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Medizin studieren

Erstiwoche

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

23.10.2013

Puh, ich habe die Erstiwoche überlebt! Es war ganz schön anstrengend. Vielleicht fragt ihr euch: Was ist eigentlich die Erstiwoche? An den meisten Unis veranstaltet der Studierendenrat oder die Fachschaft sogenannte Orientierungs- oder Einführungswochen. Umgangssprachlich wird das ganze aber meistens Erstiwoche genannt. Aber was passiert da jetzt? Das habe ich mich auch bis vor einer Woche gefragt. Inzwischen habe ich Antworten:

Es geht hauptsächlich darum, sich kennenzulernen, herauszufinden, wo man hinlaufen muss, wenn man in diesem oder jenem Institut eine Veranstaltung hat, und was man sonst noch so alles über die Uni wissen muss.

Bei uns Medizinern gab es noch ein paar Infos über die Fächer, die wir jetzt die ersten beiden Jahre bis zum Physikum haben werden, welche Bücher wir brauchen und was für Prüfungen wann geschrieben werden.

Vormittags galt es also immer, eine Informationsflut zu bewältigen, nachmittags wurde das Programm lockerer. Es gab eine Stadtrallye und eine Radtour. Und abends waren wir auf Kneipentour. Diese Veranstaltungen haben definitiv geholfen, neue Kontakte zu schließen, trafen aber ansonsten überhaupt nicht meinen Geschmack.

Glücklicherweise gibt es da noch die „kritischen Einführungswochen“. Nicht nur, dass man sich hier über kritische Themen unterhält und alternative Einrichtungen besucht, sondern auch, dass so etwas natürlich ganz bestimmte Studenten anzieht.

Beispielsweise sind wir zu einer sogenannten Volksküche gegangen und haben zusammen gekocht und danach einen Film zum Thema des Nahostkonflikts angeschaut. Es gab einige Vorträge und Diskussionsrunden zum Neoliberalismus, zu rechten Strukturen in Leipzig, zum Wirtschaftswachstum, zu Bio-Produkten und so weiter. Aller relativ links, aber sehr spannend.

Nach einer Woche habe ich auf jeden Fall tausend Ideen, was man in dieser Stadt machen könnte und auch einige Punkte, die ich dringend erledigen muss.

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