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Medizin studieren

So schnell kann es gehen

Nachdem auch die Psychologie-Klausur zu Beginn des Semesters von sage und schreibe 100 Prozent meines Jahrgangs bestanden wurde, ging es erst mal ins Wochenende.

Gewissermaßen ein letztes Luftholen, bevor der Studienalltag uns letzten Endes doch wieder in seinem eisernen Griff hatte.

Mittlerweile sind wir alle schon wieder am Lernen: Muskeln, Nervenbahnen und sämtliche Gefäße wirken momentan wie ein riesiger Elefant, den wir innerhalb der nächsten dreieinhalb Wochen gegessen haben müssen. Aber es ist ein sehr leckerer Elefant. Auch der Psychologie-Kurs scheint sehr spannend zu werden, zumindest die erste Sitzung war es. Neben Modellen der Arzt-Patienten-Beziehung und Fehlern, die man dabei machen kann, ging es auch um Kommunikationsweisen, die in der Praxis häufig zu Schwierigkeiten im Umgang mit den Patienten führen können.

Das alle zwei Wochen stattfindende Biochemie-Praktikum hingegen zieht sich ziemlich hin. Vier Stunden müssen wir dafür aufbringen, um Reagenzien vom einen Reagenzglas ins nächste zu pipettieren. Aber da führt nun mal auch kein Weg dran vorbei …

Besonders spannend finde ich den Präparierkurs. Zum Lernen werden uns Leichname zur Verfügung gestellt, die gespendet wurden. Gleichzeitig ist das allerdings auch ein echter Knochenjob – teilweise im wahrsten Sinne des Wortes. Das ewige Rumstehen mit krummem Rücken strengt an, aber – so seltsam das auch klingen mag – am meisten leiden die Finger: Über mehrere Stunden Pinzetten zu halten, fest zuzudrücken und damit an Dingen zu ziehen, geht ganz schön auf den Daumen. Glücklicherweise scheint sich der Körper aber extrem schnell daran zu gewöhnen, das wird schon!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Nov 7, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Nov 7, 2013

Medizin studieren

Irgendwann Semesterbeginn

Ich hab irgendwie das Gefühl, wir kommen überhaupt nicht in die Gänge. Bis jetzt war alles so entspannt, dass es mir fast schon Angst macht. Eine Schulfreundin, die in Leipzig Sozialpädagogik studiert, hatte bis jetzt mehr zu tun als ich. Aber ich nehme mal an, dass wird sich noch ändern, denn das Medizinstudium hat den Ruf, recht stressig zu sein.

Nach der Einführungswoche hatten wir erst mal noch eine Woche frei. Das war gut, um noch die letzten Kleinigkeiten wie die Anmeldung meines neuen Wohnorts zu erledigen, aber nötig wäre das jetzt nicht wirklich gewesen. Weil ich nicht so viel zu tun hatte, bin ich über das erste Wochenende nach Weimar gefahren und habe eine gute Freundin besucht. Wir haben zusammen den Zwiebelmarkt, eine Art Volksfest, angeschaut und am nächsten Tag Erfurt, eine wirklich schöne Stadt besichtigt.

Am zweiten Wochenende habe ich dann Besuch bekommen. Zunächst von einer Reisefreundin, mit der ich in Mexiko und Guatemala unterwegs gewesen war und noch von einer Freundin aus Marburg. Darüber habe ich mich besonders gefreut, weil ich sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Das letzte Mal in Mexiko-Stadt, wo wir uns beim Praktikum bei Amnesty International kennengelernt hatten. Das ganze Wochenende war also von Erinnerungen an Mexiko geprägt. Deswegen haben wir auch groß aufgekocht und Tacos gegessen.

Und dann begann endlich die erste richtige Studienwoche. Ich war schon ganz aufgeregt, aber so richtig in Fahrt kam das Ganze dann doch nicht. Wir hatten zwar schon einige Vorlesungen, aber die meisten Seminare und Praktika fangen erst in den nächsten Wochen an. Ich glaube, dann wird es auch richtig anstrengend.

Der Stoff geht trotzdem schnell voran, aber er fängt glücklicherweise auf Schulniveau an. Ich denke also, dass man keine Probleme bekommt, wenn es schafft, mitzulernen. Sogar Chemie, wovor ich ein bisschen Angst hatte, hat sich (bis jetzt) als ganz human herausgestellt.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Oct 30, 2013
Autor: Maja
Rubrik: studium
Oct 30, 2013

Medizin studieren

Das neue Semester

Das Testat, so stellte sich heraus, war ein Spaziergang. In meinem Fall fast im wahrsten Sinne des Wortes, denn ich bekam lediglich ein Modell eines Fußskeletts mit den Worten „Erzählen Sie mal!“ in die Hand gedrückt. Also galt es, oberes und unteres Sprunggelenk, die beteiligten Knochen des Fußes und diverse Bänder zu beschreiben.

Da ich genug dazu wusste und das Testat nur auf knappe fünf Minuten angelegt war, ging mir der zu erzählende Stoff nicht aus, sodass die Prüfung – wie für die restlichen 96 Prozent meines Jahrgangs, die bestanden haben – eher Formsache war!

Leider ist zu befürchten, dass die kommenden Testate zum aktiven Bewegungsapparat (Muskeln, Sehnen, aber auch Nerven und Gefäße), Situs (Organe und sowas) und Kopf/Hals wesentlich unentspannter werden, da man uns wohl nur zu Beginn noch eine gewisse Schonbehandlung gewährte.

Aber auch die regulären Veranstaltungen haben begonnen. Der Präparier-Kurs hat mich dann doch geschockt: Da kommt man so mir nichts dir nichts in den Saal und denkt sich nichts Böses, und dann sind dort 20 Leichen aufgebahrt. Die Atmosphäre war anfangs doch merklich gedämpft, lockerte sich aber glücklicherweise nach einiger Zeit. Daran werden wir uns in Zukunft wohl gewöhnen müssen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Oct 28, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Oct 28, 2013