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Master Live

Meet me in Mississippi

Die großen Neuigkeiten sind da! Es geht für mich ab Ende August 2020 an dieUniversity of Mississippi – liebevoll auch die Ole Miss genannt. Vor einigen Tagen kam endlich die erlösende Mail. Einen Platz an der Duke University, die ursprünglich meine erste Wahl war, habe ich nicht bekommen. Dennoch war  ich darüber keinen einzigen Moment traurig oder enttäuscht. Ich war einfach so erleichtert und beseelt, dass es überhaupt geklappt hat und die Ole Miss ist alles andere als eine schlechte Wahl. Die Universität befindet sich tief im Süden der USA. Bisher war ich nur einmal in New York City. Die Ostküste ist eine ganz andere Welt als der Süden. Laut Reiseberichten sollen die Menschen dort herzlich sein, eher konservativ leben und sie gehen wählen. Außerdem werden dort Barbecue und American Football religiös gelebt. An der Uni selber gibt es keinen spezifischen Lehrstuhl für Medienwissenschaften. Stattdessen werde ich vor Ort größtenteils Journalismus studieren. Neben klassischen Professoren und Dozenten lehren dort auch bekannte Journalisten und Moderatoren mit großem Praxisbezug. Ehrlich gesagt kann ich es kaum erwarten. Es wird wieder alles ganz anders, neu und spannend! Die nächsten Monate werde ich immer wieder organisatorisch und bürokratisch mit Visum und Stipendien und Co. beschäftigt sein, aber all das kann meine Laune nicht trüben. Ein besseres Weihnachtsgeschenk kann es für mich persönlich gar nicht geben. Ich bin der Meinung, dass es nie wieder so einfach wird ins Ausland zu gehen wie jetzt während des Studiums. Die Universitäten haben erfahrene Strukturen, die bestimmte organisatorische Prozesse fast komplett übernehmen und auch finanziell gibt es Netze, die einen auffangen. Auch ist es ein großer Vorteil, dass viele weitere Studenten dort vor Ort sind und sich auf eine natürliche Art und Weise Freundschaften bilden. Die University of Mississippi ist auch landesweit eine der Unis, die bekannt für ihre Football-Mannschaft sind. Jedes Spiel der Mannschaft „Ole Miss Rebels“ wird verfolgt und bei Erfolg auch ordentlich gefeiert. Ich kann jetzt schon sagen, dass das Jahr 2020 ein gutes wird. Und bald kann ich sagen: Meet me in Mississippi!

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jan 10, 2020
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jan 10, 2020

Master live

Ich, Masterstudentin

Seit mittlerweile zwei Monaten bin ich Masterstudentin der Angewandten Literaturwissenschaft mit dem Schwerpunkt auf Gegenwartsliteratur. Ich hatte sehr hohe Erwartungen an das Studium – hatte mir die Kursbeschreibungen und Prüfungsordnungen im Vorfeld etliche Male durchgelesen. Tatsächlich werden meine Erwartungen nicht nur erfüllt, sondern völlig übertroffen: Noch nie saß ich mit so viel Interesse und Motivation in Veranstaltungen, noch nie habe ich mich im Anschluss an ein Seminar gerne in meiner freien Zeit mit dem Erlernten auseinandergesetzt. Dieses Semester besuche ich Praxisseminare zum Kulturjournalismus, Presse- und Öffentlichkeitsarbeit und zum Lektorat für fremdsprachige Literatur, in denen jeweils Dozenten aus der Buchbranche lehren und uns ihr Wissen anhand von konkreten Beispielen und eigenen Projekten näherbringen. Hinzu kommt ein literaturwissenschaftliches Seminar über Literatur und Provokation, Seminare zum Literaturbetrieb allgemein und eine Einführung in BWL. In einer weiteren Vorlesung kommt jede Woche eine andere Person aus der Buchbranche zu Besuch und erzählt von ihrem Alltag, was jedes Mal unglaublich spannend ist. Auch von der Gruppengemeinschaft innerhalb des Studiengangs bin ich sehr angetan – wir sind in etwa 50 Studierende und während sich schnell kleinere Grüppchen gebildet haben, gibt es einen gewissen Zusammenhalt der deutlich spürbar ist, wenn wir zum Beispiel gemeinsam an den BWL-Sitzungen verzweifeln. Für mich ist es außerdem eine völlig neue Erfahrung, enge Freundschaften mit Menschen zu knüpfen, die sich auch im professionellen Sinne mit Literatur auseinandersetzen und dieselbe Art von Büchern lesen, wie ich – bisher hatte ich überwiegend Freunde, die in ganz anderen Branchen tätig sind, was zwar auch bereichernd ist, mich mit meiner Buchbegeisterung jedoch immer ein bisschen allein fühlen lassen hat. Hier bin ich genau zur richtigen Zeit am richtigen Ort und freue mich auf die nächsten Wochen und Monate.

Master live

Interdisziplinarität

Etwas, das ich besonders an meinem Studium schätze, ist die Interdisziplinarität, da die Soziologie sehr viele Schnittstellen mit anderen Fachrichtungen aufweist. In meinem Bachelorstudium konnte ich beispielsweise problemlos auch Veranstaltungen aus den Wirtschaftswissenschaften belegen. Auf den ersten Blick scheinen diese beiden Wissenschaften vielleicht nicht unbedingt viele Gemeinsamkeiten zu haben, aber ich habe festgestellt, dass ein soziologisches Grundwissen sehr hilft, auch Ansätze und Betrachtungsweisen anderer Fächer zu verstehen. In meinem Masterstudium möchte ich auch so gut es geht interdisziplinär studieren und Veranstaltungen besuchen, die für Studierende verschiedener Fachrichtungen geöffnet sind. In diesem Semester habe ich mich daher für zwei Seminare entschieden, die nicht rein-soziologisch ausgelegt sind. In einem der Seminare dreht es sich um Fitness als gesellschaftliches Phänomen. Wir beschäftigen uns beispielsweise damit, welche Rolle das Geschlecht bei verschiedenen Fitnesspraktiken spielt, welches gesellschaftliches Ideal von Sportler und Sportlerinnen gezeichnet wird oder welche Risiken mit Fitnessarmbändern verbunden sind, die einen permanent daran erinnern, sich zu bewegen und mehr Sport zu machen. Der Großteil der Studierenden, die dieses Seminar besuchen, kommt aus den Sportwissenschaften.
In dem anderen Seminar geht es um Methoden und Praktiken eines Beratungsgesprächs. Hier dreht es sich um unterschiedliche Konflikte und wie diese mithilfe von Beratung gelöst werden können. Bisher haben wir beispielsweise Paarkonflikte und Konflikte zwischen Eltern und Kind analysiert, aber auch unterschiedliche Krisen von einzelnen Menschen untersucht. Dieses Seminar wird neben Soziologiestudierenden auch von Studierenden aus der Psychologie und den Erziehungswissenschaften besucht.
In diesen interdisziplinären Veranstaltungen wird mir immer bewusst, dass ich durch mein Studium dazu neige, alles durch die sogenannte „soziologische Brille“ zu betrachten. Deswegen finde ich es sehr spannend, diese Brille auch immer wieder abzunehmen und neue Perspektiven anderer Fachrichtungen kennenzulernen. Dabei stelle ich nämlich nicht nur Parallelen zwischen der Soziologie und anderen Studiengängen fest, sondern erkenne oft auch wichtige Unterschiede.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Dec 31, 2019
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Dec 31, 2019