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Master live

Schlaf: Was ist das?

Ich glaube, jeder Studierende hat mal Phasen, in denen er bis früh am Morgen bei einer Semesterparty ist, danach eine Stunde schläft und sich dann wieder in die Uni quält, um nur dank literweise Kaffee wach zu bleiben. Dieses Gefühl der dauerhaften Müdigkeit hat sich bei mir in den vergangenen zwei Wochen häufiger eingestellt, jedoch nicht wegen durchfeierter Nächte. Da ich während des Semesters eine einwöchige Reise unternehmen wollte, musste ich für die Uni einiges vorarbeiten. Außerdem habe ich mich um diverse Ferienjobs beworben – auf Rückmeldung warte ich noch –, eine Hausarbeit angefangen und für eine andere empirisches Material erhoben. Jetzt lerne ich schon regelmäßig für eine Klausur, die ich Ende des Semesters schreiben werde. Und als ob das noch nicht genug wäre, hatte ich diesen Monat die Rolle der Chefredakteurin des Blogs der Abteilung Kulturanthropologie inne, bin der Fachschaft beigetreten und ging weiterhin meinen sportlichen Hobbys wie Zumba, Joggen und Schwimmen nach.
All das war sehr zeitaufwendig und anstrengend. Abends war ich immer sehr müde, hatte allerdings noch zu tun und arbeitete bis spät in die Nacht. Morgens konnte ich dann natürlich auch nicht ausschlafen – ein Teufelskreis. Irgendwann fing ich an, die Songtext-Zeile „Tell me why I don’t like Mondays“ zu summen, obwohl es Freitag war. Diese stressige Phase wird jedoch hoffentlich nicht mehr lange andauern, sodass ich auch mal mit gutem Gewissen abends tanzen gehen kann.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jul 24, 2018
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jul 24, 2018

Master live

Vorträge und Lampenfieber

Es ist eine Sache, mit einem selbstgeschriebenen Gedicht auf einer Poetry-Slam-Bühne zu stehen. Eine ganz andere Sache hingegen ist es, seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse in einen Vortrag einzuarbeiten, der dann auch für fachfremde Besucher verständlich sein soll.
Dementsprechend nervös waren die anderen Teilnehmer des Lehrforschungsmoduls und ich, als wir eine Woche vor dem eigentlichen Vortrag einen Probedurchlauf gemacht haben. Natürlich lief dabei nicht alles glatt. Ich persönlich fand es am schwierigsten, mich an mein ausformuliertes Skript zu halten und manche Sachverhalte nicht noch tiefgehender zu erläutern. Bei unserem strengen Zeitplan konnten wir uns das auch gar nicht leisten. Angesetzt waren als Zeitlimit fünf bis sieben Minuten – ich kam auf knapp neun.
Eine Woche später, am Tag des Vortrags, hatte ich mir mein Manuskript so oft angesehen, dass ich den Text fast auswendig konnte. Die Vorträge liefen bei allen reibungslos und viel besser als eine Woche zuvor. Ich wurde am Ende sogar von einer Zuhörerin gelobt, dass ich sehr frei gesprochen hatte. Auch inhaltlich zeigten einige Besucher deutliches Interesse an meinem Thema „Nachhaltigkeit im Studentenwohnheim“. Auf der „Bühne“ – im Endeffekt war es nur ein Pult am anderen Ende des Raumes – habe ich mich schließlich sehr wohl gefühlt, wobei es doch befremdlich ist, wenn auf einmal der eigene Professor vor einem sitzt – normalerweise hält dieser ja die Vorträge.
Nachdem jeder gesprochen hatte, luden wir die Besucher zu einem kleinen Emfang ein. Dieser fiel größer und länger aus als gedacht, worüber wir uns allerdings sehr freuten. Auch die Rückmeldung des Dozenten war positiv. Mit einem guten Gefühl und durchaus auch ein wenig stolz verließ ich an diesem Abend das Institut.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jul 17, 2018
Autor: Nele
Rubrik: studium
Jul 17, 2018

Master live

Qualitative Datenanalyse

Ich kann euch beruhigen: hier folgt jetzt keine trockene Anleitung zur Analyse von kulturanthropologischem Material. Das wäre wahrscheinlich nicht so interessant. Außerdem wüsste ich auch gar nicht, was ich dazu schreiben sollte.
Im Rahmen des Lehrforschungsmoduls sollen die Studierenden der Kulturanthropologie ein eigenes kleines Forschungsprojekt konzipieren und umsetzen. Dies ist als Vorbereitung für die Masterarbeit gedacht. Der Aufbau ist ähnlich, nur der Umfang ist kleiner. Jedenfalls sind wir inzwischen an dem Punkt angelangt, an dem wir alle Daten in Form von Interviews und Beobachtungsprotokollen erhoben haben. Bevor wir nun eine Hausarbeit dazu schreiben, muss jeder Teilnehmer einen kurzen Vortrag vor einem öffentlichen Publikum halten, um das Forschungsprojekt vorzustellen. Um jedoch überhaupt vorläufige Ergebnisse präsentieren zu können, muss man zuerst die erhobenen Daten analysieren. Als Grundlage dienen verschiedene Analyse-Programme. In meinem Fall hatte meine Dozentin uns Universitätslizenzen von MAXQDA zukommen lassen, die für einen begrenzten Zeitraum gültig sind. Das Programm ist leider ein wenig unübersichtlich, nach etwas Einarbeitungszeit hatte ich aber alle Dokumente in das System eingefügt. Momentan bin ich mit der eigentlichen Vorarbeit der Analyse beschäftigt: man generiert sogenannte Codes und kodiert damit seine erhobenen Daten. In dem folgenden Analyseschritt kann das Programm dann aufzeigen, wo welche Codes auftauchen und man gelangt (hoffentlich) zu Erkenntnissen. Wenn ich dann soweit bin, geht es an die Konzeption des Vortrags. Wünscht mir Glück!

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Jun 29, 2018