Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Medizin studieren

Irgendwann Semesterbeginn

Ich hab irgendwie das Gefühl, wir kommen überhaupt nicht in die Gänge. Bis jetzt war alles so entspannt, dass es mir fast schon Angst macht. Eine Schulfreundin, die in Leipzig Sozialpädagogik studiert, hatte bis jetzt mehr zu tun als ich. Aber ich nehme mal an, dass wird sich noch ändern, denn das Medizinstudium hat den Ruf, recht stressig zu sein.

Nach der Einführungswoche hatten wir erst mal noch eine Woche frei. Das war gut, um noch die letzten Kleinigkeiten wie die Anmeldung meines neuen Wohnorts zu erledigen, aber nötig wäre das jetzt nicht wirklich gewesen. Weil ich nicht so viel zu tun hatte, bin ich über das erste Wochenende nach Weimar gefahren und habe eine gute Freundin besucht. Wir haben zusammen den Zwiebelmarkt, eine Art Volksfest, angeschaut und am nächsten Tag Erfurt, eine wirklich schöne Stadt besichtigt.

Am zweiten Wochenende habe ich dann Besuch bekommen. Zunächst von einer Reisefreundin, mit der ich in Mexiko und Guatemala unterwegs gewesen war und noch von einer Freundin aus Marburg. Darüber habe ich mich besonders gefreut, weil ich sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Das letzte Mal in Mexiko-Stadt, wo wir uns beim Praktikum bei Amnesty International kennengelernt hatten. Das ganze Wochenende war also von Erinnerungen an Mexiko geprägt. Deswegen haben wir auch groß aufgekocht und Tacos gegessen.

Und dann begann endlich die erste richtige Studienwoche. Ich war schon ganz aufgeregt, aber so richtig in Fahrt kam das Ganze dann doch nicht. Wir hatten zwar schon einige Vorlesungen, aber die meisten Seminare und Praktika fangen erst in den nächsten Wochen an. Ich glaube, dann wird es auch richtig anstrengend.

Der Stoff geht trotzdem schnell voran, aber er fängt glücklicherweise auf Schulniveau an. Ich denke also, dass man keine Probleme bekommt, wenn es schafft, mitzulernen. Sogar Chemie, wovor ich ein bisschen Angst hatte, hat sich (bis jetzt) als ganz human herausgestellt.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2013
Autor: Maja
Rubrik: studium
Oct 30, 2013

Medizin studieren

Das neue Semester

Das Testat, so stellte sich heraus, war ein Spaziergang. In meinem Fall fast im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich bekam lediglich ein Modell eines Fußskeletts mit den Worten „Erzählen Sie mal!“ in die Hand gedrückt. Also galt es, oberes und unteres Sprunggelenk, die beteiligten Knochen des Fußes und diverse Bänder zu beschreiben.

Da ich genug dazu wusste und das Testat nur auf knappe fünf Minuten angelegt war, ging mir der zu erzählende Stoff nicht aus, sodass die Prüfung – wie für die restlichen 96 Prozent meines Jahrgangs, die bestanden haben – eher Formsache war!

Leider ist zu befürchten, dass die kommenden Testate zum aktiven Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, aber auch Nerven und Gefäße), Situs (Organe und sowas) und Kopf/Hals wesentlich unentspannter werden, da man uns wohl nur zu Beginn noch eine gewisse Schonbehandlung gewährte.

Aber auch die regulären Veranstaltungen haben begonnen. Der Präparier-Kurs hat mich dann doch geschockt: Da kommt man so mir nichts dir nichts in den Saal und denkt sich nichts Böses, und dann sind dort 20 Leichen aufgebahrt. Die Atmosphäre war anfangs doch merklich gedämpft, lockerte sich aber glücklicherweise nach einiger Zeit. Daran werden wir uns in Zukunft wohl gewöhnen müssen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Oct 28, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Oct 28, 2013

Medizin studieren

Erstiwoche

Puh, ich habe die Erstiwoche überlebt! Es war ganz schön anstrengend. Vielleicht fragt ihr euch: Was ist eigentlich die Erstiwoche? An den meisten Unis veranstaltet der Studierendenrat oder die Fachschaft sogenannte Orientierungs- oder Einführungswochen. Umgangssprachlich wird das ganze aber meistens Erstiwoche genannt. Aber was passiert da jetzt? Das habe ich mich auch bis vor einer Woche gefragt. Inzwischen habe ich Antworten:

Es geht hauptsächlich darum, sich kennenzulernen, herauszufinden, wo man hinlaufen muss, wenn man in diesem oder jenem Institut eine Veranstaltung hat, und was man sonst noch so alles über die Uni wissen muss.

Bei uns Medizinern gab es noch ein paar Infos über die Fächer, die wir jetzt die ersten beiden Jahre bis zum Physikum haben werden, welche Bücher wir brauchen und was für Prüfungen wann geschrieben werden.

Vormittags galt es also immer, eine Informationsflut zu bewältigen, nachmittags wurde das Programm lockerer. Es gab eine Stadtrallye und eine Radtour. Und abends waren wir auf Kneipentour. Diese Veranstaltungen haben definitiv geholfen, neue Kontakte zu schließen, trafen aber ansonsten überhaupt nicht meinen Geschmack.

Glücklicherweise gibt es da noch die „kritischen Einführungswochen“. Nicht nur, dass man sich hier über kritische Themen unterhält und alternative Einrichtungen besucht, sondern auch, dass so etwas natürlich ganz bestimmte Studenten anzieht.

Beispielsweise sind wir zu einer sogenannten Volksküche gegangen und haben zusammen gekocht und danach einen Film zum Thema des Nahostkonflikts angeschaut. Es gab einige Vorträge und Diskussionsrunden zum Neoliberalismus, zu rechten Strukturen in Leipzig, zum Wirtschaftswachstum, zu Bio-Produkten und so weiter. Aller relativ links, aber sehr spannend.

Nach einer Woche habe ich auf jeden Fall tausend Ideen, was man in dieser Stadt machen könnte und auch einige Punkte, die ich dringend erledigen muss.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Oct 23, 2013
Autor: Maja
Rubrik: studium
Oct 23, 2013