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Master live

Den Kreislauf durchbrechen

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

12.06.2018

Jedes Semester ist es dasselbe: Die ersten drei Wochen sind extrem entspannt, weil ein Großteil der Veranstaltungen noch nicht angefangen hat und man nur ab und zu da sein muss. Dann folgen Wochen, in denen alle Lehrveranstaltungen laufen und ich das eine oder andere Referat halten muss – der Stress hält sich aber noch in Grenzen. Dann kommt die Zeit, in der ich weiß, dass ich eigentlich lernen sollte, um am Ende des Semesters nicht unter Druck zu geraten. Aber es gibt so viel anderes und schöneres zu tun! Und dann stehen auf einmal die Prüfungen bevor und ich habe wahnsinnig viel zu tun.
Ich erlebe diesen Zyklus zum zehnten Mal und er nervt mich jedes Mal mehr. Gerade bin ich mal wieder in der Phase des schlechten Gewissens. Ich schaffe es nicht, für die Prüfungen zu lernen, fühle mich dabei aber mies. Das, was ich jetzt lerne, habe ich bestimmt in sechs Wochen wieder vergessen, doch unpraktischerweise liegen unsere Prüfungen so dicht hintereinander, dass ich fast den gesamten Stoff des Semesters auf einmal parat haben muss. Das geht nun mal nicht, wenn ich erst ein paar Tage vorher anfange, deshalb schreibe ich also unter hohem Zeitaufwand Zusammenfassungen, um vor den Prüfungen nicht in Stress zu geraten.
Wenn einen die Prüfungen schon eher nerven als stressen, ist es wohl an der Zeit, ein Auslandsjahr zu machen oder mit dem Studium fertig zu werden. Das nächste Semester wird das letzte sein, in dem ich Prüfungen schreibe. Danach stehen nur noch Praktika und die Masterarbeit an.
Das Gute an beidem: Ich bin nicht mehr an Leipzig gebunden. Versteht mich nicht falsch, mir gefällt es hier bestens. Aber ich brauche einen Tapetenwechsel. Deswegen werde ich im Frühjahr ein Praktikum im oberfränkischen Bad Staffelstein absolvieren, Landluft schnuppern und überlegen, ob für mich danach ein Praktikum oder das Schreiben der Masterarbeit in Italien infrage kämen.

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