interaktiv

Master live

Ferien in Deutschland und Brasilien

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

06.04.2018

Inzwischen scheint es Ewigkeiten her zu sein, dass ich Prüfungen geschrieben habe – dabei ist gerade ein Monat vergangen. Nach den Prüfungen habe ich es erst einmal genossen, frei zu haben, mich mit Freunden zu treffen und auszuschlafen. Nach einer Woche Entspannung in Leipzig bin ich zu meinen Eltern gefahren. Dort habe ich Verwandte besucht und Bewerbungen geschrieben. Denn auch im Master Psychologie müssen wir insgesamt drei Monate Praktikum machen. Ich hatte die Qual der Wahl: Forschungspraktikum, Praktikum im Ausland, Praktikum in der Psychiatrie, Praktikum in einer sozialen Einrichtung ...
Da ich nicht alles machen kann, habe ich mich zunächst für ein klinisches Praktikum beworben und lasse mir noch offen, welche Richtung ich für mein zweites Praktikum einschlagen möchte. Gerade könnte ich mir hierfür gut vorstellen, ein längeres Erasmus-Forschungspraktikum in Italien zu machen und dort eventuell auch meine Masterarbeit zu schreiben. Auf meine Bewerbung habe ich bereits eine positive Rückmeldung erhalten und konnte einen Termin für ein Vorstellungsgespräch nach meinem Urlaub ausgemachen.
Entsprechend entspannt flog ich nach Brasilien. Wir haben eine wunderbare Woche in Rio de Janeiro verbracht. Wir genossen den Blick vom Zuckerhut (einem Berg), hörten Bossa Nova live, gingen in Ipanema an den Strand, tranken Kaffee im idyllischen Santa Teresa oder im berühmten, alt-ehrwürdigen Café Colombo und bewunderten die Pflanzen im botanischen Garten.
Allerdings hat es mich sehr nachdenklich gestimmt, wie ungleich in Rio das Geld verteilt ist. Ein Beispiel: Die Straßen und die U-Bahn schimmern vor Sauberkeit und Neuheit, die Fahrkarten sind aber so teuer, dass einige Leute auf der Straße schlafen, um zu ihrer Arbeit laufen zu können. Sie können es sich schlicht nicht leisten, nach Hause zu fahren. Das ist doch völlig absurd!

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