interaktiv

Master live

Vorträge und Lampenfieber

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

17.07.2018

Es ist eine Sache, mit einem selbstgeschriebenen Gedicht auf einer Poetry-Slam-Bühne zu stehen. Eine ganz andere Sache hingegen ist es, seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in einen Vortrag einzuarbeiten, der dann auch für fachfremde Besucher verständlich sein soll.
Dementsprechend nervös waren die anderen Teilnehmer des Lehrforschungsmoduls und ich, als wir eine Woche vor dem eigentlichen Vortrag einen Probedurchlauf gemacht haben. Natürlich lief dabei nicht alles glatt. Ich persönlich fand es am schwierigsten, mich an mein ausformuliertes Skript zu halten und manche Sachverhalte nicht noch tiefgehender zu erläutern. Bei unserem strengen Zeitplan konnten wir uns das auch gar nicht leisten. Angesetzt waren als Zeitlimit fünf bis sieben Minuten – ich kam auf knapp neun.
Eine Woche später, am Tag des Vortrags, hatte ich mir mein Manuskript so oft angesehen, dass ich den Text fast auswendig konnte. Die Vorträge liefen bei allen reibungslos und viel besser als eine Woche zuvor. Ich wurde am Ende sogar von einer Zuhörerin gelobt, dass ich sehr frei gesprochen hatte. Auch inhaltlich zeigten einige Besucher deutliches Interesse an meinem Thema „Nachhaltigkeit im Studentenwohnheim“. Auf der „Bühne“ – im Endeffekt war es nur ein Pult am anderen Ende des Raumes – habe ich mich schließlich sehr wohl gefühlt, wobei es doch befremdlich ist, wenn auf einmal der eigene Professor vor einem sitzt – normalerweise hält dieser ja die Vorträge.
Nachdem jeder gesprochen hatte, luden wir die Besucher zu einem kleinen Emfang ein. Dieser fiel größer und länger aus als gedacht, worüber wir uns allerdings sehr freuten. Auch die Rückmeldung des Dozenten war positiv. Mit einem guten Gefühl und durchaus auch ein wenig stolz verließ ich an diesem Abend das Institut.

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