interaktiv

Master live

Beobachtungsübung bei der Weltklimakonferenz

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

13.12.2017

Anfang November fand in Bonn die Weltklimakonferenz statt. Dabei kamen unter dem Vorsitz der Fiji-Inseln Vertreter verschiedener Länder zusammen, um über den Klimawandel zu diskutieren und Lösungen zu besprechen.
Im Rahmen der Konferenz sollten einige Bonner Studierende der Kulturanthropologie, darunter auch ich, einige Beobachtungsübungen durchführen und danach protokollieren. Da wir zu den Veranstaltungen direkt in und um das World Conference Centre Bonn keinen Zutritt hatten, besuchten wir stattdessen Diskussionsrunden, Demonstrationen und Ausstellungen.
Bei den Beobachtungsübungen ging es darum, genau zu protokollieren, was man sieht. Und das rein auf der faktischen Ebene, erst danach folgt die Interpretation. Ein kleines Beispiel: Wenn man schreibt „jemand winkt“, ist das bereits eine Interpretation. Eigentlich sollte man im Forschungsprotokoll notieren: „Der in eine schwarze Hose und eine blaue Jacke gekleidete Mann mit dunkelblonden Haaren hob seinen rechten Oberarm bis auf Schulterhöhe, sein rechter Unterarm befand sich im rechten Winkel dazu. Er bewegte den Unterarm sowie die rechte Hand vor und zurück“. Eine passende Interpretation wäre dann beispielsweise, dass er der Frau auf der gegenüberliegenden Straßenseite zugewunken hat. Weiterhin hält man in einem Beobachtungsprotokoll auch seine eigenen Gefühle in Bezug auf das Geschehen fest und versucht, Begründungen dafür zu finden.
Die eigenen Gefühle können einen guten Anhaltspunkt für Themen liefern, zu denen man eventuell forschen möchte. Sinn und Zweck dieser Beobachtungsübungen war es nämlich auch, ein Thema für ein eigenes kleines Forschungsprojekt zu finden, das als Modulabschlussprüfung zu konzipieren ist. Das Vorgehen soll uns Studierenden die Arbeitsweise bei der Erstellung einer Masterarbeit näherbringen.

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