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Master live

Semesterbeginn

Nun bin ich im dritten Mastersemester und etwas enttäuscht von den angeblichen Wahlmöglichkeiten. Man kann zwar wählen, aber nur so begrenzt, dass ich zumindest dieses Semester kein Modul belegen konnte, das mich wirklich zu hundert Prozent interessiert.
Ich belege nun eher methodisch und wissenschaftlich ausgerichtete Module. In einem geht es um den aktuellen Stand in der Forschung der Arbeits- und Organisationspsychologie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in diesem Bereich nie arbeiten werde, aber finde ihn in der Anwendung durchaus spannend. Die Forschung hingegen interessiert mich weniger. Ich habe in meinen Praktika gemerkt, dass ich doch eher praxisorientiert bin. Die Themen sind allerdings schon faszinierend: Es geht um Kreativität und Innovation, um erfolgreiches Verhandeln, um Fehler- und Diversitätsmanagement.
Ein anderes Modul beinhaltet ein kleines Projekt, das wir zum Thema Empathie durchführen sollen. Wir bekommen Daten, die schon erhoben wurden, und sollen mithilfe dieser eine wissenschaftliche Arbeit erstellen. Die übergreifende Fragestellung ist, ob sich die Fähigkeit der Empathie über die Lebensspanne verändert, ob also zum Beispiel jüngere Menschen besser darin sind als ältere. Getestet wurden dafür Paare, die ihre gegenseitigen Emotionen einschätzen sollten.
Im Modul „Testkonstruktion“ werden wir einen eigenen Test konzipieren. Wir sollen uns in kleinen Gruppen ein Konstrukt überlegen, zum Beispiel „Perfektionismus“ und dieses in einem Fragebogen darstellen. Dann sollen wir den Fragebogen online mit mindestens 100 Personen durchführen und statistisch auswerten, welche Fragen sich besser oder schlechter eignen, um das Konstrukt zu erfassen. Als Letztes besuche ich noch ein Modul zum Thema „Aufmerksamkeit“, in dem wir Präsentationen über die verschiedenen psychologischen Modelle der Aufmerksamkeit halten.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Nov 7, 2017

Master live

Bonn ist ... Ja, was eigentlich?

Seit fast einem Monat lebe ich nun schon in Bonn – es ist Zeit für ein erstes Resümee. Verglichen mit anderen Städten fällt mir das bei Bonn jedoch schwer. Aachen ist ein beschauliches, historisches Städtchen. Heidelberg ist eine Studentenstadt mit mittelalterlichem Flair. Und Bonn? Tja, gute Frage.
Die historischen Gebäude der Bonner Innenstadt wurden im Krieg zu großen Teilen zerstört. Zwar hat man sie danach originalgetreu aufgebaut, aber irgendetwas fehlt. Es reihen sich Gebäude des 19. Jahrhunderts an einige Bauten aus dem Mittelalter oder der frühen Neuzeit, zumindest in der Innenstadt. Die Mischung an sich finde ich gar nicht mal schlecht, aber ich bin eher ein Fan von mittelalterlichen Bauten und die modernen Gebäude fallen völlig aus der Reihe. Vielleicht befremden mich momentan einfach nur die offenen, weiträumigen Plätze, die ich so nicht kenne.
Die Universität befindet sich mitunter in zwei Schlössern, von denen ich hellauf begeistert bin. Umso enttäuschter war ich, als sich herausstellte, dass meine Veranstaltungen in anderen, eher modernen Gebäuden stattfinden – quadratisch, praktisch, gut eben. Schön ist die Nähe der Universität zum Rhein, der zu einer kurzen Pause, aber auch zu ausgedehnten Fahrradtouren am Ufer einlädt. Leider hatte ich bis jetzt noch keine Zeit, die nähere Umgebung zu erkunden. Aber eine halbe Stunde mit der Bahn entfernt, befindet sich Königswinter, von dem aus man auch den berühmten Drachenfels erreicht. Außerdem erstreckt sich dort ein weitläufiges Waldgebiet, in dem man auch mal die Seele baumeln lassen kann, wenn man genug von der Stadt hat. Vorausgesetzt, man hat ein eigenes Auto oder findet eine Mitfahrgelegenheit, denn die Anbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln ist in dieser Region im Vergleich zu Bonn leider deutlich schlechter.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Nov 6, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Nov 6, 2017

Master live

Miniatur- und Kino-Museum

In diesem Spätsommer habe ich ein Wochenende alleine in Lyon verbracht. Insbesondere beeindruckte mich ein Museum, das ich dort besucht habe. Es wurde von Dan Ohlman ins Leben gerufen, der zwei große Leidenschaften hat: das Erstellen von Miniaturen und das Restaurieren von Special-Effect-Requisiten. Diesen außergewöhnlichen Hobbys hat er in seinem „Musée miniature et cinéma“ Raum gegeben. Dort zeigt er in den unteren beiden Stockwerken seine beeindruckende Sammlung an James-Bond-Waffen, Alien-Attrappen und Miniatur-Raumschiffen, die alle für die Verfilmung berühmter Filme genutzt wurden. Außerdem lässt er einen hinter die Kulissen blicken. Die Methodik des „Green Screen“ wird erklärt und die Vielfältigkeit an Tricks, die angewandt werden, um zum Beispiel Action-Szenen glaubhaft zu machen. Auch die Arbeit der Maskenerstellung wird gezeigt, zum Beispiel wie aus Silikon die verrücktesten Gesichtsprothesen hergestellt werden. Außerdem kann man die restaurierte Alien-Queen, in Bewegung, brüllend und sabbernd, aus nächster Nähe sehen.
Noch viel interessanter fand ich aber seine Sammlung an Miniatur-Szenen. Er hat viele selbst gebaut stellt, aber auch einige von anderen Künstlerinnen und Künstlern ausgestellt. Dabei gibt es alles, was man sich nur vorstellen kann. Zum Beispiel eine mittelalterliche Küche auf 30 mal 30 Zentimetern, mit allem, was dazu gehört: Töpfen, Löffeln, Gemüse, Eimern und einem Tisch mit gerupftem Huhn darauf. Dann gibt es aber auch Miniaturen von eingefallenen Theaterräumen, bei denen das Licht durch das zerlöcherte Dach strahlt und Büsche zwischen den Sesselreihen wachsen. Typische Räumlichkeiten aus verschiedenen Epochen, wie Biedermeier, Barock oder den 80ern werden mit den Möbeln im Design aus der jeweiligen Zeit in Miniatur gezeigt. Ich konnte mich gar nicht satt sehen an so viel Kreativität und Kunsthandwerk!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Oct 30, 2017