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Master live

Zurück an die Arbeit

Die Weihnachtsferien sind vorbei und der Alltag wartet darauf, wieder aufgenommen und mit frischer Energie fortgeführt zu werden. Irgendwie verrückt, dass über Weihnachten die Welt derart still zu stehen scheint. Obwohl ich Feiertage an sich nie sonderlich mag, habe ich es diesmal einfach genossen, ein paar ruhige Tage auf dem Sofa zu verbringen und abzuschalten. Nun bin ich seit einigen Tagen wieder in Berlin und bereite mich auf die nächsten Uni-Wochen vor. Gar nicht so leicht, sich aus der Entspannung heraus zu motivieren, aber ich versuche, mir bewusst zu machen, dass ich mir dieses Leben schließlich genau so ausgesucht habe. Außerdem spüre ich jetzt schon, dass diese Pause gut getan hat, und ich nun die Wochen bis zu den nächsten Semesterferien erfolgreich durchziehen kann. Zwei Referate, eine Prüfung, zwei Hausarbeiten und einige Hausaufgaben erwarten mich bis zum Abschluss des 1. Master-Semesters. Zusätzlich erscheinen in dem Verlag, in dem ich arbeite, bald die Bücher aus dem neuen Frühjahrsprogramm und die Leipziger Buchmesse steht vor der Tür – auch dort wird also einiges zu tun sein. Es wird alles andere als langweilig und natürlich ist es auch eine Herausforderung, alles miteinander zu vereinen und unter einen Hut zu bekommen – aber gerade daran wächst man ja.

Autor: Moni   |  Rubrik: studium  |  Jan 30, 2020

Master live

Vom Gleichsein und Anderssein

Vor Kurzem habe ich an einem Workshop zum Thema Diversität teilgenommen. In der Bildungsarbeit mit Freiwilligen, in der ich neben dem Studium tätig bin, steht die gesellschaftliche Vielfalt nämlich oft im Vordergrund.
Zu Beginn des Workshops teilten wir uns in Gruppen auf. Wir bekamen die Aufgabe, uns sowohl Eigenschaften zu überlegen, die jeweils nur auf ein Gruppenmitglied zutreffen als auch Gemeinsamkeiten, die alle teilen, aufzuschreiben. Obwohl die Gruppe wild zusammengewürfelt wurde, war es wesentlich einfacher, Gemeinsamkeiten festzustellen, als individuelle Eigenschaften herauszufinden. So wurde deutlich, dass Menschen oft viel mehr gemeinsam haben, als sich auf den ersten Blick vielleicht vermuten lässt.
Außerdem sprachen wir lange über die persönliche Identität und die damit verbundenen Privilegien. Der eigene Name spielt dabei eine wichtige Rolle – in der Regel sucht man ihn sich nicht selbst aus und trägt ihn ein Leben lang mit sich, zudem ist es oft das erste, das andere Menschen von einem erfahren. Im Gespräch mit der Gruppe habe ich festgestellt, wie viel Glück ich habe, dass ich einen Namen trage, der von den meisten Menschen auf Anhieb richtig verstanden, ausgesprochen und geschrieben wird. Andere, die einen ungewöhnlicheren Namen haben, erzählten von alltäglichen Problemen und willkürlich zugeschrieben Eigenschaften, die sie aufgrund ihres Namens erfahren.
Man sagt, Privilegien sind unsichtbar für diejenigen, die sie innehaben. Das wurde für mich deutlich, als es darum ging, wie unsere Gesellschaft oft abgebildet wird. Schon in Bilderbüchern für Kinder sind fast immer lachende Menschen mit weißer Hautfarbe abgebildet, die sich scheinbar eindeutig einem Geschlecht zuordnen lassen. In den seltensten Fällen zeigen die Illustrationen jedoch Menschen im Rollstuhl, mit Kopftuch oder einer anderen Hautfarbe.
Ich finde, niemand sollte aufgrund bestimmter Merkmale, sei es die Religion, das Geschlecht oder die Herkunft, Nachteile erfahren. Denn wie man es dreht oder wendet, wir sind alle Menschen.

Autor: Franziska  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2020
Autor: Franziska
Rubrik: studium
Jan 23, 2020

Master live

Disko, Disko

Der Besuch einer befreundeten DJane führte mich unlängst in die Wiener Plattenläden. Anstatt den Prater zu erkunden, die Spitze des Stephansdoms zu besteigen oder Schnitzel zu essen, zog es sie nur in die Welt des Vinyls. Dadurch habe auch ich meine Leidenschaft für die Schallplatte neu entdeckt. Denn anders als bei Streamingdiensten gibt es mit Schallplatten Musik zum Anfassen. Das Auflegen der Platten macht Spaß und die Covergestaltung kommt hier erst zur Geltung. Zudem schaffen das investierte Geld und der betriebene Aufwand eine ganz andere Beziehung zur Musik, als wenn man nur auf einen Download-Button klickt. Statt einer personalisierten „Playlist der Woche“ durchstöbert man im Plattenladen die LPs und kann so neue Musik entdecken, auf die man sonst wohl nie gekommen wäre. Und natürlich ist der Sound um Welten besser.
Die Wiener Plattenläden, die wir erkundeten, hätten wohl kaum unterschiedlicher sein können – von Läden mit ein paar unsortierten Kisten bis hin zu hippe „Record Stores“. Vor allem im 7. Bezirk wird dem Vinyl-Liebhaber so einiges geboten. In einem Laden läuft Jazz, im nächsten Hip-Hop und im dritten wechselt der Verkäufer hinter dem Tresen alle Genres wild durcheinander und unterhält sich mit der Stammkundschaft. Die Kunden sind so vielfältig wie die Cover der Platten.
Und auch ich werde schließlich fündig. Meine bereits bestehende Sammlung konnte ich um einige österreichische, deutsche und tschechische Neuerwerbungen erweitern – wobei ein bisschen Tschechien ja in fast jeder Schallplatte steckt: Der Großteil der heute hergestellten Schallplatten stammt nämlich aus einem Werk in Lodenice bei Prag.

Autor: Ferdinand  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2020