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Master live

Wie man eine passende Arbeit findet

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

28.11.2017

Für viele Psychologiestudierende ist bei Studienbeginn schon klar, dass sie Therapeut werden wollen – nicht so bei mir. Noch im Bachelor fand ich Forschung interessanter, auch Strafvollzug und psychologische Beratung oder Arbeits- und Organisationspsychologie. Letzteres beinhaltet zum Beispiel Personalarbeit, -coaching und -training. Deshalb habe ich damals an einem Seminar des Berufsverbandes Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) teilgenommen.
In diesem wurden die verschiedenen Berufsfelder vorgestellt und praktische Tipps vermittelt – das hatte mir damals sehr geholfen. Als ich vor einigen Wochen die Ankündigung für ein weiteres BDP-Seminar entdeckte und auch noch das Thema „Einstieg in den Beruf“ relevant fand, meldete ich mich an. Die Dozierenden waren wieder dieselben wie damals und gaben hilfreiche Tipps.
Zusammen mit unseren Seminarleitern – einer Psychotherapeutin und einem Arbeits- und Organisationspsychologen – haben wir zunächst über die verschiedenen Berufswünsche der Anwesenden gesprochen, ob man diese in Anstellung oder als Freiberufler ausübt und ob eine anschließende Weiterbildung nach dem Master nötig ist. Als Therapeut muss man etwa eine Weiterbildung machen und kann dann in Anstellung oder freiberuflich tätig sein, während man in der Beratung nicht unbedingt eine Weiterbildung benötigt, aber dafür fast ausschließlich als Angestellter arbeitet. Außerdem ging es um die Dauer und die Kosten der verschiedenen Ausbildungen, zum Beispiel darum, dass die Weiterbildung zum kognitiven Verhaltenstherapeuten wesentlich günstiger ist als die zum analytischen Therapeuten.
Danach erstellte jeder sein Karriere-Portfolio, mit fachlichen und persönlichen Stärken, Interessen sowie Abneigungen, um besser entscheiden zu können, welcher Job infrage kommt und wie man seine Bewerbung danach ausrichtet. In einem „Masterplan“ notierte jeder, was er wann und wie machen möchte, um seine Ziele zu erreichen. Dabei war mir beispielsweise neu, dass es potenziellen Arbeitgebern wichtig ist, dass die Masterarbeit thematisch zum Berufswunsch des Bewerbers passt. Anschließend haben wir über Bewerbungsunterlagen gesprochen und ein Bewerbungsgespräch simuliert.
Alles in allem habe ich das Seminar wieder als sehr hilfreich empfunden, da ich viele für mich brennende Fragen, etwa die Vereinbarkeit von klinischer Tätigkeit und Forschung, klären konnte und viele praktische Tipps an die Hand bekommen habe.

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