interaktiv

Medizin studieren

Vier Wochen

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

31.01.2014

Das ist die Zeit, in der ich wohl oder übel auf ein soziales Leben verzichten muss. Auf dem Plan steht nämlich ein Situs-Testat, wir müssen also lernen, in welchem Verhältnis die inneren Organe zueinander liegen. Wenig verwunderlich, dass man ständig belustigte und angewiderte Blicke von Nicht-Medizinern kassiert, wenn man lautstark über Treitz-Hernien, Corona Mortis und das Rectum fachsimpelt. Aber was tut man nicht alles, um einen weiteren Punkt auf dem Weg zum Anatomie-Schein abzuhaken?

Ist das geschafft, bricht die Zeit der Biochemie an. Im Angesicht des drohenden Situs-Testats stiefmütterlich behandelt, wird es einiges nachzuholen geben. Das weiß ich vor allem, seitdem neulich das passierte: Unsere Biochemie-Professorin war nach einer von ihr gestellten Frage an das Auditorium enorm geschockt ob der ideenlosen Gesichter. Dabei hatte es sich – ihrer Meinung nach zumindest – noch nicht einmal um eine sonderlich schwere Frage gehandelt. Ziemlich perplex führte sie dann ihre Vorlesung weiter und fing mich und einen Kommilitonen danach ab. Die Kern-Aussagen in der folgenden Konversation waren jedenfalls: „Warum seid ihr so schlecht?!“ Und: „Biochemie ist umfangreich, fangen Sie endlich an zu lernen, ansonsten wird es in der Klausur in drei Wochen ein böses Erwachen geben!“.

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