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Master live

Disko, Disko

Der Besuch einer befreundeten DJane führte mich unlängst in die Wiener Plattenläden. Anstatt den Prater zu erkunden, die Spitze des Stephansdoms zu besteigen oder Schnitzel zu essen, zog es sie nur in die Welt des Vinyls. Dadurch habe auch ich meine Leidenschaft für die Schallplatte neu entdeckt. Denn anders als bei Streamingdiensten gibt es mit Schallplatten Musik zum Anfassen. Das Auflegen der Platten macht Spaß und die Covergestaltung kommt hier erst zur Geltung. Zudem schaffen das investierte Geld und der betriebene Aufwand eine ganz andere Beziehung zur Musik, als wenn man nur auf einen Download-Button klickt. Statt einer personalisierten „Playlist der Woche“ durchstöbert man im Plattenladen die LPs und kann so neue Musik entdecken, auf die man sonst wohl nie gekommen wäre. Und natürlich ist der Sound um Welten besser.
Die Wiener Plattenläden, die wir erkundeten, hätten wohl kaum unterschiedlicher sein können – von Läden mit ein paar unsortierten Kisten bis hin zu hippe „Record Stores“. Vor allem im 7. Bezirk wird dem Vinyl-Liebhaber so einiges geboten. In einem Laden läuft Jazz, im nächsten Hip-Hop und im dritten wechselt der Verkäufer hinter dem Tresen alle Genres wild durcheinander und unterhält sich mit der Stammkundschaft. Die Kunden sind so vielfältig wie die Cover der Platten.
Und auch ich werde schließlich fündig. Meine bereits bestehende Sammlung konnte ich um einige österreichische, deutsche und tschechische Neuerwerbungen erweitern – wobei ein bisschen Tschechien ja in fast jeder Schallplatte steckt: Der Großteil der heute hergestellten Schallplatten stammt nämlich aus einem Werk in Lodenice bei Prag.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2020

Master live

Durchatmen, durchstarten

Nach ein paar ziemlich stressigen Dezemberwochen kamen mir die drei unifreien Wochen rund um Weihnachten und Neujahr sehr gut gelegen. Die Weihnachtsfeiertage habe ich wie jedes Jahr bei meiner Familie in der Heimat verbracht. Diese Zeit konnte ich nutzen, um einfach mal durchzuatmen, meine Unisachen ein paar Tage liegen zu lassen und mich stattdessen mit anderen Dingen zu beschäftigen. Ich habe viel Zeit mit meiner Familie verbracht und alte Freunde und Bekannte wieder getroffen. Nach dem ganzen Weihnachts- und Feiertagstrubel bin ich dann zusammen mit sechs Freunden nach Dänemark gefahren. Dort haben wir uns ein kleines Ferienhaus an der Küste gemietet, in dem wir knapp eine Woche wohnten. Wir haben jeden Tag zusammen gekocht, Karten- und Brettspiele gespielt, Spaziergänge bei Wind und Wetter am Strand gemacht und schließlich Silvester gefeiert. Es war schön, eine Woche lang täglich ausschlafen zu können, keine Termine oder Verabredungen zu haben und rund um die Uhr gute Freunde um sich zu haben!
Mittlerweile bin ich wieder zurück in Frankfurt. Die Ferien sind vorbei und der Unialltag geht weiter. Das Semester neigt sich zwar allmählich dem Ende zu, aber die letzten Wochen haben es noch einmal in sich. Auf meiner To-do-Liste stehen so einige Punkte, die so bald wie möglich angepackt und abgehakt werden müssen: Seminartexte lesen und Essays schreiben, ein Thema für die Hausarbeit finden, eine Fragestellung für meinen Forschungsbericht entwickeln und noch einmal sämtliche Stellenportale durchsuchen, um endlich einen neuen Nebenjob zu finden.
Dank der Feiertage und der kleinen Auszeit in Dänemark habe ich viel Energie sammeln können, sodass ich mich für den Semester-Endspurt und die bevorstehende Prüfungsphase gewappnet fühle. Eine kleine Verschnaufpause kann wirklich Wunder bewirken!

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2020
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jan 17, 2020

Master live

Eine Liebeserklärung an die 10er Jahre

Ein neues Jahrzehnt hat begonnen. Silvester ist ja so schon immer ein Highlight, aber dieses Mal schwingen noch mehr Erwartungen mit. Das letzte Jahrzehnt war rückblickend betrachtet sehr prägend für mich. Ich bin nicht nur älter, sondern auch irgendwie erwachsen geworden. Die Schulzeit, das Abitur, der Auszug von zu Hause und das Studium. Dazwischen Reisen nach Brüssel, New York, Istanbul, Paris, Barcelona, Montreal, Seoul, Hanoi, Tirana. Praktika bei einer Galerie, bei einer Fernsehproduktion, beim ZDF und beim HR. Im letzten Jahrzehnt war ich immer wieder auf der Suche und immer wieder habe ich etwas Neues gefunden. Auch Lebens- und Liebeskrisen gab es zu genüge. Und doch schaue ich mit einem liebevollen Blick auf die vergangenen zehn Jahre und bin dankbar für alles was passiert ist, Wer wäre ich denn ohne all diese Erfahrungen heute? Es gab immer wieder Momente der puren Verzweiflung. Momente ich denen ich mir nicht vorstellen konnte, dass ich je wieder glücklich sein werde oder in denen ich nicht wusste, wie es weitergeht. Doch ich habe gelernt, dass alles irgendwann vorbei geht. Die 2020er Jahre werden mein Leben auf eine andere Art und Phase prägen als die aufregenden und gleichzeitigen unsicheren 2010er. Ich werde meinen Master abschließen, ins Berufsleben starten, womöglich noch mehrmals umziehen, um dann auf lange Sicht sesshaft zu werden. Auch privat wird sich bestimmt einiges tun. Die 2010er werden mir immer als unvergessliche Zeit in Erinnerung bleiben. Wahrhaftig eine Zeit, die mir stets ein Lächeln ins Gesicht zaubern wird.

Autor: Bo  |  Rubrik: studium  |  Jan 17, 2020
Autor: Bo
Rubrik: studium
Jan 17, 2020