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Master live

Aikido

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

19.12.2017

In grauer Vorzeit habe ich es einmal mit Karate versucht. Da kam ich bis zum gelben Gürtel, also nicht so weit, denn das ist eine Stufe über den Anfängern im weißen Gürtel. Im Rahmen des Hochschulsports suchte ich nach Möglichkeiten, ein festes Sportprogramm in meinen Alltag zu integrieren. Dabei stellte sich heraus, dass ich die Option habe, für wenig Geld eine Vielzahl an Sportangeboten wahrzunehmen. Meine Wahl fiel auf die japanische Kampfkunst Aikido: Eine Sportart, mit der ich keinerlei Erfahrungen hatte.
Im Laufe der Trainingseinheiten stellte sich heraus, dass Aikido darauf ausgelegt ist, einen Kampf in den ersten Sekunden zu entscheiden. Daraus ergeben sich für Anfänger wie mich ein Vor- und ein Nachteil: Wenn man einen gewissen Wissens- und Trainingsstand erreicht hat, ist man bereits in der Lage, einen Kampf nach Sekunden zu beenden. Es dauert aber wohl jahrelang, bis man die nötigen Reflexe ausgebildet hat. Der Nachteil ist, dass man als Anfänger die „richtige“ Sekunde zu Beginn der Auseinandersetzung meist verpasst und für weitergehende Situationen schlecht gerüstet ist. Ansonsten trainieren wir, auf den Matten richtig zu fallen und uns abzurollen sowie beim Erstkontakt mit dem Angreifer das Unerwartete zu tun. Hierzu gehört beispielsweise, ohne Angst in einen Angriff hineinzulaufen, um diesen abzuwehren.
Aikido gehört zu den Kampfkünsten und nicht zu den Kampfsportarten – der Unterschied besteht darin, dass im Kampfsport nach gewissen Regeln gekämpft wird, die Kampfkünste dagegen zur Selbstverteidigung gegen einen Angreifer dienen, der einem Böses will und sich daher natürlich auch unfair und unberechenbar verhält. Die Atmosphäre beim Aikido-Training ist trotzdem sehr entspannt und heiter, gerne wird auch mal mit dem Trainingspartner gescherzt.
Es wird wahrscheinlich noch Jahre dauern, bis ich diesen Sport auch nur ansatzweise gemeistert habe. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, ihn weiter zu verfolgen.

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