interaktiv

Medizin studieren

So schnell kann es gehen

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

07.11.2013

Nachdem auch die Psychologie-Klausur zu Beginn des Semesters von sage und schreibe 100 Prozent meines Jahrgangs bestanden wurde, ging es erst mal ins Wochenende.

Gewissermaßen ein letztes Luftholen, bevor der Studienalltag uns letzten Endes doch wieder in seinem eisernen Griff hatte.

Mittlerweile sind wir alle schon wieder am Lernen: Muskeln, Nervenbahnen und sämtliche Gefäße wirken momentan wie ein riesiger Elefant, den wir innerhalb der nächsten dreieinhalb Wochen gegessen haben müssen. Aber es ist ein sehr leckerer Elefant. Auch der Psychologie-Kurs scheint sehr spannend zu werden, zumindest die erste Sitzung war es. Neben Modellen der Arzt-Patienten-Beziehung und Fehlern, die man dabei machen kann, ging es auch um Kommunikationsweisen, die in der Praxis häufig zu Schwierigkeiten im Umgang mit den Patienten führen können.

Das alle zwei Wochen stattfindende Biochemie-Praktikum hingegen zieht sich ziemlich hin. Vier Stunden müssen wir dafür aufbringen, um Reagenzien vom einen Reagenzglas ins nächste zu pipettieren. Aber da führt nun mal auch kein Weg dran vorbei …

Besonders spannend finde ich den Präparierkurs. Zum Lernen werden uns Leichname zur Verfügung gestellt, die gespendet wurden. Gleichzeitig ist das allerdings auch ein echter Knochenjob – teilweise im wahrsten Sinne des Wortes. Das ewige Rumstehen mit krummem Rücken strengt an, aber – so seltsam das auch klingen mag – am meisten leiden die Finger: Über mehrere Stunden Pinzetten zu halten, fest zuzudrücken und damit an Dingen zu ziehen, geht ganz schön auf den Daumen. Glücklicherweise scheint sich der Körper aber extrem schnell daran zu gewöhnen, das wird schon!

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