interaktiv

Medizin studieren

Verwachsen in der Bibliothek

Autor:
Maja

Rubrik:
studium

13.02.2014

Letztens hat ein Freund gefragt, ob ich eigentlich kein Zuhause habe. Eine nicht ganz unberechtigte Frage, wenn man nicht selber Medizin studiert und mich in der Klausurenphase beobachtet hat.

Ich hatte zwar auch schon in den Ferien über Weihnachten etwas gelernt, aber eben nicht so richtig viel. Erst eine Woche, bevor die Prüfungen losgingen, habe ich gemerkt, dass es noch extrem viel zu tun gibt und sehr wenig Zeit bleibt. Deswegen war ich dann im Vergleich zu vorher recht konsequent und saß tagein tagaus studenlang in der wunderschönen Leipziger Albertina Bibliothek und habe versucht, mir hunderte Proteinnamen zu merken.

Für das Biotestat galt es die klitzekleinsten Bestandteilchen von Zellen und auch so einiges über diverse Parasiten und Würmer zu lernen. Auch für Histologie stand Wissenswertes über Zellkleinteile auf dem Programm, für Anatomie dann mal was anderes: Hier musste ich pauken wie die ganzen Knochen heißen, wie die Blutgefäße und ein paar Muskeln bezeichnet werden. Es war ganz schön anstrengend, aber da alle anderen auch nur am Lernen waren, nicht ganz so schlimm. Immerhin konnte man gemeinsam Pause machen.

Und der ganze Stress hat sich – zumindest bisher – gelohnt: Bis jetzt habe ich alle Prüfungen bestanden.

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