interaktiv

Master live

Vor dem Kreuzverhör

Autor:
Noelle

Rubrik:
studium

12.03.2018

Am Freitag ist es soweit: Ich habe mein erstes Vorstellungsgespräch in München! Und obwohl ich dank meiner zahlreichen Bewerbungsworkshops inzwischen ein Profi sein sollte, bin ich doch sehr aufgeregt.
Nun bereite ich mich auf mögliche Fragen vor. Im Internet sind unzählige Listen zu finden, von typischen Motivations-, Qualifikations- und Charakterfragen bis hin zu richtig fiesen Sticheleien, auf die es quasi keine richtige Antwort gibt, zum Beispiel „Warum haben Sie so lange studiert?“ oder „Wie schätzen Sie Ihre bisherige Leistung im Vorstellungsgespräch ein?“ Da kann man ganz schön ins Schwitzen geraten. Richtig mies sind allerdings Fragen folgenden Kalibers: „Haben Sie vor, bald Kinder zu kriegen?“, „Sind sie häufig krank?“ oder „Sind Sie Mitglied in einer politischen Partei?“ Diese sind aus Diskriminierungsgründen per Gesetz verboten, manche Personaler stellen sie trotzdem. In diesem Fall ist es jedoch völlig legitim, die Antwort freundlich aber bestimmt zu verweigern.
Aber auch „normale“ Fragen können es in sich haben. Um im entscheidenden Moment nicht in nervöses Gestammel auszubrechen, ist es sinnvoll, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Denn natürlich sollte man möglichst wahrheitsgetreu antworten, aber auf die Frage, was mein bisher größter Fehler war, sollte ich nicht mit „mein Exfreund“ antworten. Um also nicht unnötigerweise von einem Fettnäpfchen ins nächste zu tappen, sollte man sich eine Antwort zurechtlegen, die einen in möglichst gutem Licht dastehen lässt.
Wieso ich also der perfekte Kandidat für den Job bin? Weil ich mich schnell in neue Themengebiete einarbeiten kann und meine bisher erworbenen Fähigkeiten weiter ausbauen möchte. Meine größte Schwäche? Dass ich immer alles perfekt machen will. Mein größter Fehler und was ich daraus gelernt habe? Vermutlich mein Englischstudium, weil es mich davon abgehalten hat, mich auf meine Stärken zu konzentrieren. Trotzdem war es mir wichtig, den Bachelorstudiengang zu beenden, denn was ich anfange, mache ich auch fertig. Wie ich mit Kritik umgehe? Niemand wird gerne kritisiert, aber konstruktiv geäußerte Kritik bietet immer die Gelegenheit, an sich selbst zu arbeiten. Und wo ich mich in zehn Jahren sehe? Ich hoffe doch glücklich in einem Job, der mich persönlich erfüllt.

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