interaktiv

Medizin studieren

Nach der Klausur ist vor der Klausur

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

04.07.2013

Das Hochgefühl, das einen befällt, wenn man den Prüfungssaal verlässt, dürften die meisten hier kennen. Genauso ging es meinen Kommilitonen und mir vergangenen Freitag auch: Die zweite von drei Praktikumsklausuren in Chemie war Geschichte und einiges an Frust durfte sich endlich seine Bahn brechen. Denn es gibt in der Tat nichts schlimmeres, als in der heißesten Woche des bisherigen Sommers auf eine Klausur lernen zu müssen, die man unbedingt bestehen muss, möchte man nicht um ein Semester verlängern.

Also kommen wir beschwingt aus der Prüfung, freuen uns wie kleine Kinder über die gewonnene Freiheit und stellen fest: Mit dem schönen Wetter ist es jetzt wohl erstmal vorbei. Eine Woche lang haben wir in der Bib geschwitzt, geflucht und gezweifelt, um dann nach verrichteter Arbeit im strömenden Regen nach Hause fahren zu müssen. Aber gut, man kann nicht alles haben. So bleibt wenigstens genug Zeit, sich auf die restlichen fünf Klausuren, die in vier Wochen anstehen, vorzubereiten.

Und solange das Wetter mittwochs schlecht ist, kann ich mich damit sogar arrangieren. Denn Mittwoch ist mein Chemie-Praktikums-Tag: Lustige, vermutlich sogar sinnvolle Sicherheitsrichtlinien schreiben es einem nämlich vor bei egal welchem Wetter in langer Hose sowie dickem, schwerem Baumwoll-Laborkittel Reagenzien zusammenzukippen. Bei 35 Grad und einer Luftfeuchtigkeit von gefühlt 110 Prozent gibt es Schöneres, glaubt mir!

Sollte also irgendwer von euch mit dem Gedanken spielen, Medizin zu studieren: Legt den Studienbeginn unbedingt so, dass ihr keine Chemiepraktika im Sommersemester habt!

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