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Master live

Freiheiten und Zwänge

Es ist doch jedes Semester das Gleiche! In den ersten Wochen denkt man, dass man unglaublich viel Zeit hat und sich ruhig noch mehr vornehmen, sich in noch ein paar Kurse einschreiben und doch noch einen Unisport- oder Sprachkurs belegen kann. Kaum hat man das getan, füllt sich die Zeit nach zwei, drei Wochen wie von Zauberhand. Plötzlich ist jeder Tag prall gefüllt mit Veranstaltungen, hier und da noch ein zusätzliches Treffen mit den anderen aus der Gruppenarbeit, für morgen noch einen Text lesen, für nächste Woche das Referat vorbereiten und am besten immer nebenher jede Veranstaltung vor- und nachbereiten, Protokolle verfassen und alles schon mal für die Prüfungszeit aufbereiten.
Im vergangenen Semester, als ich Praktika gemacht habe und nicht in die Uni gegangen bin, war ab 17 Uhr Feierabend. Entspannt. Entlastet. Zeit nur für mich. Im Studium ist es leider so, dass man nie fertig wird. Es gibt keine Wochenenden. Man hat zwar meistens schon ab Freitag frei, aber es gäbe immer noch etwas zu tun. Man muss sich manchmal wirklich ermahnen, auch mal einen Tag freizunehmen, man braucht ja auch mal etwas Erholung!
Trotzdem bin ich so froh, dass ich studieren kann und dass ich vor allem das Fach studiere, das mich interessiert und das mich begeistert. Ich habe eigentlich auch gerne am Samstag noch einen Text zu lesen oder eine Projektarbeit zu verschriftlichen. Jeden Tag etwas dazuzulernen, ist ein Privileg, das ich genieße. Trotzdem muss ich mich ab und zu kurz darüber aufregen, um danach mit neuem Elan an den Schreibtisch zurückzukehren, den Computer hochzufahren und die Übungsaufgabe für das Statistik-Programm zu erledigen. Studieren bedeutet echt ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Verantwortung.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Dec 5, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Dec 5, 2017

Master live

Unverhoffte Begegnungen

Gestern Abend musste ich von meinem Nebenjob bei der Zeitung aus in meine alte Schule, wo die Pläne des neuen Fußballplatzes vorgestellt werden sollten. Und obwohl ich erst gar keine Lust auf diesen Pressetermin hatte, entwickelte er sich am Ende doch zu einer sehr schönen Begegnung für mich.
Schon als ich den Raum betrat, in dem ich einst meine Abiklausuren geschrieben hatte, waren einige neugierige Blicke auf mich gerichtet. Als Erste sprach mich meine ehemalige Klassenlehrerin aus der fünften und sechsten Jahrgangsstufe an und fragte mich ganz interessiert danach, wie es mir nach dem Abi ergangen sei. So berichtete ich ihr von meinem Bachelorstudium in Deutsch und Englisch und von meiner Masterarbeit, an der ich momentan arbeite. Es war schön, dass sie mich offensichtlich nicht vergessen hatte, gleichzeitig aber auch seltsam. Meinem elfjährigen Ich war diese Frau immer so autoritär erschienen und nun begegnete sie mir plötzlich auf Augenhöhe. Aber ich schätze, das ist dieses „Erwachsensein“, von dem alle immer reden …
Das war allerdings nicht das erste Mal, dass ich seit dem Abitur wieder auf meine Lehrer traf. Einige Freundinnen und ich schauen immer nach Weihnachten bei unserer ehemaligen Englischlehrerin vorbei, die aus gesundheitlichen Gründen seit einigen Jahren nicht mehr unterrichten kann und sich über unsere Besuche freut. Beim letzten Mal war auch unser Deutschlehrer eingeladen. Und einerseits ist es schon komisch, mit eben jenen so freundschaftlich zusammenzusitzen, die einem früher Hausaufgaben ohne Ende aufgebrummt haben. Andererseits finde ich es toll, dass wir uns auch nach all der Zeit nicht aus den Augen verloren haben.
Vielleicht sind solche Treffen ja auch für unsere ehemaligen Lehrer etwas Schönes. Auf diese Weise begleiten sie uns nicht nur durch die Schulzeit, sondern sehen auch, was danach aus uns geworden ist. Mein einstiger Deutsch-LK-Lehrer kennt mich beispielsweise schon seit der 5. Klasse. Dass ich etwa in der Oberstufe von ihm ein dickes Lob für meine komplett fehlerfreie Deutschklausur erhielt, zählt zu den besonderen Momenten meiner Schulzeit. Umso bedeutender ist es für mich, auch jetzt noch seine Anerkennung zu spüren. Er interessiert sich für das Thema meiner Abschlussarbeit und freut sich darauf, nächstes Jahr in einer großen Zeitung von mir zu lesen. Auch wenn mich dieser Verlust der Distanz zu ehemaligen Lehrern unglaublich alt fühlen lässt, macht Erwachsensein so doch irgendwie Spaß.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Nov 29, 2017
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Nov 29, 2017

