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Die Macht der Routine

Autor:
Britta

Rubrik:
studium

19.11.2020

In den ersten Wochen meines Studiums hatte ich grundsätzlich nie weniger als 20 Tabs gleichzeitig offen, einige davon doppelt. In meinem Kopf sah es noch chaotischer aus: Ist das nächste Meeting eine Live-Übung, ein Tutorium oder eine Sprechstunde und findet es überhaupt jede Woche statt? Welche Vorlesungen sehe ich mir danach an? Wie viele Übungsaufgaben muss ich bis wann vorbereiten und welcher Tag ist heute eigentlich?

Die Tatsache, dass ich momentan sechs Module belege, für die jeweils etwa ein Arbeitstag Aufwand angesetzt ist und von denen zwei im zeitlichen Umfang – nicht jedoch im inhaltlichen – auf ein halbes Semester komprimiert werden, ist nicht hilfreich, wenn es darum geht, den Überblick zu wahren. Doch genau das muss ich tun, um dieses Semester erfolgreich zu meistern. Nichts motiviert mich mehr als das befriedigende Gefühl To-Do-Listen abzuhaken. So kann ich mir selbst vor Augen halten, was ich bereits geschafft habe und wann das Ende des Wochenpensums in Sicht ist. Nachdem mittlerweile klar ist, welche Arbeitsblätter, Teilleistungen und ähnliches in den verschiedenen Modulen wöchentlich anfallen, habe ich diese jetzt auch fest in meinem Stundenplan verankert. An jedem Wochentag habe ich eingetragen, welche Dinge ich zusätzlich zu den digitalen Veranstaltungen erledigen muss. Beispielsweise haben die Programmieraufgaben in Kulturinformatik einen fest eingeplantes Zeitfenster am Montag, so dass ich am Dienstag vorbereitet in die Live-Übung gehen kann. Zusätzlich hilft mir eine Excel-Tabelle dabei, festzuhalten was ich erledigt habe. Für jede Woche habe ich mir pro Fach eine Zeile mit mehreren Spalten angelegt. Hier kann ich also jede Woche aufs neues farblich markieren, was ich abgearbeitet habe. Diese Struktur bringt Ordnung in meinen Uni-Tag, der sich vor allem durch diese Routine nach Alltag anfühlt. Das Resultat: Ich schließe Tabs, bringe Klarheit in meine Gedanken und kann mich auf gezielt auf ein Thema nach dem anderen fokussieren.

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