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Medizin studieren

Das Ende

Wir stehen im Camp, winken den letzten Kursteilnehmern zum Abschied und fragen uns: „Wo sind denn die Neuen?!“ Bis uns ein paar Augenblicke später bewusst wird, dass die Saison vorbei ist. Niemand wird mehr kommen. Was übrig bleibt, sind 50 Kursteilnehmer-Zelte und sieben große Gruppenzelte sowie die komplette Einrichtung. Dass die drei Wochen so schnell verfliegen würden, hätte ich nicht gedacht.

Nun heißt es, in gerade einmal fünf Tagen alles putzen, abbauen, verstauen und schließlich einzulagern – und das zu sechst, alle anderen Kollegen haben sich schon aus dem Staub gemacht.

Ursprünglich wollte ich ja noch ein bisschen herumreisen, aber die Aussicht auf Geld, eine Gemeinschaft und – zugegeben – auch etwas Bequemlichkeit lassen mich doch hier bleiben.

Bisher kommen wir ganz gut voran, die Arbeiten sind zwar teils echt ätzend und nervig (Neoprenanzüge auswaschen, trocknen, wenden, trocknen, wieder wenden …), aber irgendwie auch eine willkommene Herausforderung, körperlich wie logistisch.

Gleichzeitig bliebt aber selbstverständlich auch etwas Zeit zum Surfen. Und nachdem es wellentechnisch in den vergangenen drei Wochen eher mau aussah, scheint sich der Atlantik revanchieren zu wollen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Sep 27, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Sep 27, 2013

Medizin studieren

Endlich wieder Meer

Nach einer langen und vor allem aufregenden Fahrt kamen wir letztlich doch einigermaßen wohlbehalten in Südfrankreich an. Der 19 Jahre alte, schwach motorisierte T4 hatte nach sieben Kilometern stramm bergauf, beschlossen zu erhitzen. Uns blieb also leider nichts übrig, als eine Dreiviertelstunde zu warten, bis der gute Kerl sich etwas abgekühlt hatte. Sobald wir jedoch die unerwartet hügeligen belgischen Straßen hinter uns gelassen hatten, bereitete uns der Motor keine Sorgen mehr. Nach immerhin 21 Stunden Fahrt kamen wir fix und fertig am Atlantik an. Da es aber erst Mittag war und die Sonne recht ordentlich vom Himmel knallte, war an Schlaf erstmal nicht zu denken. Insgesamt war ich 36 Stunden wach gewesen, als ich endlich erschöpft ins Bett fiel.

Generell ist es sehr schön, dass ich zwei meiner besten Freunde aus Nürnberg wieder um mich habe, denn die beiden sind momentan auf dem gleichen Campingplatz wie ich. Echt gut, denn dadurch, dass Münster nicht gerade um die Ecke ist sind die Kontakte etwas am Erlahmen gewesen.

Das Team wiederzusehen ist ebenfalls sehr schön, schließlich haben wir uns knapp ein Jahr nicht gesehen. Es ist immer wieder spannend zu erfahren, was in der Zwischenzeit so im Leben der anderen passiert ist.

Abgesehen von der ganzen Wiedersehensfreude ist das Surfen selbstverständlich ganz weit oben auf der Prioritätenliste. Zunächst sahen die Wellen alles andere als gut aus, doch die vergangenen drei Tage brannte der Atlantik ein wahres Feuerwerk zu meiner Begrüßung ab. Hoffentlich bleibt das so!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Sep 16, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Sep 16, 2013

Medizin studieren

Der Atlantik ruft

Zwei Stunden noch, dann bin ich auf dem Weg in den wohlverdienten Urlaub. Ein Kollege aus dem Surfcamp fährt von Hamburg aus an die Atlantikküste und nimmt mich mit, sodass ich morgen früh gegen sieben Uhr auf der Düne stehen werde.

Im Vergleich zu letztem Jahr wird das freilich ein sehr kurzes Vergnügen, gerade einmal vier Wochen werde ich dieses Mal in den Wellen verbringen können. Aber da werde ich mich wohl oder übel dran gewöhnen müssen. Immerhin bin ich jetzt Student. Ich bin gespannt, was für Kurse ich bekomme, ob die Leute cool sein werden, und selbstverständlich freue ich mich, meine Kollegen wiederzusehen. Schließlich bin ich jetzt schon seit knapp elf Monaten „auf Surf-Entzug“. Gerade der letzte Monat war eine Qual, da viele meiner Freunde unterwegs waren und lauter tolle Reisegeschichten zu erzählen hatten.

Gut, dafür habe ich die einmalige Chance gehabt, bereits im ersten Semester meines Medizinstudiums erste OP-Erfahrungen zu sammeln, was definitiv etwas ist, was den allermeisten verwehrt bleiben dürfte.

Die vergangenen Tage verbrachte ich zunächst bei meinem Vater in Dresden, anschließend begleitete er mich nach Münster. So hatte ich direkt ein zweites Mal innerhalb eines Monats die Funktion des Fremdenführers inne, aber ich schätze mal, dass das gut funktioniert hat. Als er wieder weg war, absolvierte ich meine letzte OP und fing an zu packen. Die Meinungen dazu sind ja gegensätzlich, aber ich persönlich empfinde Packen immer als sehr toll, da es die Vorfreude auf das Bevorstehende doch nochmal etwas stärker aufkommen lässt.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Sep 10, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Sep 10, 2013