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Master live

Karneval im Rheinland

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

14.02.2018

Sie nennen es die fünfte Jahreszeit – ich nenne es „Hoffentlich ist das bald rum“: Karneval. Obwohl ich ursprünglich aus einer Region stamme, in der Karneval gefeiert wird, bin ich es nicht gewohnt, kostümierte Erwachsene auf der Straße und bei der Arbeit zu sehen. Bis jetzt beschränkte sich meine Erfahrung diesbezüglich auf Kinder. Deshalb ist die Erfahrung, Menschen in Bonn Karneval feiern zu sehen, etwas befremdlich. Ich habe sogar versucht, mich unter die Massen zu mischen, aber irgendwie ist dieses Fest nicht meins.

Trotzdem wollte ich zumindest einmal nach Köln fahren, da die Stadt für ihren Karneval berüchtigt ist. Zumindest sieht man seit Beginn des Karnevals in Bonn auch Autokennzeichen aus den Niederlanden, Belgien, Luxemburg oder weiter entfernten deutschen Städten und mir wurde gesagt, dass die Angereisten alle nach Köln pilgern.

Als ich dann nach einem ereignisreichen Tag in der Stadt abends mit der Straßenbahn auf dem Weg nach Hause war – hinter mir eine Biene, links neben mir ein Pirat und ein Mönch und vor mir ein Musketier – hatte ich mich mit dem Karneval arrangiert. Vielleicht würde ich mich nächstes Jahr beim Mitfeiern sogar wohlfühlen? Doch genau in diesem Augenblick übergab sich der Musketier auf den Boden vor mir. Meine Schuhe hatten etwas abbekommen und der Gestank war furchtbar. Zum Glück musste ich sowieso an der nächsten Haltestelle aussteigen – wo ich direkt in einen Mann hineinrannte, der wild fluchend randalierte. Obwohl ich ungerne verallgemeinere, habe ich von Karneval erst einmal die Nase voll. 

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