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Master live

Aikido

In grauer Vorzeit habe ich es einmal mit Karate versucht. Da kam ich bis zum gelben Gürtel, also nicht so weit, denn das ist eine Stufe über den Anfängern im weißen Gürtel. Im Rahmen des Hochschulsports suchte ich nach Möglichkeiten, ein festes Sportprogramm in meinen Alltag zu integrieren. Dabei stellte sich heraus, dass ich die Option habe, für wenig Geld eine Vielzahl an Sportangeboten wahrzunehmen. Meine Wahl fiel auf die japanische Kampfkunst Aikido: Eine Sportart, mit der ich keinerlei Erfahrungen hatte.
Im Laufe der Trainingseinheiten stellte sich heraus, dass Aikido darauf ausgelegt ist, einen Kampf in den ersten Sekunden zu entscheiden. Daraus ergeben sich für Anfänger wie mich ein Vor- und ein Nachteil: Wenn man einen gewissen Wissens- und Trainingsstand erreicht hat, ist man bereits in der Lage, einen Kampf nach Sekunden zu beenden. Es dauert aber wohl jahrelang, bis man die nötigen Reflexe ausgebildet hat. Der Nachteil ist, dass man als Anfänger die „richtige“ Sekunde zu Beginn der Auseinandersetzung meist verpasst und für weitergehende Situationen schlecht gerüstet ist. Ansonsten trainieren wir, auf den Matten richtig zu fallen und uns abzurollen sowie beim Erstkontakt mit dem Angreifer das Unerwartete zu tun. Hierzu gehört beispielsweise, ohne Angst in einen Angriff hineinzulaufen, um diesen abzuwehren.
Aikido gehört zu den Kampfkünsten und nicht zu den Kampfsportarten – der Unterschied besteht darin, dass im Kampfsport nach gewissen Regeln gekämpft wird, die Kampfkünste dagegen zur Selbstverteidigung gegen einen Angreifer dienen, der einem Böses will und sich daher natürlich auch unfair und unberechenbar verhält. Die Atmosphäre beim Aikido-Training ist trotzdem sehr entspannt und heiter, gerne wird auch mal mit dem Trainingspartner gescherzt.
Es wird wahrscheinlich noch Jahre dauern, bis ich diesen Sport auch nur ansatzweise gemeistert habe. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, ihn weiter zu verfolgen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Dec 19, 2017

Master live

Beobachtungsübung bei der Weltklimakonferenz

Anfang November fand in Bonn die Weltklimakonferenz statt. Dabei kamen unter dem Vorsitz der Fiji-Inseln Vertreter verschiedener Länder zusammen, um über den Klimawandel zu diskutieren und Lösungen zu besprechen.
Im Rahmen der Konferenz sollten einige Bonner Studierende der Kulturanthropologie, darunter auch ich, einige Beobachtungsübungen durchführen und danach protokollieren. Da wir zu den Veranstaltungen direkt in und um das World Conference Centre Bonn keinen Zutritt hatten, besuchten wir stattdessen Diskussionsrunden, Demonstrationen und Ausstellungen.
Bei den Beobachtungsübungen ging es darum, genau zu protokollieren, was man sieht. Und das rein auf der faktischen Ebene, erst danach folgt die Interpretation. Ein kleines Beispiel: Wenn man schreibt „jemand winkt“, ist das bereits eine Interpretation. Eigentlich sollte man im Forschungsprotokoll notieren: „Der in eine schwarze Hose und eine blaue Jacke gekleidete Mann mit dunkelblonden Haaren hob seinen rechten Oberarm bis auf Schulterhöhe, sein rechter Unterarm befand sich im rechten Winkel dazu. Er bewegte den Unterarm sowie die rechte Hand vor und zurück“. Eine passende Interpretation wäre dann beispielsweise, dass er der Frau auf der gegenüberliegenden Straßenseite zugewunken hat. Weiterhin hält man in einem Beobachtungsprotokoll auch seine eigenen Gefühle in Bezug auf das Geschehen fest und versucht, Begründungen dafür zu finden.
Die eigenen Gefühle können einen guten Anhaltspunkt für Themen liefern, zu denen man eventuell forschen möchte. Sinn und Zweck dieser Beobachtungsübungen war es nämlich auch, ein Thema für ein eigenes kleines Forschungsprojekt zu finden, das als Modulabschlussprüfung zu konzipieren ist. Das Vorgehen soll uns Studierenden die Arbeitsweise bei der Erstellung einer Masterarbeit näherbringen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Dec 13, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Dec 13, 2017

Master live

Freiheiten und Zwänge

Es ist doch jedes Semester das Gleiche! In den ersten Wochen denkt man, dass man unglaublich viel Zeit hat und sich ruhig noch mehr vornehmen, sich in noch ein paar Kurse einschreiben und doch noch einen Unisport- oder Sprachkurs belegen kann. Kaum hat man das getan, füllt sich die Zeit nach zwei, drei Wochen wie von Zauberhand. Plötzlich ist jeder Tag prall gefüllt mit Veranstaltungen, hier und da noch ein zusätzliches Treffen mit den anderen aus der Gruppenarbeit, für morgen noch einen Text lesen, für nächste Woche das Referat vorbereiten und am besten immer nebenher jede Veranstaltung vor- und nachbereiten, Protokolle verfassen und alles schon mal für die Prüfungszeit aufbereiten.
Im vergangenen Semester, als ich Praktika gemacht habe und nicht in die Uni gegangen bin, war ab 17 Uhr Feierabend. Entspannt. Entlastet. Zeit nur für mich. Im Studium ist es leider so, dass man nie fertig wird. Es gibt keine Wochenenden. Man hat zwar meistens schon ab Freitag frei, aber es gäbe immer noch etwas zu tun. Man muss sich manchmal wirklich ermahnen, auch mal einen Tag freizunehmen, man braucht ja auch mal etwas Erholung!
Trotzdem bin ich so froh, dass ich studieren kann und dass ich vor allem das Fach studiere, das mich interessiert und das mich begeistert. Ich habe eigentlich auch gerne am Samstag noch einen Text zu lesen oder eine Projektarbeit zu verschriftlichen. Jeden Tag etwas dazuzulernen, ist ein Privileg, das ich genieße. Trotzdem muss ich mich ab und zu kurz darüber aufregen, um danach mit neuem Elan an den Schreibtisch zurückzukehren, den Computer hochzufahren und die Übungsaufgabe für das Statistik-Programm zu erledigen. Studieren bedeutet echt ein hohes Maß an Selbstdisziplin und Verantwortung.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Dec 5, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Dec 5, 2017