Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Master live

Gute Vorsätze für das neue Jahr!

Eigentlich halte ich nichts von guten Vorsätzen, Plänen auch nicht. Irgendwie ist mein Leben meist doch chaotisch und es kommt anders als, ich denke. Und außerdem wollte ich gar keinen Beitrag mit diesem Titel schreiben, weil man das um diese Jahreszeit bestimmt zuhauf liest und euch das Thema eventuell schon zum Hals raushängt. Kann ich gut nachvollziehen, glaubt mir.
Dieses Mal ist es jedoch anders, denn ich habe ausnahmsweise wirklich gute Vorsätze. Ob ich sie halten werde, ist natürlich eine ganz andere Sache. Es gibt ein tibetisches Sprichwort, das meine Vorsätze für 2018 ganz gut zusammenfasst: „The secret to living well and longer is: eat half, walk double, laugh triple and love without measure.” (Das Geheimnis eines guten und langen Lebens: Iss die Hälfte, laufe doppelt so viel, lache dreimal so oft und liebe ohne Maß.)
Das Sprichwort werde ich jetzt mal auf seine Durchführbarkeit testen: „Eat half” – könnte klappen, wird aber höchstwahrscheinlich schwierig, da ich dafür wohl Kalorien zählen müsste. „Walk double“ – das kommt auf das Wetter an und außerdem mache ich das auch eher nach Gefühl. „Laugh triple“ – kriege ich problemlos hin. Und „Love without measure“ – darin werde ich immer besser und möchte es auch umsetzen. Jedoch nicht nur in Bezug auf andere, sondern auch, was die Liebe zu mir selbst angeht. Denn ohne die wird man schnell zur symbolischen Fußmatte für andere.
Alles in allem versuche ich, mir diese Gedanken immer wieder ins Gedächtnis zu rufen. Dazu gehört allerdings für mich auch, in meinem Leben mal zu improvisieren, Raum für Abenteuer zu lassen – und mir selbst zu vergeben, wenn ich meine guten Vorsätze mal nicht einhalten kann.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jan 2, 2018

Master live

Plätzchenbacken auf Deutsch-Arabisch

Am zweiten Adventssonntag war die Familie zu Besuch, deren Söhnen ich Nachhilfe gebe. Außerdem kamen noch zwei Freundinnen, die die Familie auch gut kennen. Mutter, Vater und drei Söhne kommen aus Libyen und sind muslimisch, das heißt, eigentlich feiern sie gar keine Weihnachten. Trotzdem kamen sie nun schon im zweiten Jahr zum Plätzchenbacken zu uns, weil wir gerne diese schöne Tradition mit ihnen möchten. Die Mutter ist sowieso eine begnadete Bäckerin und backt jede Woche, wenn ich zur Nachhilfe komme, eine andere libysche Spezialität für mich.
Für die Jungs war es ein Riesenspaß, den Teig auszurollen und dann in den verschiedensten Formen auszustechen – Füchse, Sternschnuppen, Sterne und Herzen. Der Teig und das Mehl verbreitet sich dabei in der ganzen Küche ... Am Schönsten ist es natürlich, wenn die frisch gebackenen Plätzchen aus dem Ofen kommen, die ersten schon genascht und die übrigen mit Zuckerguss, Schokoladenglasur und Streuseln verziert werden. Wir haben vier Bleche voll Plätzchen gebacken und hatten viel Spaß. Es war ein wunderschöner Nachmittag – selbst das Wetter schickte uns passenderweise das dichteste Schneetreiben.
Ich finde es total schön, die Familie an solch spaßigen Traditionen wie Plätzchenbacken teilhaben zu lassen, so wie sich mich zu ihren Festen einladen, an denen ich libysche Traditionen erleben darf. So lernen wir viel voneinander und merken, dass wir trotz ein paar unterschiedlicher Ansichten am Ende doch sehr ähnlich denken und ticken.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Dec 21, 2017
Autor: Franca
Rubrik: studium
Dec 21, 2017

Master live

Aikido

In grauer Vorzeit habe ich es einmal mit Karate versucht. Da kam ich bis zum gelben Gürtel, also nicht so weit, denn das ist eine Stufe über den Anfängern im weißen Gürtel. Im Rahmen des Hochschulsports suchte ich nach Möglichkeiten, ein festes Sportprogramm in meinen Alltag zu integrieren. Dabei stellte sich heraus, dass ich die Option habe, für wenig Geld eine Vielzahl an Sportangeboten wahrzunehmen. Meine Wahl fiel auf die japanische Kampfkunst Aikido: Eine Sportart, mit der ich keinerlei Erfahrungen hatte.
Im Laufe der Trainingseinheiten stellte sich heraus, dass Aikido darauf ausgelegt ist, einen Kampf in den ersten Sekunden zu entscheiden. Daraus ergeben sich für Anfänger wie mich ein Vor- und ein Nachteil: Wenn man einen gewissen Wissens- und Trainingsstand erreicht hat, ist man bereits in der Lage, einen Kampf nach Sekunden zu beenden. Es dauert aber wohl jahrelang, bis man die nötigen Reflexe ausgebildet hat. Der Nachteil ist, dass man als Anfänger die „richtige“ Sekunde zu Beginn der Auseinandersetzung meist verpasst und für weitergehende Situationen schlecht gerüstet ist. Ansonsten trainieren wir, auf den Matten richtig zu fallen und uns abzurollen sowie beim Erstkontakt mit dem Angreifer das Unerwartete zu tun. Hierzu gehört beispielsweise, ohne Angst in einen Angriff hineinzulaufen, um diesen abzuwehren.
Aikido gehört zu den Kampfkünsten und nicht zu den Kampfsportarten – der Unterschied besteht darin, dass im Kampfsport nach gewissen Regeln gekämpft wird, die Kampfkünste dagegen zur Selbstverteidigung gegen einen Angreifer dienen, der einem Böses will und sich daher natürlich auch unfair und unberechenbar verhält. Die Atmosphäre beim Aikido-Training ist trotzdem sehr entspannt und heiter, gerne wird auch mal mit dem Trainingspartner gescherzt.
Es wird wahrscheinlich noch Jahre dauern, bis ich diesen Sport auch nur ansatzweise gemeistert habe. Aber ich kann mir durchaus vorstellen, ihn weiter zu verfolgen.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Dec 19, 2017
Autor: Nele
Rubrik: studium
Dec 19, 2017