor Ort in Barcelona

Zufällig war ich kurz nach dem katalanischen Unabhängigkeits-Referendum Anfang Oktober in Barcelona. Ich hatte die Reise schon gebucht, bevor klar war, dass genau diese Woche sehr turbulent und aufregend sein würde. Ich kam genau am Tag nach dem Referendum an, jedoch erst abends. Ich möchte nur ein wenig von meinen Beobachtungen schildern – ohne Anspruch auf Generalisierbarkeit, da meine Beobachtungen selbstverständlich subjektiv und sehr eingeschränkt waren.
Am zweiten Tag nach dem Referendum wurde zu einem Generalstreik aufgerufen. Tatsächlich waren fast alle Läden und Cafés geschlossen. Uns wurde gesagt, dass dies teilweise auch aus Angst geschah, weil die Fenster eingeschlagen werden könnten. Mehrere Hunderttausend Menschen gingen an diesem Tag auf die Straße. Viele hatten sich die alte katalanische Flagge umgebunden, viele auch die neue. Auf der neuen Flagge, so wurde mir später erklärt, wurde den rot-gelben Streifen noch ein blaues Dreieck mit einem Stern beigefügt. Dies solle die Unabhängigkeit Kataloniens von Spanien symbolisieren, in Erinnerung an die letzten beiden Länder, die sich von Spanien befreit haben: Kuba und Puerto Rico – auch diese haben ein Dreieck mit Stern auf ihren Flaggen. Auch an vielen Balkonen hingen diese beiden Flaggen und außerdem eine, auf der „Si“ stand, also „Ja“.
Jeden Abend um 22 Uhr kamen viele Menschen an ihre Fenster oder auf ihre Balkone und klopften für etwa eine halbe Stunde mit Löffeln auf Pfannen. Damit wollen sie ihre Solidarität mit den festgenommenen Regierungsmitgliedern zeigen und erreichen, dass diese wieder freigelassen werden.
Vielleicht war ich in einem historischen Moment in Barcelona, vielleicht versickert diese Energie aber auch mit der Zeit wieder. Ich frage mich, wie ich diese Erfahrung in ein paar Monaten oder Jahren wohl sehen werde ...

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Oct 24, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Oct 24, 2017

Master live

Erstitage

Das Semester hat begonnen. Der Campus und die Bibliothek werden von unzähligen, leicht verwirrt dreinblickenden Studierenden bevölkert. In Gruppen laufen sie umher, blicken entgeistert auf den Campuslageplan und vergessen, vor der Bibliotheksführung ihr Handy lautlos zu stellen. Es sind wieder Erstsemestereinführungstage!
Ich muss an meine eigenen Erstitage zurückdenken, sechs oder sieben Jahre müssten die nun her sein. Auf dem Weg von der Einführungsveranstaltung für mein Nebenfach Musikpädagogik zur Einführung in die Stundenplanerstellung hat mir da tatsächlich ein Vogel auf den Kopf gekackt. Ich war den Tränen nahe, doch meine Kommilitonin Linda, die ich erst kurz zuvor kennengelernt hatte, schien keinen Ekel zu kennen und entfernte kurzerhand die Spuren auf meinem Kopf. Linda und ich wurden zwar nie enge Freundinnen, dennoch habe ich mich während meines ganzen Studiums immer gefreut, sie zu sehen, und ihr dankbar zugelächelt.
Meine ersten Tage an der Uni fand ich verwirrend. Tagelang saß ich an der Erstellung meines Stundenplans. Woher sollte ich auch wissen, was genau mich interessiert? Das durfte ich mir die 13 Jahre zuvor ja auch nicht aussuchen. Viele neue Menschen umgaben mich und alle schienen zu wissen, was sie wollen. Zum Glück habe ich schnell Carla getroffen, der es wie mir ging. Vermutlich waren sogar sehr viele ganz schön aufgeregt, nur die meisten geben es nicht zu.
Ich frage mich, was in all den Köpfen der Erstis vorgeht, die gerade an mir vorbeigewuselt sind. Habe ich das Zimmer in der coolen WG bekommen? Muss ich die Bücher auf der Literaturliste wirklich alle komplett lesen? Wasche ich Handtücher bei 60 oder bei 90 Grad? Soll ich zur Stadtrallye gehen oder ist das uncool? Hier sitze ich nach einigen Semestern Studium und freue mich, dass ich eine schöne WG habe, vieles gelesen habe, aber sicher nicht alles, was auf diesen Listen stand, ich Wäsche waschen kann und nie auf eine Erstistadtrallye gegangen bin.
Manches werde ich vermissen, wenn in ein paar Monaten mein Studium vorbei ist. Die Aufregung, etwas ganz Neues zu probieren. Sich zum ersten Mal in allen Entscheidungen so frei zu fühlen. Viele neue Menschen auf einmal kennenzulernen. Meine Tage frei zu gestalten. Ein Seminar sausen zu lassen, wenn die Sonne scheint oder es Montagmorgen ist. Wenn du das hier liest und gerade dein Studium beginnst: Genieße es, vor dir liegen verrückte schöne Jahre!

Autor: Annika  |  Rubrik: studium  |  Oct 17, 2017
Autor: Annika
Rubrik: studium
Oct 17, 2017