interaktiv

Master live

Prüfungszeit

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

30.01.2018

So langsam werde ich des Studierens müde. Zum neunten Mal beginnt die Prüfungsphase und ich habe keine Lust darauf. Also nicht, dass ich sonst besonders viel Lust auf Lernen und Stress gehabt hätte, aber dieses Mal kann ich mich besonders schlecht motivieren.
Das liegt zum einen daran, dass ich schon sehr lange studiere und ich das Studium einfach endlich abschließen möchte. Zum anderen hatte ich schon länger keine Ferien mehr, weil ich entweder Praktika absolviert oder meine Bachelorarbeit geschrieben habe. Das größte Hindernis für motiviertes Lernen ist aber paradoxerweise, dass ich gerade ziemlich entspannt bin. Noch im Bachelor habe ich mich extrem um gute Noten bemüht aus Angst, sonst nicht den Wunsch-Masterplatz zu bekommen. Jetzt im Master sind mir gute Noten zwar auch wichtig, um später bei der Jobsuche erfolgreich zu sein. Aber dafür spielt weniger die Nachkommastelle als absolvierte Praktika und andere Faktoren eine Rolle.
Zu meiner Entspannung trägt auch bei, dass ich mit einem Referat, einem Gutachten und einem Bericht zwar während dieses Semesters gut ausgelastet war, aber in diesen Modulen keine Prüfungen mehr schreiben muss. Das war eine ganz neue Erfahrung, denn im Psychologie-Studium sind Hausarbeiten eine Rarität. Über die Weihnachtsferien habe ich ein Gutachten zu einem fiktiven Fall verfasst. Die Frage war, ob eine Person dement ist. Das war eine arbeitsintensive, dafür aber interessante und praxisnahe Aufgabe. Außerdem musste ich einen Bericht über ein Elektroenzephalogramm-Experiment verfassen, das wir während des Kurses besprochen hatten. Um einen Teil der EEG-Daten selbst zu analysieren, setzte ich das Programm Matlab ein – damit zu programmieren, machte mir großen Spaß!
Nun stehen mir noch zwei Prüfungen bevor: klinische Psychologie und Italienisch B1. Für Ersteres muss ich viel lernen, aber da es nicht meine erste Klausur in diesem Fach ist, mache ich mir keine Sorgen. Die Italienischprüfung ist erstaunlich aufwendig, es gibt einen Lese-, Hör-, Sprech- und Schreibteil. Vor dem Sprechen und Schreiben habe ich Respekt, aber ich übe fleißig – für mich und mit meinem Tandempartner.

Diesen Artikel teilen