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Master live

Meine Zeit im Kloster

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

16.04.2018

Nachdem meine Ferienzeit zuhause viel zu schnell vorüberging, war ich einige Tage im Gästehaus des Klosters Arenberg bei Koblenz zu Gast. Die Begegnung mit den Dominikanerinnen und den Angestellten im Gästehaus war sehr bereichernd für mich. Die Gastfreundschaft und Herzlichkeit durfte ich während meines gesamten Aufenthalts genießen.
Die Reaktionen in meinem Umfeld auf meine Ankündigung, für drei Tage ins Kloster zu gehen, fielen allerdings sehr unterschiedlich aus. Einige bestärkten mich darin, andere begegneten mir mit Unverständnis. Was möchte ich denn dort? Meine Antwort: zur Ruhe kommen. Da mein Privatleben und auch die Uni in den vergangenen Monaten sehr stressig, geradezu überladen waren, hatte meine Achtsamkeitspraxis sehr gelitten. Schon bevor ich ins Kloster ging, hatte ich mich in Achtsamkeit geübt und meditiert, es war allerdings zunehmend im Alltag untergegangen.
Im Kloster konnte ich mich wieder auf meine „innere Mitte“ besinnen. Dazu beigetragen hat auch die Atmosphäre. Ich weiß nicht wieso, aber sakrale Bauten jedweder Religion üben auf mich immer eine sehr beruhigende Wirkung aus. Meine Tage in Arenberg bestanden überwiegend aus Lesen, Malen, Spaziergängen im Klostergarten, Meditation und die Einnahme der Mahlzeiten im kleinen Speisesaal. Dort wurde schweigend gegessen – eine völlig neue Erfahrung für mich. Ich suchte die Einsamkeit und befasste mich vor allem mit mir selbst. Ich wollte innerlich zur Ruhe zu kommen und neues Vertrauen in meine Intuition schöpfen, die ich trotz akademischer Laufbahn wieder mehr in mein Leben integrieren möchte.

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