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Medizin studieren

Zurück in die Bib

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

03.09.2013

Ursprünglich wollte ich eigentlich nur einen Tagesauflug nach Köln machen. Er verlängerte sich allerdings spontan zu einem Wochenendtrip, nachdem mich in Münster ja eh nichts erwartete, außer einer leergefegten Stadt, einer leeren WG und einem leeren Kühlschrank. Besonders spannend war es allerdings nicht, da wir von den geplanten zwei Stunden Wakeboarden leider eine ganze Stunde am Rand stehen mussten, um bei der Reparatur der Anlage zuzusehen. Glücklicherweise wurden uns aber immerhin die Ticketpreise zurückerstattet.

Am nächsten Tag fuhr ich dann zurück nach Münster, um in meinem Nebenjob im Krankenhaus tätig zu werden. Mittlerweile werden mir immer mehr Kompetenzen zugesprochen, sodass ich schon wesentlich mehr machen darf als zu Beginn meiner Tätigkeit.

Leider ist es mir jetzt tatsächlich auch schon passiert, mich während einer OP mal unsteril zu machen. Das passiert zwar einigermaßen regelmäßig, selbst den Chirurgen, aber lästig ist es doch, da Kittel und Handschuhe gewechselt werden müssen, was einerseits Zeit, andererseits natürlich Material kostet. Aber gut, durch Fehler lernt man eben!

Außerdem finde ich es schon sehr faszinierend, auf was für einem peniblen Level die Hygiene in deutschen Operationssälen gehalten wird. Irgendwie geben mir die Erfahrungen, die ich momentan mache, schon ein sehr sicheres Gefühl, für den Fall dass ich selbst mal unters Messer kommen sollte.

Neben all dem Spaß hat mittlerweile jedoch auch der Ernst wieder Einzug in meinem Alltag gehalten: Nach den OPs beziehungsweise an den freien Tagen richte ich mir wieder ein bis zwei Stunden Lernen für das kommende Knochentestat ein. Ich hätte es ursprünglich nicht gedacht, aber der Aufbau des menschlichen Schädels ist doch komplizierter als gedacht. Tausend verschiedene Löcher fungieren als Durchtrittsstellen für Hirnnerven und tausende Gefäße. Aber immerhin ist das wirklich interessant!

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