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Master live

Palmöl - Fluch oder Segen?

Autor:
Franca

Rubrik:
studium

07.02.2018

Vor Kurzem war ich auf einer Veranstaltung, in der es um die Vor- und Nachteile von Palmöl ging. Ich war überrascht, in wie vielen Produkten Palmöl verwendet wird, zum Beispiel in Lebensmitteln wie Nutella, aber auch in Bio-Diesel und Waschmittel. Da der Verbrauch weltweit steigt, werden in tropischen Gebieten Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, um die Anbauflächen zu vergrößern. Dadurch gerät auch der natürliche Lebensraum von vielen Tieren in Gefahr. Außerdem wird immer mehr Regenwald abgeholzt, was ja bekanntermaßen die CO2-Konzentration erhöht und gleichzeitig die Produktion von neuem Sauerstoff verringert.
Andererseits ist es wohl so, dass keine andere Pflanze so effektiv Öl liefern kann wie die Ölpalme. Sie braucht relativ wenig Platz, Wasser und Zeit, um mehr Öl herzustellen als alle anderen Pflanzen. Das heißt, wenn wir den Regenwald in Ruhe lassen und stattdessen in Deutschland Sonnenblumen zur Herstellung von Sonnenblumenöl anpflanzen würden, bräuchten wir ein Vielfaches an Fläche, um den immer größer werdenden Bedarf zu decken.
Meiner Meinung nach gibt es dafür nur eine Lösung: den Bedarf senken! Weniger Kraftstoff verbrauchen! Weniger sinnlos konsumieren! Dafür kann man auch im Privaten Maßnahmen ergreifen: Weniger fliegen und stattdessen Urlaub in Europa oder Deutschland machen. Weniger Auto und stattdessen mehr Fahrrad und Zug fahren. Und darauf achten, Lebensmittel und andere Produkte zu verwenden, die biologisch und regional hergestellt wurden.
Aber auch in der Politik und Industrie müsste es ein Umdenken geben. Subventioniert werden sollten faire und nachhaltige Produkte, nicht unfaire und umweltzerstörende wie Treibstoff.

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