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Master live

Karneval im Rheinland

Sie nennen es die fünfte Jahreszeit – ich nenne es „Hoffentlich ist das bald rum“: Karneval. Obwohl ich ursprünglich aus einer Region stamme, in der Karneval gefeiert wird, bin ich es nicht gewohnt, kostümierte Erwachsene auf der Straße und bei der Arbeit zu sehen. Bis jetzt beschränkte sich meine Erfahrung diesbezüglich auf Kinder. Deshalb ist die Erfahrung, Menschen in Bonn Karneval feiern zu sehen, etwas befremdlich. Ich habe sogar versucht, mich unter die Massen zu mischen, aber irgendwie ist dieses Fest nicht meins.

Trotzdem wollte ich zumindest einmal nach Köln fahren, da die Stadt für ihren Karneval berüchtigt ist. Zumindest sieht man seit Beginn des Karnevals in Bonn auch Autokennzeichen aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg oder weiter entfernten deutschen Städten und mir wurde gesagt, dass die Angereisten alle nach Köln pilgern.

Als ich dann nach einem ereignisreichen Tag in der Stadt abends mit der Straßenbahn auf dem Weg nach Hause war – hinter mir eine Biene, links neben mir ein Pirat und ein Mönch und vor mir ein Musketier – hatte ich mich mit dem Karneval arrangiert. Vielleicht würde ich mich nächstes Jahr beim Mitfeiern sogar wohlfühlen? Doch genau in diesem Augenblick übergab sich der Musketier auf den Boden vor mir. Meine Schuhe hatten etwas abbekommen und der Gestank war furchtbar. Zum Glück musste ich sowieso an der nächsten Haltestelle aussteigen – wo ich direkt in einen Mann hineinrannte, der wild fluchend randalierte. Obwohl ich ungerne verallgemeinere, habe ich von Karneval erst einmal die Nase voll. 

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Feb 14, 2018
Autor: Nele
Rubrik: studium
Feb 14, 2018

Master live

Palmöl - Fluch oder Segen?

Vor Kurzem war ich auf einer Veranstaltung, in der es um die Vor- und Nachteile von Palmöl ging. Ich war überrascht, in wie vielen Produkten Palmöl verwendet wird, zum Beispiel in Lebensmitteln wie Nutella, aber auch in Bio-Diesel und Waschmittel. Da der Verbrauch weltweit steigt, werden in tropischen Gebieten Menschen aus ihren Dörfern vertrieben, um die Anbauflächen zu vergrößern. Dadurch gerät auch der natürliche Lebensraum von vielen Tieren in Gefahr. Außerdem wird immer mehr Regenwald abgeholzt, was ja bekanntermaßen die CO2-Konzentration erhöht und gleichzeitig die Produktion von neuem Sauerstoff verringert.
Andererseits ist es wohl so, dass keine andere Pflanze so effektiv Öl liefern kann wie die Ölpalme. Sie braucht relativ wenig Platz, Wasser und Zeit, um mehr Öl herzustellen als alle anderen Pflanzen. Das heißt, wenn wir den Regenwald in Ruhe lassen und stattdessen in Deutschland Sonnenblumen zur Herstellung von Sonnenblumenöl anpflanzen würden, bräuchten wir ein Vielfaches an Fläche, um den immer größer werdenden Bedarf zu decken.
Meiner Meinung nach gibt es dafür nur eine Lösung: den Bedarf senken! Weniger Kraftstoff verbrauchen! Weniger sinnlos konsumieren! Dafür kann man auch im Privaten Maßnahmen ergreifen: Weniger fliegen und stattdessen Urlaub in Europa oder Deutschland machen. Weniger Auto und stattdessen mehr Fahrrad und Zug fahren. Und darauf achten, Lebensmittel und andere Produkte zu verwenden, die biologisch und regional hergestellt wurden.
Aber auch in der Politik und Industrie müsste es ein Umdenken geben. Subventioniert werden sollten faire und nachhaltige Produkte, nicht unfaire und umweltzerstörende wie Treibstoff.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Feb 7, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Feb 7, 2018

Master live

Thanks for listening, darling

Aktuell erforschen wir in einer Projektgruppe den Effekt von Empathie auf die Zufriedenheit von Paaren, die gerade ein Problemgespräch geführt haben. Es handelt sich um eine Untersuchung, bei der sich jüngere und ältere Paare über ein emotional negatives Thema unterhalten und danach ihre eigenen Emotionen und die des Partners einschätzen sollten. Dabei haben wir uns zwei Komponenten von Empathie genauer angeschaut: Anhand der Übereinstimmung zwischen Selbst- und Fremdeinschätzung konnten wir das „korrekte Erkennen“ der Gefühle der anderen Person messen. Und durch den Abgleich der Selbsteinschätzungen beider Partner konnten wir das „Mitschwingen“ mit den Gefühlen des anderen messen. Dann haben wir uns angeschaut, wie diese beiden Komponenten mit der Zufriedenheit nach dem Gespräch zusammenhängen und wie sich jüngere und ältere Paare darin unterscheiden.
Wir konnten feststellen, dass es sowohl für jüngere als auch für ältere Paare von großer Bedeutung ist, dass der andere sie korrekt in ihren Emotionen versteht, um mit dem Gespräch zufrieden zu sein. Das Mitschwingen hatte in unserer Studie nur für die älteren Paare einen Effekt auf die Gesprächszufriedenheit – allerdings überraschenderweise einen negativen. Ältere Menschen waren also mit dem Gespräch unzufriedener, je mehr der Partner mit den eigenen Emotionen übereinstimmte. Als mögliche Erklärung könnte man anführen, dass sie sich von ihren Partnern eher wünschen, in ihren negativen Emotionen gebremst zu werden, anstatt sich durch das Mitschwingen noch mehr in die Negativität hineinzusteigern. Bei jüngeren Paaren könnte man vermuten, dass sie noch mehr „Beziehungsarbeit“ leisten müssen und daher auch zufrieden mit dem Gespräch sind, wenn beide Partner gemeinsam negative Emotionen durchlebt haben.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Feb 2, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Feb 2, 2018