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Master live

Siegfried der Drachentöter

Unweit von Bonn liegt das Siebengebirge. Über der Stadt Königswinter erhebt sich majestätisch der Drachenfels, wo Schloss Drachenburg thront. Hier soll Siegfried aus dem Nibelungenlied einen Drachen getötet und in seinem Blut gebadet haben, was ihn, bis auf die Stelle, wo ihn ein Blatt bedeckte, unverwundbar machte. Ich hatte mich schon immer für Geschichte und alte Gebäude interessiert und auch das Nibelungenlied war mir ein Begriff.
Da es sich bei der Region um ein beliebtes Ausflugsziel handelt, hörte ich auf meinem Weg zur Burg ein buntes Gewirr aus Sprachen und Dialekten. Der Oktober zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite, daher waren viele Menschen unterwegs.
Dem wunderbaren Wetter war es geschuldet, dass ich den Großteil meiner Zeit auf den Aussichtsplatformen der Schlossanlage und in den Parks verbrachte, wobei ich mir tatsächlich einen Sonnenbrand holte. Das Schloss hat allerdings auch von innen viel zu bieten. Durch die Fenster hat man einen phänomenalen Ausblick auf den Rhein und die umliegende Umgebung, zudem befindet sich in dem Gebäude eine multimediale Ausstellung zur Geschichte des Schlosses, welches eine bewegte Geschichte hat. Ein Großteil der Räume widmet sich jedoch der Präsentation der Wohnkultur des 19. Jahrhunderts; viele Einrichtungsgegenstände sind Originale.
Das Schloss entstand im Zuge der Rheinromantik in den 1880er Jahren. Je nach Bauabschnitt erinnert es an eine Burg, eine Kirche oder ein Schloss. Dies ist wahrscheinlich dem Zeitgeist und der Mitwirkung mehrerer Architekten geschuldet. Das Gebäude und sein Park zogen mich so sehr in ihren Bann, dass ich dort bis zur Schließung der Anlage mehrere Stunden verbracht hatte. Der Drachenfels mit seiner Burg ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Nov 19, 2018
Autor: Nele
Rubrik: studium
Nov 19, 2018

Master live

Bewerbungsstress

Neulich ist mir bewusst geworden, dass ich, wenn mein Studium planmäßig verläuft, in einem Jahr mit beiden Beinen in der Arbeitswelt stehen werde. Der Gedanke bereitet mir Freude, macht mir aber auch Angst. Als wäre dieser emotionale Druck noch nicht genug, gilt es, dieses Semester einiges zu organisieren.
Bestandteil meines Studiums ist ein sechswöchiges Vollzeitpraktikum in einer kulturellen Institution wie beispielsweise einem Museum, einem Verlag oder einer gemeinnützigen Organisation, das ich vor Antritt durch den Leiter des Studiengangs genehmigen lassen muss. Aus diesem Grund wollte ich frühzeitig mit der Suche beginnen. Ich würde mein Praktikum gerne in der vorlesungsfreien Zeit im Februar und März des kommenden Jahres absolvieren. Das bedeutet allerdings auch, dass ich davor noch eine Modulabschlussarbeit größtenteils fertig stellen muss, da ich neben dem Praktikum keine Zeit dafür haben werde.
Nachdem ich mich bei Museen, Marketingagenturen, Fernseheanstalten und kulturellen Austauschorganisationen beworben hatte, kamen innerhalb einer Woche bereits eine Vielzahl an Rückmeldungen, darunter überwiegend positive. Zwei Museen und einige interkulturelle Austauschorganisationen haben mich sogar schon zu Vorstellungsgesprächen eingeladen. Ich bin gespannt, was ich dort erfahre. Sobald ich eine Praktikumsstelle gefunden habe, muss ich allerdings auch Bewerbungen für eine geringfügige Beschäftigung schreiben, die ich danach beginnen möchte. Außerdem fangen dann schon die Bewerbungsphasen für diverse Stellen an, unter anderem beim Auswärtigen Amt. Ich möchte mich zudem auf Volontärs- und Traineestellen bewerben. Mir wird so schnell also nicht langweilig werden!

 

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Oct 29, 2018
Autor: Nele
Rubrik: studium
Oct 29, 2018

Master live

Die Freude am Lesen

Nach dem erfolgreichen Abschluss meiner Prüfungen fuhr ich für zwei Wochen nach Hause. Dort las ich seit langem mal wieder ein Buch, das nichts mit der Universität beziehungsweise meinem Studienfach zu tun hat.
Während des Semesters muss ich sehr viel Fachliteratur lesen. Wie bei vielen Studierenden hat das auch bei mir den Effekt, dass ich privat weniger lese. Selbst ausgewachsene Leseratten, die man unter anderen Umständen nie von einem Buch trennen könnte, möchten in ihrer Freizeit plötzlich keine Bücher mehr zur Hand nehmen. Bei aller Liebe zu Literatur – mein Studium deckt meinen Lesebedarf vollkommen ab. Auch wenn ich die Fachtexte durchaus erkenntnisreich und nicht langweilig finde.
Trotz allem war es eine Wohltat, als ich bei meinen Eltern das erste Mal seit einer gefühlten Ewigkeit einen historischen Roman zur Hand nahm und mich darin vertiefte. Das Eintauchen in die Geschichte gelang mir erstaunlich schnell und gut. Für mich keine Selbstverständlichkeit, da ich als Kulturanthropologin dazu neige, auch außerhalb des Studiums kulturelle Erscheinungsformen zu analysieren – wohl eine Berufskrankheit. Zum Glück gelingt es mir aber ganz gut, vom Studium abzuschalten. Nachdem ich das erste Buch ausgelesen hatte, packte ich mir sogleich mehrere für die Heimfahrt ein. Eines davon habe ich bereits bis zur Hälfte gelesen.

 

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  Oct 18, 2018
Autor: Nele
Rubrik: studium
Oct 18, 2018