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Medizin studieren

Marrakesch

Nachdem die Vorhersage für das Wochenende eher Surf-Bedingungen versprach, beschlossen wir, die zwei wellenfreien Tage für andere touristische Aktivitäten zu nutzen.

Das ungefähr 300 Kilometer entfernte Marrakesch erschien uns dafür besonders geeignet, schließlich hatten wir von anderen Reisenden nur Positives gehört. Also düsten in die Königsstadt. Da wir nur circa 18 Stunden Aufenthalt hatten, konnten wir lange nicht alle Sehenswürdigkeiten abklappern, aber für einen groben Eindruck von der Stadt reichte es allemal aus.

Die Kulisse Marrakeschs vor dem Hohen Atlas ist einfach atemberaubend und gleichzeitig sehr merkwürdig: Während man in kurzen Hosen durch die Stadt schlendert, blickt man auf schneebedeckte Gipfel am Horizont. Am ersten Abend schlenderten wir durch Souks. Das sind kleine, verwinkelte, größtenteils überdachte Gässchen in der Medina, in denen Händler ihre Waren anbieten. Eigentlich sehr gut mit Märkten zu vergleichen. Von Teppichen über Holzwaren, Metallprodukten wie Lampen bis hin zu Backwaren erhält man eigentlich alles, was das Herz begehrt. Aber den Fehler, den geforderten Preis zu zahlen, sollte man keinesfalls begehen! Meist sind Rabatte bis 40 Prozent kein Problem und wenn die Mitreisenden auch an diesem Stand kaufen, ist oft sogar Mengenrabatt drin. Besonders lustig ist dabei zu beobachten, wie die Verkäufer die Preise bestimmen. Selten sind Preise angeschrieben, meist funktioniert das eher nach dem Prinzip: „Wieviel kann der zahlen?!“ Fragt man nach dem Preis für irgendwas, wird man in der Regel erst ein paar Sekunden gemustert, bis der Händler schließlich vollkommen überzogene Forderungen stellt. Aber solange man das weiß und handeln kann, ist das ja kein Problem.

Danach ging es auf den „Djemaa el Fna“, dem bekannten Marktplatz. Dort versammeln sich bei Einbruch der Dunkelheit Schlangenbeschwörer, Geschichtenerzähler, Händler und „Imbisse“. Das rege Treiben und die tolle Atmosphäre lohnen sich definitiv!

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 27, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 27, 2014

Medizin studieren

Paradise Valley

Nach einer Woche ohne Reisekameraden kamen schließlich zwei Kollegen aus Frankreich sowie zwei Freunde von ihnen nach Marokko. Obwohl das Surfniveau nicht einheitlich war – zwei Anfänger waren mit von der Partie – und wir nur einen Mietwagen hatten, gab es keine Reibereien und jeder von uns kam auf seine Kosten.

Als uns an einem Donnerstag das Meer im Stich ließ, beschlossen wir, uns das Landesinnere etwas genauer anzusehen. Zufällig stießen wir dabei auf eine Schlucht, die als Paradise Valley bekannt ist. Das eigentlich enorm trockene Land wurde, je weiter wir uns ins Landesinnere vorarbeiteten, immer grüner.

Schließlich fanden wir einen Parkplatz und mussten den Weg zu Fuß fortsetzen. Im ausgetrockneten Flussbett fanden wir immer häufiger Pfützen, bis wir schließlich an einem kleinen Bächlein entlang wanderten. Am Ufer wuchsen Palmen und unter den Palmen Bananenstauden. Schließlich verwandelte sich das Tal in eine steinige Schlucht, der man ansah, dass hier früher wohl weit mehr Wasser geflossen sein musste. Ehemalige Wasserfälle hatten das Flussbett tief ausgehöhlt und luden an manchen Stellen, wo der Bach genug Wasser führte, zum Klippenspringen ein. Das komplette Tal schien von Menschen unberührt.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 20, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 20, 2014

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Touristenabzocke in Jogginhose

Die erste Woche Marokko verging wie im Flug. Kaum angekommen hatte ich mich schon mit dem äußerst angenehmen Klima angefreundet. Es waren tagsüber 25 Grad und nachts kühl und sternenklar. Umso befremdlich war es, die Marokkaner in dicken Daunenjacken herumlaufen zu sehen. Die langarmigen Klamotten liegen zwar teilweise auch an der religiösen Kultur – bekanntermaßen ist der Islam eher wenig freizügig – in diesem Fall haben sie wohl wirklich gefroren. Kein Wunder, immerhin sind sie bis zu 50 Grad im Sommer gewöhnt. Ein weiteres lustiges Merkmal im Kleidungsstil der Marokkaner ist die fast schon obligatorische Jogging- oder Pyjama-Hose. Schätzungsweise 70 Prozent laufen hier mit diesen Dingern rum, die aussehen als seien sie das letzte Mal vor einem Jahr gewaschen worden. Die restlichen 30 Prozent tragen Anzughosen, egal ob Bauarbeiter oder Kiosk-Verkäufer.

Die Amtssprache in Marokko ist Französisch, obwohl nicht alle es wirklich gut beherrschen. Das ist aber gar nicht so schlimm: Ich bin nämlich auch nicht so gut. Letzten Endes ist das aber nicht allzu tragisch, schließlich ist eine ausgestreckte, nach oben geöffnete Hand ein recht internationales Zeichen. Vor allem in den ersten Tagen bin ich ziemlich oft auf die Touristen-Abzocke reingefallen. Egal, wo man hinkommt, man wird von irgendwelchen Leuten angequatscht, die versuchen, einem Teppiche, Nüsse, Schmuck oder Gebäck zu verkaufen. Da diese Händler sehr aufdringlich sein können, habe ich zu Beginn definitiv mehr gekauft als nötig gewesen wäre. Aber im Laufe der Zeit kriegt man den Dreh raus, Leute ohne schlechtes Gewissen einfach zu ignorieren.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  Mar 12, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
Mar 12, 2014