interaktiv

Master live

Positiv überrascht

Autor:
Franca

Rubrik:
studium

25.01.2018

Dieses Semester habe ich unter anderem ein Modul belegt, zu dem ich viele Vorurteile hatte: Arbeits- und Organisationspsychologie. Ehrlich gesagt hätte ich das Modul nicht gewählt, wenn mir die Punkte nicht gefehlt hätten. Aber seitdem ich in der ersten Veranstaltung war, hat sich meine Meinung grundlegend geändert: Nun finde ich die Themen spannend!
Zum Beispiel sprechen wir über Authentizität im Beruf – wie viel authentisches Verhalten gut ist und wann zu viel Authentizität vielleicht eher nachteilig ist. Außerdem haben wir über „Dirty work“ gesprochen, also diejenigen Berufe, die moralisch oder sozial stigmatisiert werden, etwa der Leichenbestatter oder der Müllmann. Ein anderes Thema war, wie sich Leidenschaft im Beruf auswirkt. Auf den ersten Blick würde man vielleicht sagen, je mehr Leidenschaft, desto besser. Jedoch kann zu viel Leidenschaft zu Burn-out führen. Interessant war auch das Thema Altern in der Berufswelt und Übergang in den Ruhestand. Was passiert mit den Menschen, wenn sie bestimmte Anforderungen nicht mehr erfüllen können oder mit Alters-Stigmata konfrontiert werden? Oder wenn sie von einem auf den anderen Tag in den Ruhestand gehen und sich nicht mehr gebraucht fühlen? Kurzum: Ich hätte nicht gedacht, dass mich dieses Modul so packen würde.
Zur Vorbereitung auf das jeweilige Thema der Woche sollten wir je zwei wissenschaftliche Artikel lesen. Auch musste jeder einmal eine Präsentation halten, in der man einer fiktiven Firma eine wissenschaftlich fundierte Lösung für ein Problem vorschlug. Diese Präsentation mussten wir außerdem in einer Hausarbeit verschriftlichen. Zum Abschluss steht nun noch eine Prüfung an.

Diesen Artikel teilen