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Master live

Steuerpimpel

Weihnachten 2016 bekam ich von meinem Vater eine Schallplatte geschenkt – „Vespertine“ von Björk, meiner absoluten Heldin. Der Haken an der Sache: Ich hatte keinen Plattenspieler. Ich kaufte mir also einen gebrauchten zu einem relativ günstigen Preis. Nach wenigen Tagen traten leider schon die ersten Probleme auf. Man konnte noch Platten hören, aber der Tonarm (an dem die Nadel befestigt ist) wurde am Ende nicht ganz zurückgeholt, sodass die Nadel auf das Gehäuse knallte. Am Ende jeder Platte musste ich also schnell hinrennen und den Tonarm auffangen – nicht gerade entspannend. Also fing ich an, den Plattenspieler auseinanderzunehmen. 2017 hatte ich noch keine Lösung, also meldete ich mich in einem speziellen Internetforum an, in dem einige Menschen schlaue Tipps hatten. Jedoch trat das Problem weiterhin auf. Ich wechselte den Antriebsriemen, reinigte die Einzelteile und schmierte neues Fett an Verbindungsstellen. 2018 hatte ich dann eine neue Idee: Ich suchte nach Menschen, die sich mit Plattenspielern auskennen und tatsächlich kam ein Leipziger DJ bei mir vorbei. Leider konnte auch er mir nicht helfen. Wieder ein Jahr später ging ich mit dem Gerät in ein Reparatur-Café bei mir um die Ecke. Über mehrere Wochen ging ich regelmäßig dort hin und ein alter Mechaniker half mir, die Abläufe und Mechanismen zu verstehen. Aber auch er hatte keine Lösung für mein Problem. Letztendlich baute ich mir eine Konstruktion, mit der ich mir den laufenden Spieler von unten ansehen konnte. Ich sah stundenlag zu, welche Hebel und Schienen sich wie bewegen. Irgendwann hatte ich eine Erleuchtung und ich sah, dass ein sogenannter „Steuerpimpel“ auf einer Schraube fehlte. Nachdem ich einen neuen drauf gesetzt hatte, funktionerte es tatsächlich wieder! Seitdem höre ich meine einzige Platte rauf und runter und bin ziemlich stolz auf meinen Plattenspieler.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  May 29, 2019
Autor: Franca
Rubrik: studium
May 29, 2019

Master live

Und was kommt dann?

Eine beliebte Frage, die ich als Studentin der Kulturanthropologie und Volkskunde schon zur Genüge gehört habe, ist: „Und was macht man dann später damit?“. Da mein Studium sich dem Ende neigt, muss ich mich konkret mit dieser Frage beschäftigen und bewerbe mich momentan auf offene Stellen. Bisher erhielt ich leider nur Absagen, aber ich lasse mich nicht entmutigen und bewerbe mich weiter um Volontariate bei Medienhäusern, Zeitungen, Radiosendungen und Museen. Außerdem reizt mich die Herausforderung des Diplomatendiensts im Auswärtigen Amt, allerdings sehe mich auch nach bezahlten Praktika, Freiwilligendiensten und Stellen zur Überbrückung während der Bewerbungszeit zwischen Master und Job um. Es ist bestimmt besser, sich breit aufzustellen. Es bleibt in jedem Fall spannend!
Während meines sechswöchigen Praktikums im Stadtmuseum Düren konnte ich Einblick in den Alltag eines Berufs gewinnen, den man als Kulturanthropologin ergreifen kann. Am meisten hat mich die Vielseitigkeit des Alltags positiv überrascht! Neben der Arbeit mit (historischen) Objekten, die mithilfe der Datenbank inventarisiert wurden, galt es, Zeitungsartikel zu recherchieren, Beiträge und Fotos für die sozialen Medien vorzubereiten, Museumsangebote für Kinder und Jugendliche zu konzipieren und sich aktiv an der Durchführung dieser Programme zu beteiligen. Dabei entdeckte ich ungeahnte Talente in mir: Ich wusste bereits, dass mir kreative Tätigkeiten liegen, aber dass ich in der Lage bin, Kindergartenkindern ein Teil der Stadtgeschichte näherzubringen und sie für die Museumsarbeit zu begeistern, war mir neu. Ob ich später wirklich einmal in einem Museum arbeiten werde, weiß ich noch nicht. Aber ich bin mir inzwischen sehr sicher, dass ich einen abwechslungsreichen Alltag mit vielseitigen Tätigkeiten und dem Kontakt zu möglichst unterschiedlichen Menschen brauche.

Autor: Nele  |  Rubrik: studium  |  May 23, 2019
Autor: Nele
Rubrik: studium
May 23, 2019

Master live

Wo ist meine Motivation?

Es ist doch wirklich wie verhext! Ohne Druck kann ich einfach nicht arbeiten. Es fällt mir so schwer, mich zu motivieren und zu konzentrieren, wenn ich weiß, dass ich noch viel Zeit für meine Masterarbeit habe. Bis Mitte November hätte ich theoretisch Zeit für diese Arbeit, aber eigentlich hatte ich mir mal vorgenommen, früher abzugeben, um schon im September mit der Ausbildung anfangen zu können. Ich will mich nicht beschweren, es ist ja auch schön, noch Zeit zu haben. Eigentlich ist es optimal: Ich könnte ganz entspannt jede Woche ein bisschen an der Masterarbeit arbeiten, leider kann ich mich aber einfach nicht aufraffen. Das kennen wahrscheinlich alle, man muss erst in Panik geraten, um die nötige Motivation aufzubringen. Ich ärgere mich trotzdem jeden Tag darüber. Und das ist genau der Punkt – wenn ich schon nicht an der Masterarbeit schreibe, dann sollte ich doch wenigstens die freie Zeit genießen und mich daran freuen, dass es eben gerade noch nicht stressig ist. Stattdessen nagt das schlechte Gewissen an mir und ich setze mich unter Druck. Ein Teufelskreis ...
Eine Strategie möchte ich nun ausprobieren: Anstatt mir bestimmte Ziele zu stecken, die ich dann nicht erreiche und mich darüber ärgere, möchte ich anfangen, mir lieber aufzuschreiben, was ich bereits gemacht und geschafft habe. So werden keine großen Erwartungen aufgebaut, die dann nur enttäuscht werden. Mal sehen, ob ich mit dieser Strategie besser zurechtkomme.

Autor: Franca  |  Rubrik: studium  |  May 15, 2019
Autor: Franca
Rubrik: studium
May 15, 2019