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Medizin studieren

Flüchtlinge in Deutschland

In letzter Zeit bekomme ich das Gefühl, dass sich ungefähr jeder zweite meiner Freunde mit Flüchtlingspolitik beschäftigt. Wäre ich nicht vom Medizinstudium so stark eingespannt, würde ich mich sicherlich auch mehr engagieren. Traurigerweise schaffe ich es nämlich wirklich nur dann, mich mit dem Thema zu beschäftigen, wenn es durch das Studium verlangt wird. Vergangenes Wochenende gab es einen Workshop zu diesem Thema, der wirklich sehr interessant war. Es ging dabei um den Verein „Leben in der Fremde e.V.“, der in den 90er Jahren in Goslar gegründet wurde. Mittlerweile sind die Asylbewerber in Goslar bei Familien oder zumindest dezentral untergebracht und haben so eine Chance, sich besser zu integrieren.

Außerdem haben wir noch gelernt wie wichtig es ist, dass gerade Ärzte über Flüchtlingspolitik Bescheid wissen, weil die Ausweisungen häufig von einer ärztlichen Untersuchung abhängen. Man sollte also gerade in solchen Fällen besonders genau hinsehen.

Später hat eine Kommilitonin noch das Leipziger „Medi Netz“ vorgestellt. Hier wird Menschen ohne Papiere geholfen, an medizinische Behandlung zu kommen, ohne dass sie an die Ausländerbehörde gemeldet werden. Diese Initiative geht von (Medizin-)studenten und Ärzten aus und hat mich schwer beeindruckt. Wenn ich das Physikum geschafft habe, will ich dort unbedingt mitmachen.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jan 30, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jan 30, 2014

Medizin studieren

Ferien?

Nachdem erst mal alle Prüfungen überstanden waren, hatten wir alle das dringende Bedürfnis, feiern zu gehen. Ständig hört man von anderen (die nicht Medizin studieren), auf welch wunderbaren Partys sie waren, oder wie toll die Party noch geworden ist, auf der man sogar auch war, aber schon relativ früh gegangen ist, weil man ja am nächsten Tag noch was lernen musste.

Wie jeden Mittwoch gab es auch am Mittwoch vor Weihnachten eine Elektro-/Technoparty, die gewöhnlich sehr nett ist. Und weil wir alle so froh waren, die Prüfungen fürs erste überstanden zu haben, wurde richtig ausgelassen gefeiert und getanzt. Es war wirklich ein schöner Abend!

Nicht so schön war der Anruf einer Freundin am nächsten Morgen, dass ich hoffentlich nicht vergessen habe, dass in einer halben Stunde das Chemieseminar mit Anwesenheitspflicht losgeht. Ich musste ganz schön schnell radeln, um es noch pünktlich zu schaffen. Dabei fiel mir ein, dass um 15 Uhr mein Papa kommen wollte und ich noch gar nicht geputzt hatte. Nach dem Seminar bin ich also so schnell wie möglich nach Hause gespurtet. Gerade als ich mit saugen angefangen hatte, klingelte es schon und mein Vater stand eine Stunde früher als geplant vor der Haustür – „ die Straßen waren so wunderbar frei!“. Naja, er musste es also in einer nicht so ganz sauberen WG für die nächsten Tage aushalten. Aber ich fand es schön, dass er bei mir und nicht in einem Hotel gewohnt hat. Ich wollte ihm natürlich meine neue Stadt zeigen und so sind wir viel spazieren gegangen, sind ein bisschen durchs Zentrum gebummelt und haben gut gegessen.

Kurz vor Weihnachten sind wir dann zusammen nach Nürnberg gefahren und dort packte mich der totale Weihnachtsstress. Ich musste ja nicht nur Geschenke besorgen, sondern wollte auch alle meine Freunde aus der Schulzeit sehen. Mein Lernstress wurde also unmittelbar von Freizeitstress abgelöst. Eigentlich bräuchte ich jetzt Ferien von den Ferien, aber ich stecke schon wieder mitten im Semester-Endspurt.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  Jan 23, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
Jan 23, 2014

Medizin studieren

Besser als Pfannengyros

Nachdem ich in einem meiner letzten Einträge so über Weihnachten geschimpft habe, möchte ich jetzt die positiven Seiten dieses Festes beleuchten. Ich hätte es zwar nicht gedacht, aber tatsächlich habe ich die Feiertage überlebt. Wenn dann der ganze Rummel rund um das Fest abklingt und man endlich mal wieder daheim ist und sich auf seine Familie konzentrieren kann, vergisst man schnell, dass die halbe Welt außenrum verrückt spielte, sich dem Kaufrausch hingab und Schneefall entgegenfieberte.

Abgesehen davon merkt man echt nicht viel von der feierlichen Stimmung, wenn man Heiligabend von neun Uhr morgens bis 17 Uhr nachmittags ausschließlich mit Anatomie und Biochemie verbringt und ansonsten an nichts denkt. Umso größer dann der Schock, wenn man feststellen muss, dass noch kein einziges Geschenk eingepackt, das Geschenkpapier ausgegangen ist und der Schreibwarenladen schon geschlossen hat. Ich habe dann einfach Alufolie genommen.

Als die Familie nach dem Kirchgang wieder komplett war, widmeten wir uns dem Festtagsmenü. Ein weiterer Vorteil von Heiligabend und den Feiertagen ist nämlich das gute Essen, welches das Pfannengyros mit Pommes aus der Mensa verdammt alt aussehen lässt.

Generell scheint der Heimaturlaub so etwas wie eine Kur für den Körper zu sein, zumindest in Hinblick auf Ernährung und gewaschene Wäsche. Denn während in Münster die Mensa und der wöchentliche Besuch im Waschsalon ausreichen müssen, komme ich daheim in den Genuss eines immer vollen Kühlschranks und einer eigenen Waschmaschine. Zu schade, dass die Weihnachtsferien nur gute zwei Wochen dauern, das könnte man sich durchaus länger antun.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Jan 21, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Jan 21, 2014