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Siegfried der Drachentöter

Autor:
Nele

Rubrik:
studium

19.11.2018

Unweit von Bonn liegt das Siebengebirge. Über der Stadt Königswinter erhebt sich majestätisch der Drachenfels, wo Schloss Drachenburg thront. Hier soll Siegfried aus dem Nibelungenlied einen Drachen getötet und in seinem Blut gebadet haben, was ihn, bis auf die Stelle, wo ihn ein Blatt bedeckte, unverwundbar machte. Ich hatte mich schon immer für Geschichte und alte Gebäude interessiert und auch das Nibelungenlied war mir ein Begriff.
Da es sich bei der Region um ein beliebtes Ausflugsziel handelt, hörte ich auf meinem Weg zur Burg ein buntes Gewirr aus Sprachen und Dialekten. Der Oktober zeigte sich noch einmal von seiner schönsten Seite, daher waren viele Menschen unterwegs.
Dem wunderbaren Wetter war es geschuldet, dass ich den Großteil meiner Zeit auf den Aussichtsplatformen der Schlossanlage und in den Parks verbrachte, wobei ich mir tatsächlich einen Sonnenbrand holte. Das Schloss hat allerdings auch von innen viel zu bieten. Durch die Fenster hat man einen phänomenalen Ausblick auf den Rhein und die umliegende Umgebung, zudem befindet sich in dem Gebäude eine multimediale Ausstellung zur Geschichte des Schlosses, welches eine bewegte Geschichte hat. Ein Großteil der Räume widmet sich jedoch der Präsentation der Wohnkultur des 19. Jahrhunderts; viele Einrichtungsgegenstände sind Originale.
Das Schloss entstand im Zuge der Rheinromantik in den 1880er Jahren. Je nach Bauabschnitt erinnert es an eine Burg, eine Kirche oder ein Schloss. Dies ist wahrscheinlich dem Zeitgeist und der Mitwirkung mehrerer Architekten geschuldet. Das Gebäude und sein Park zogen mich so sehr in ihren Bann, dass ich dort bis zur Schließung der Anlage mehrere Stunden verbracht hatte. Der Drachenfels mit seiner Burg ist auf jeden Fall einen Besuch wert.

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