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Master live

Monday Blues

Nachdem mir vergangene Woche die Weisheitszähne gezogen wurden und ich am Wochenende Besuch hatte, wollte ich mit dem Beginn der neuen Woche so richtig in mein letztes Semester durchstarten. Getreu meiner Organisationsliebe bastelte ich mir also schon am Sonntagabend einen Plan für die Woche, schrieb mir einen Einkaufszettel und stellte meinen Wecker extra früh, um noch vor der Uni möglichst viel zu schaffen. Aber dann kam natürlich alles ganz anders.
Anstatt mich um 7 Uhr zu wecken, klingelte mein Wecker einfach gar nicht. Deshalb wachte ich erst um 9 Uhr auf, sprang völlig gehetzt unter die Dusche und musste meine frühmorgendlichen Einkaufspläne an den Nagel hängen, um es noch rechtzeitig zur Uni zu schaffen – essen wird ohnehin überbewertet. An der Bushaltestelle dann der nächste Schock: Nachdem wir am Samstagabend noch unterwegs waren, hatte ich vergessen, meinen Studentenausweis wieder in mein Portemonnaie zu packen – ohne den bin ich in der Uni leider so gut wie aufgeschmissen! Also zurück in die Wohnung, Ausweis einstecken, nächsten Bus nehmen – jetzt war eh alles egal, denn zu spät war ich sowieso schon längst. Zu allem Überfluss hatte ich dann auch noch Pech mit einem Uni-PC, auf dem natürlich genau das Schreibprogramm nicht installiert war, mit dem ich sonst immer arbeitete. Kommt es mir nur so vor oder passieren solche dummen Sachen tatsächlich immer ausgerechnet am Montag? Und ist es nicht schlimm genug, dass das Wochenende vorüber ist und die Arbeit wieder ruft?
Na ja, an anderen Tagen wäre meine Laune sicher im Eimer gewesen, heute bin ich einfach nur etwas genervt, denke aber, dass es dann diese Woche ja nur noch bergauf gehen kann. In den vergangenen Jahren meines Studiums habe ich viel in Sachen Gelassenheit dazugelernt. Während ich in der Schule regelmäßig eskalierte, wenn mal etwas nicht wie gedacht lief, ist mir dies nun eher schnuppe – passiert halt. Um nicht den Überblick zu verlieren, mache ich mir meine Pläne und Listen, doch über den Rest im Leben hat man ohnehin keine Kontrolle. Dann darf auch ruhig mal etwas schiefgehen.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Nov 9, 2017
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Nov 9, 2017

Master live

Nochmal ins Ausland

Wie oft habe ich schon den Ratschlag gehört, dass man ins Ausland gehen sollte, solange man jung ist. Inzwischen bin ich diesem Rat schon zweimal gefolgt und frage mich gerade, ob es Sinn macht, noch ein drittes Mal ins Ausland zu gehen – diesmal im Rahmen des Studiums.
Das erste Mal ging ich in der 9. Klasse für ein Trimester in ein englisches Internat. Dieser Aufenthalt war zwar nicht ausnahmslos schön, aber für mich trotzdem eine wunderbare Erfahrung, weil ich zu dieser Zeit unbedingt mal alleine weiter weggehen wollte. Praktischerweise habe ich dabei natürlich auch Englisch gelernt und an Selbstbewusstsein gewonnen. Das zweite Mal war ich für ein fünfmonatiges Praktikum in Mexiko-Stadt und reiste danach durch Mittel- und Nordamerika. Ich habe mich zwar teilweise alleine gefühlt, aber im Großen und Ganzen bin ich mit einem wahren Erinnerungsschatz zurückgekehrt.
Und nun noch ein Auslandssemester? Im Bachelor habe ich diese Möglichkeit nicht genutzt. Ich hatte keine Lust, in die Ferne zu fahren und dafür die neu gewonnenen Freundschaften aufs Spiel zu setzten. Außerdem wollte ich den Bachelor in Psychologie schnell durchziehen, da das ja schon mein zweites Studium war.
Nun im Master habe ich nicht mehr das Bedürfnis, mich zu beeilen, zumal es in letzter Zeit recht stressig war. Deshalb würde sich ein Auslandssemester anbieten. Aber nur, wenn es mir im akademischen Sinne etwas bringt. Denkbar wäre zum Beispiel ein Forschungspraktikum in den USA oder ein Praktikum in einem englisch- oder spanischsprachigen Land, um herauszufinden, ob klinisches Arbeiten für mich auch in einer Fremdsprache möglich wäre. Wenn ich eine Universität mit spannenden Veranstaltungen in den USA oder Italien finde, die ein Partnerschaftsabkommen mit der Uni Leipzig hat, könnte ich mir auch das vorstellen. So könnte ich andere Inhalte lernen, eine Sprache vertiefen und Ruhe in mein Studium bekommen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Nov 8, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Nov 8, 2017

Master live

Semesterbeginn

Nun bin ich im dritten Mastersemester und etwas enttäuscht von den angeblichen Wahlmöglichkeiten. Man kann zwar wählen, aber nur so begrenzt, dass ich zumindest dieses Semester kein Modul belegen konnte, das mich wirklich zu hundert Prozent interessiert.
Ich belege nun eher methodisch und wissenschaftlich ausgerichtete Module. In einem geht es um den aktuellen Stand in der Forschung der Arbeits- und Organisationspsychologie. Ich bin mir ziemlich sicher, dass ich in diesem Bereich nie arbeiten werde, aber finde ihn in der Anwendung durchaus spannend. Die Forschung hingegen interessiert mich weniger. Ich habe in meinen Praktika gemerkt, dass ich doch eher praxisorientiert bin. Die Themen sind allerdings schon faszinierend: Es geht um Kreativität und Innovation, um erfolgreiches Verhandeln, um Fehler- und Diversitätsmanagement.
Ein anderes Modul beinhaltet ein kleines Projekt, das wir zum Thema Empathie durchführen sollen. Wir bekommen Daten, die schon erhoben wurden, und sollen mithilfe dieser eine wissenschaftliche Arbeit erstellen. Die übergreifende Fragestellung ist, ob sich die Fähigkeit der Empathie über die Lebensspanne verändert, ob also zum Beispiel jüngere Menschen besser darin sind als ältere. Getestet wurden dafür Paare, die ihre gegenseitigen Emotionen einschätzen sollten.
Im Modul „Testkonstruktion“ werden wir einen eigenen Test konzipieren. Wir sollen uns in kleinen Gruppen ein Konstrukt überlegen, zum Beispiel „Perfektionismus“ und dieses in einem Fragebogen darstellen. Dann sollen wir den Fragebogen online mit mindestens 100 Personen durchführen und statistisch auswerten, welche Fragen sich besser oder schlechter eignen, um das Konstrukt zu erfassen. Als Letztes besuche ich noch ein Modul zum Thema „Aufmerksamkeit“, in dem wir Präsentationen über die verschiedenen psychologischen Modelle der Aufmerksamkeit halten.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Nov 7, 2017