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Master live

Nochmal ins Ausland

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

08.11.2017

Wie oft habe ich schon den Ratschlag gehört, dass man ins Ausland gehen sollte, solange man jung ist. Inzwischen bin ich diesem Rat schon zweimal gefolgt und frage mich gerade, ob es Sinn macht, noch ein drittes Mal ins Ausland zu gehen – diesmal im Rahmen des Studiums.
Das erste Mal ging ich in der 9. Klasse für ein Trimester in ein englisches Internat. Dieser Aufenthalt war zwar nicht ausnahmslos schön, aber für mich trotzdem eine wunderbare Erfahrung, weil ich zu dieser Zeit unbedingt mal alleine weiter weggehen wollte. Praktischerweise habe ich dabei natürlich auch Englisch gelernt und an Selbstbewusstsein gewonnen. Das zweite Mal war ich für ein fünfmonatiges Praktikum in Mexiko-Stadt und reiste danach durch Mittel- und Nordamerika. Ich habe mich zwar teilweise alleine gefühlt, aber im Großen und Ganzen bin ich mit einem wahren Erinnerungsschatz zurückgekehrt.
Und nun noch ein Auslandssemester? Im Bachelor habe ich diese Möglichkeit nicht genutzt. Ich hatte keine Lust, in die Ferne zu fahren und dafür die neu gewonnenen Freundschaften aufs Spiel zu setzten. Außerdem wollte ich den Bachelor in Psychologie schnell durchziehen, da das ja schon mein zweites Studium war.
Nun im Master habe ich nicht mehr das Bedürfnis, mich zu beeilen, zumal es in letzter Zeit recht stressig war. Deshalb würde sich ein Auslandssemester anbieten. Aber nur, wenn es mir im akademischen Sinne etwas bringt. Denkbar wäre zum Beispiel ein Forschungspraktikum in den USA oder ein Praktikum in einem englisch- oder spanischsprachigen Land, um herauszufinden, ob klinisches Arbeiten für mich auch in einer Fremdsprache möglich wäre. Wenn ich eine Universität mit spannenden Veranstaltungen in den USA oder Italien finde, die ein Partnerschaftsabkommen mit der Uni Leipzig hat, könnte ich mir auch das vorstellen. So könnte ich andere Inhalte lernen, eine Sprache vertiefen und Ruhe in mein Studium bekommen.

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