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Master live

Vor dem Kreuzverhör

Am Freitag ist es soweit: Ich habe mein erstes Vorstellungsgespräch in München! Und obwohl ich dank meiner zahlreichen Bewerbungsworkshops inzwischen ein Profi sein sollte, bin ich doch sehr aufgeregt.
Nun bereite ich mich auf mögliche Fragen vor. Im Internet sind unzählige Listen zu finden, von typischen Motivations-, Qualifikations- und Charakterfragen bis hin zu richtig fiesen Sticheleien, auf die es quasi keine richtige Antwort gibt, zum Beispiel „Warum haben Sie so lange studiert?“ oder „Wie schätzen Sie Ihre bisherige Leistung im Vorstellungsgespräch ein?“ Da kann man ganz schön ins Schwitzen geraten. Richtig mies sind allerdings Fragen folgenden Kalibers: „Haben Sie vor, bald Kinder zu kriegen?“, „Sind sie häufig krank?“ oder „Sind Sie Mitglied in einer politischen Partei?“ Diese sind aus Diskriminierungsgründen per Gesetz verboten, manche Personaler stellen sie trotzdem. In diesem Fall ist es jedoch völlig legitim, die Antwort freundlich aber bestimmt zu verweigern.
Aber auch „normale“ Fragen können es in sich haben. Um im entscheidenden Moment nicht in nervöses Gestammel auszubrechen, ist es sinnvoll, sich auf alle Eventualitäten vorzubereiten. Denn natürlich sollte man möglichst wahrheitsgetreu antworten, aber auf die Frage, was mein bisher größter Fehler war, sollte ich nicht mit „mein Exfreund“ antworten. Um also nicht unnötigerweise von einem Fettnäpfchen ins nächste zu tappen, sollte man sich eine Antwort zurechtlegen, die einen in möglichst gutem Licht dastehen lässt.
Wieso ich also der perfekte Kandidat für den Job bin? Weil ich mich schnell in neue Themengebiete einarbeiten kann und meine bisher erworbenen Fähigkeiten weiter ausbauen möchte. Meine größte Schwäche? Dass ich immer alles perfekt machen will. Mein größter Fehler und was ich daraus gelernt habe? Vermutlich mein Englischstudium, weil es mich davon abgehalten hat, mich auf meine Stärken zu konzentrieren. Trotzdem war es mir wichtig, den Bachelorstudiengang zu beenden, denn was ich anfange, mache ich auch fertig. Wie ich mit Kritik umgehe? Niemand wird gerne kritisiert, aber konstruktiv geäußerte Kritik bietet immer die Gelegenheit, an sich selbst zu arbeiten. Und wo ich mich in zehn Jahren sehe? Ich hoffe doch glücklich in einem Job, der mich persönlich erfüllt.

Autor: Noelle  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2018
Autor: Noelle
Rubrik: studium
Mar 12, 2018

Master live

Die Ruhe nach dem Sturm

Nun habe ich volle sieben Wochen Ferien. Das hört sich erst einmal nach sehr viel Zeit an, doch die wird sich wieder schnell füllen, das kenne ich schon ... Dieses Jahr wollte ich mal nicht direkt nach der letzten Prüfung wegfahren und am ersten Uni-Tag zurückkommen, sondern es etwas entspannter angehen. Daher bin ich nun trotzdem in Leipzig – und natürlich direkt krank geworden. So ist das ja oft, sobald die ganze Anspannung von einem abfällt.
Trotzdem habe ich viele schöne Dinge unternommen, für die sonst unter dem Semester keine Zeit bleibt. Zum Beispiel habe ich an einem Kakao-Workshop teilgenommen, den ein Freund von mir anbietet. Dieser ist eigentlich für Kinder gedacht, war aber auch für mich interessant. Es ging darum, wie und wo der Kakao geerntet wird, was das Fairtrade-Siegel bedeutet und wie der Kakao zu Schokolade weiterverarbeitet wird. Anschließend haben wir selbst Schokolade hegestellt, was natürlich das Highlight des Workshops war.
Außerdem habe ich meine freien Tage genutzt, um ins Kino und ins Museum zu gehen oder am Kanal zu spazieren. Das ist wirklich schön an der Gegend in Leipzig, in die ich im Sommer gezogen bin: Man ist direkt am Kanal – ich könnte stundenlang am Wasser entlang flanieren. Ich habe auch Freundinnen und Freunde getroffen, die ich unter dem Semester selten sehe, und verbrachte einen ganzen Tag bei meiner Nachhilfe-Familie, ohne Nachhilfe zu geben. Zuerst habe ich mit der Mutter ein libysches Gericht gekocht, war mit ihr spazieren und Kaffee trinken und am Abend habe ich mit den Jungs Spiele gespielt. Das war richtig schön und tat gut.
Langweilig ist mir bisher noch nicht geworden, aber ewig könnte ich auch nicht so ganz frei und ohne Struktur leben – das merke ich dann doch.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Mar 8, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Mar 8, 2018

Master live

Erleichterung

Endlich sind die Prüfungen vorbei! Dieses Semester habe ich vier Module belegt, in zwei von ihnen musste ich Prüfungen absolvieren. Zuerst habe ich in Arbeits- und Organisationspsychologie eine schriftliche Prüfung hinter mich gebracht. Zum Glück waren die Inhalte sehr klar strukturiert, was leider nicht selbstverständlich ist. Ich habe zusammen mit einer Freundin gelernt. An drei Treffen sind wir alle Themen zusammen durchgegangen, haben Fragen geklärt und uns gegenseitig abgefragt. Insbesondere Letzteres hilft mir immer total, denn so bleibt schon mal ein Teil des Stoffs hängen. Das Auswendiglernen, was bei uns im Psychologiestudium leider den größten Teil des Lernerfolgs ausmacht, ist anstrengend und mühsam, aber da müssen wir durch.
Die zweite Prüfung erfolgte dann mündlich und bezog sich auf das Projektmodul in Entwicklungspsychologie (siehe den Beitrag „Thanks for listening, darling“). Hier sollten wir das Projekt zunächst in einem fünfminütigen Kurzvortrag vorstellen und danach Fragen zum Vorgehen, zur Methodik und zur Theorie beantworten.
Ich finde, mündliche Prüfungen haben sowohl Vor- als auch Nachteile: Der Vorteil ist, dass man nachfragen kann, wenn man eine Frage nicht verstanden hat oder man nicht weiß, worauf der Prüfer hinauswill. Der Nachteil ist aber, dass man ganz schön unter Druck steht und nicht ewig überlegen kann, bevor man eine Antwort gibt. Ich bin jedenfalls froh, dass wir nun auch mal eine mündliche Prüfung hatten.
Zudem bin ich nun sehr erleichtert, dass ich in meinem Studium nun nur noch eine letzte Prüfung vor mir habe!

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  Mar 2, 2018
Autor: Franca
Rubrik: studium
Mar 2, 2018