Master live

Wie man eine passende Arbeit findet

Für viele Psychologiestudierende ist bei Studienbeginn schon klar, dass sie Therapeut werden wollen – nicht so bei mir. Noch im Bachelor fand ich Forschung interessanter, auch Strafvollzug und psychologische Beratung oder Arbeits- und Organisationspsychologie. Letzteres beinhaltet zum Beispiel Personalarbeit, -coaching und -training. Deshalb habe ich damals an einem Seminar des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) teilgenommen.
In diesem wurden die verschiedenen Berufsfelder vorgestellt und praktische Tipps vermittelt – das hatte mir damals sehr geholfen. Als ich vor einigen Wochen die Ankündigung für ein weiteres BDP-Seminar entdeckte und auch noch das Thema „Einstieg in den Beruf“ relevant fand, meldete ich mich an. Die Dozierenden waren wieder dieselben wie damals und gaben hilfreiche Tipps.
Zusammen mit unseren Seminarleitern – einer Psychotherapeutin und einem Arbeits- und Organisationspsychologen – haben wir zunächst über die verschiedenen Berufswünsche der Anwesenden gesprochen, ob man diese in Anstellung oder als Freiberufler ausübt und ob eine anschließende Weiterbildung nach dem Master nötig ist. Als Therapeut muss man etwa eine Weiterbildung machen und kann dann in Anstellung oder freiberuflich tätig sein, während man in der Beratung nicht unbedingt eine Weiterbildung benötigt, aber dafür fast ausschließlich als Angestellter arbeitet. Außerdem ging es um die Dauer und die Kosten der verschiedenen Ausbildungen, zum Beispiel darum, dass die Weiterbildung zum kognitiven Verhaltenstherapeuten wesentlich günstiger ist als die zum analytischen Therapeuten.
Danach erstellte jeder sein Karriere-Portfolio, mit fachlichen und persönlichen Stärken, Interessen sowie Abneigungen, um besser entscheiden zu können, welcher Job infrage kommt und wie man seine Bewerbung danach ausrichtet. In einem „Masterplan“ notierte jeder, was er wann und wie machen möchte, um seine Ziele zu erreichen. Dabei war mir beispielsweise neu, dass es potenziellen Arbeitgebern wichtig ist, dass die Masterarbeit thematisch zum Berufswunsch des Bewerbers passt. Anschließend haben wir über Bewerbungsunterlagen gesprochen und ein Bewerbungsgespräch simuliert.
Alles in allem habe ich das Seminar wieder als sehr hilfreich empfunden, da ich viele für mich brennende Fragen, etwa die Vereinbarkeit von klinischer Tätigkeit und Forschung, klären konnte und viele praktische Tipps an die Hand bekommen habe.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Nov 28, 2017
Autor: Maja
Rubrik: studium
Nov 28, 2017