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Medizin studieren

Ein guter Teil ist geschafft

Vergangenen Freitag war es schließlich soweit: Die lang ersehnte zweite Praktikumsklausur der Chemie stand an. Meine Gefühle waren selbstverständlich gemischt: Einerseits war die Anspannung hoch, da die Klausur nicht ganz unwichtig war, andererseits herrschte schon eine gewisse Vorfreude. Immerhin würde dann schon eine von den vier großen Abschlussprüfungen, zudem die wichtigste, hinter uns liegen!

Nach verrichteter Arbeit hieß es erst mal gemütlich Grillen, wobei an Feiern nicht gedacht wurde. Noch vor zwei Monaten, nachdem wir die erste Chemie-Klausur absolviert hatten, war die Party danach regelrecht ausgeartet. Dieses Mal wollten viele noch zwischen 22 Uhr und Mitternacht in die Bib gehen, um Anatomie zu lernen.

Selbstverständlich ist daraus auch nichts geworden, denn jene Kommilitonen sahen dann doch recht zügig ein, dass bei dem nahezu perfekten Wetter, dem wunderbaren Sonnenuntergang und den traumhaften Temperaturen nichts frevelhafter gewesen wäre, als zu lernen. Und so wurde der Abend doch noch sehr schön!

Am Samstag ging es dafür umso strenger weiter. Ich habe eine Acht-Stunden-Schicht eingelegt und gehörte damit nicht zu der Gruppe, die an diesem Tag am längsten in der Bib paukte. Noch stehen nämlich die Prüfungen in Biologie, Anatomie und Physik an. Die Bibliotheksleitung weiß wohl, warum die Mediziner-Bib 360 Tage im Jahr bis 24 Uhr geöffnet hat.

Ein bisschen ärgert micht die Situation aber schon: Da ist der Sommer schon mal so perfekt und was machen wir? Wir sitzen und schwitzen in der Bib, unterhalten uns über Vereinigungen von Venen im Thorax, das limbische System und den Musculus sphincter ani externus (der Schließmuskel des Afters). Aber hey, bald liegt auch das hinter uns und dann können wir feiern und die Ferien genießen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Aug 6, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Aug 6, 2013

Medizin studieren

Prüfungsstress

Wer hätte das gedacht: Das erste Mal in meinem Leben bin ich so richtig im Prüfungsstress und weiß nicht, wie ich das Pensum erfüllen soll. Innerhalb der nächsten neun Tage schreiben wir vier Klausuren: Zunächst Chemie – die wohl wichtigste Klausur –, gefolgt von Physik (von vielen bereits geschoben) und Prüfungen über Biologie und Anatomie. Welche die schwierigsten sind.

Glücklicherweise stehe ich in Anatomie relativ gut da, da ich den Stoff immer einigermaßen zeitnah aufbereitet habe. Vielen Kommilitonen ergeht es in dieser Hinsicht schlechter, die müssen das alles jetzt auch noch frisch in ihre Schädel pressen. Aber die tausend Enzyme, Proteine und Mechanismen in Biologie sind einfach komplex.

Es geht – und das ist für die allermeisten so – nicht mehr um gute Noten. Nein, „Vier gewinnt“ heißt die Devise. Denn die 60-Prozent-Hürde ist in so manchen Fächern tatsächlich sehr hoch angesetzt. Was einem wieder Mut verschafft, ist die Tatsache, dass die Durchfallquoten vor allem in Biologie doch einigermaßen Zuversicht spenden, mit gerade einmal neun Prozent. Im Vergleich zu 60 bis 70 Prozent in manchen Prüfungen des Physikstudiums ist das schon sehr komfortabel.

Kommilitonen sieht man eigentlich nur noch in der Bib über Büchern brütend, in der Mensa (denn für Kochen fehlt die Zeit) oder eben gar nicht. Aber gut, die Klausurenphase scheint echt intensiv zu sein, dafür ist sie aber auch sehr schnell wieder vorbei und dann winken zweieinhalb Monate Pause!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Aug 5, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Aug 5, 2013

Medizin studieren

Kurze Pause vor dem Start

Noch einmal tiiieeef Luftholen und dann: Ab in den Lernstress! Das denke ich mir seit ungefähr einer Woche. Zuerst hatte ich beschlossen, für Terminologie mindestens zwei Tage zu lernen, genauso für die Physik-Klausur. Mittlerweile bin von diesem Ziel leicht abgewichen, denn: Klausuren kann man wiederholen, gutes Wetter und Grillen leider eher nicht so einfach!

Und so schrumpfen die geplanten Lernzeiten, die Lern-Beginn-Termine rutschen nach hinten und man stellt fest: Ups, fünf Prüfungen in zwei Wochen sind vielleicht doch nicht auf die leichte Schulter zu nehmen! Zumindest Anatomie und Biologie nicht! Chemie, gut, sollte man schon auch schaffen, sonst wird das schwer, den Stundenplan im zweiten Semester zu füllen: Den Chemie-Schein braucht man nämlich für Biochemie. Aber naja, das wird sich schon auch regeln!

Und so bleibt einfach ein dauerhaft schlechtes Gewissen, während man den Abend entspannt grillend, die Nacht feiernd und den Morgen schlafend verbringt. Ok, ganz so schlimm ist‘s auch nicht, da habe ich ein bisschen übertrieben. Grundsätzlich ist die Tendenz zum Prokrastinieren schon vorhanden. Scheint aber schon eine Krankheit im Semester zu sein. Lustigerweise hauptsächlich bei Jungs zu sehen: Während die Mädchen bewundernswerterweise Lernpläne aufstellen, Altklausuren kreuzen und gefühlt bereits alles wissen, gehen die Jungs kicken (auf dem Platz und vor der Mattscheibe), schwimmen und feiern.

Und ich? Kann mir einfach ausnahmsweise kein schlechtes Gewissen für den heutigen Tag einreden: Es geht einfach nichts über ein achtstündiges Beachvolleyball-Turnier bei 30 Grad und wolkenlosem Himmel. Jede Minute, in der mein Hirn und das meines Kommillitonen und Beach-Partners über Bio und Anatomie nachgedacht hätte, wäre die reinste Beleidigung für das Wetter gewesen. Aber morgen! Ja, morgen wird der Stoff dann ganz sicher total rigoros angegriffen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jul 24, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jul 24, 2013