Logo Bundesagentur für Arbeit
Logo Bundesagentur für Arbeit
  • Drucken
  • Versenden
  • PDF (Öffnet sich in neuem Fenster)

Kategorien

Medizin studieren

Ärzte in sozialer Verantwortung

Das war ungefähr das Thema des Workshops, den ich letztes Wochenende besucht habe. Ich habe nämlich großes Glück mit dem Wahlfach „Medical Peace Work“. Es handelt sich dabei um einen Arbeitskreis der „International Physicians for the Prevention of Nuclear War“ (IPPNW), der jetzt aus einer Gruppe von Ärzten und Studierenden besteht. Um den Namen an heutige Probleme anzupassen, haben sie noch den Zusatz „Ärzte in sozialer Verantwortung“ dazu genommen.

Eine ganz spannende Organisation, über die ich noch vieles lernen will, weil ich dort, glaube ich, mal aktiv mitarbeiten will.

Beim Workshop hat ein Arzt aus Leipzig einen Vortrag über seinen Einsatz bei „Ärzte ohne Grenzen“ im Südsudan gehalten. Es war sehr spannend und manche Vorurteile, die ich gegenüber „Ärzte ohne Grenzen“ hatte, haben sich verflüchtigt. Aber mir ist mal wieder klar geworden, wie ambivalent ich die Einsätze von „Ärzte ohne Grenzen“ sehe. Sicherlich, bei manchen Projekten mag es sehr sinnvoll sein, zum Beispiel in Flüchtlingslagern direkt nach einer Katastrophe. Aber wenn das „Krankenhaus“ von „Ärzte ohne Grenzen“ mit der Zeit das staatliche Gesundheitssystem ersetzt und sich eine Abhängigkeit entwickelt, muss ich das einfach kritisch beurteilen. Außerdem fand ich es irgendwie komisch, dass die internationalen Gesundheitsarbeiter immer über den einheimischen Mitarbeitern stehen. Klar, das hat was mit der Ausbildung zu tun, aber trotzdem erzeugt das ein komisches Gefühl.

Der Vortrag und die anschließende Diskussion haben bei mir auf jeden Fall viel in Gang gebracht. Ich glaube, für mich wäre so ein Einsatz trotzdem nichts, weil ich mit so viel Stress und Verantwortung gar nicht umgehen könnte. Bist du nämlich der einzige Arzt vor Ort, bist du auch für alles verantwortlich – und zwar rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche. Und wenn du mal selber Ruhe brauchst, geht das auf Kosten deiner Patienten. Ein Konflikt, der schwierig zu lösen oder ertragen ist.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Dec 17, 2013
Autor: Maja
Rubrik: studium
Dec 17, 2013

Medizin studieren

Ein Leben neben dem Studium

Wenn man sich in der Klausurenphase mit Kommilitonen unterhält, könnte man meinen, deren Leben bestünde nur aus Studium. Genau wie das eigene. Man trifft sich zum Lernen, beim Lernen, vor dem Lernen und nach dem Lernen. Da bin ich ehrlich gesagt schon sehr froh, nebenher in einer Sportmannschaft eingebunden zu sein, der meine Klausuren und mein Studium herzlich egal sind. Es gibt nichts besseres, um einfach komplett abzuschalten. Über vollkommen andere Themen als Medizin zu sprechen ist wirklich eine enorme Erleichterung.

Fast noch besser sind allerdings meine Träume von Surfreisen. Was wiederum übertroffen wird durch das Planen von Surfreisen. Und das absolute Nonplusultra ist das Buchen von Flügen nach Marokko! Zwei Tage nach der letzten Klausur im Februar wird es soweit sein.

Die erste Woche werde ich mehr oder weniger allein verbringen, wobei ich mich jetzt schon auf die Erholung freue. Auch wenn ich etwas nervös bin, da mein Französisch alles andere als gut ist und man in arabischen Ländern mit guten Englisch-Kenntnissen meist nicht sehr weit kommt. Aber man wächst ja an seinen Aufgaben und solange ich nicht verhungere ist alles gut. Danach werden ein paar Kollegen aus Frankreich dazu stoßen und wir werden die restlichen zwei Wochen gemeinsam verbringen.

Was mich besonders freut, ist die Tatsache, dass ich somit das erste mal in meinem Leben an meinem Geburtstag nicht im winterlichen Deutschland sitzen und denken werde, wie schön es doch wäre, jetzt im Wasser zu sein. Stattdessen werde ich mich an der Nordwestküste Afrikas befinden und Wellenreiten.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Dec 10, 2013
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Dec 10, 2013

Medizin studieren

Und jetzt so richtig

Ich dachte, das Medizinstudium ist gar nicht so stressig wie immer sagen, aber inzwischen glaube ich es. Wenn man wirklich zu allen Veranstaltungen geht, sitzt man eigentlich von morgens bis abends in Chemie, Physik oder Anatomie. Dazu kommt ein Histologie-Seminar, in dem wir lernen, wie man mikroskopiert, ein Chemie-Praktikum, Terminologie und ein Bio-Praktikum.

Und weil das alles noch nicht reicht, schreiben wir in jedem Bio-Seminar noch ein Antestat, für das man eigentlich die ganze Woche lernen müsste. Gerade am Anfang bin ich total unsicher, wie viel ich dafür tun muss. Für das erste Antestat habe ich zu viel gelernt, weil ich nicht wirklich wusste, was man wissen muss.

Soweit so gut. Das ginge ja auch noch alles. Jetzt möchte ich aber ja nicht nur lernen, essen und schlafen, sondern auch noch Sport machen, Freunde treffen und das Leben genießen – aber dafür reicht die Zeit einfach nicht.

Inhaltlich ist das Medizinstudium (zumindest kommt es mir bis jetzt so vor) nicht so wahnsinnig schwierig, aber die Masse an auswendig zu lernenden Fakten kann einen schockieren.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Dec 2, 2013
Autor: Maja
Rubrik: studium
Dec 2, 2013