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Medizin studieren

Touristenabzocke in Jogginhose

Autor:
Johannes

Rubrik:
studium

12.03.2014

Die erste Woche Marokko verging wie im Flug. Kaum angekommen hatte ich mich schon mit dem äußerst angenehmen Klima angefreundet. Es waren tagsüber 25 Grad und nachts kühl und sternenklar. Umso befremdlich war es, die Marokkaner in dicken Daunenjacken herumlaufen zu sehen. Die langarmigen Klamotten liegen zwar teilweise auch an der religiösen Kultur – bekanntermaßen ist der Islam eher wenig freizügig – in diesem Fall haben sie wohl wirklich gefroren. Kein Wunder, immerhin sind sie bis zu 50 Grad im Sommer gewöhnt. Ein weiteres lustiges Merkmal im Kleidungsstil der Marokkaner ist die fast schon obligatorische Jogging- oder Pyjama-Hose. Schätzungsweise 70 Prozent laufen hier mit diesen Dingern rum, die aussehen als seien sie das letzte Mal vor einem Jahr gewaschen worden. Die restlichen 30 Prozent tragen Anzughosen, egal ob Bauarbeiter oder Kiosk-Verkäufer.

Die Amtssprache in Marokko ist Französisch, obwohl nicht alle es wirklich gut beherrschen. Das ist aber gar nicht so schlimm: Ich bin nämlich auch nicht so gut. Letzten Endes ist das aber nicht allzu tragisch, schließlich ist eine ausgestreckte, nach oben geöffnete Hand ein recht internationales Zeichen. Vor allem in den ersten Tagen bin ich ziemlich oft auf die Touristen-Abzocke reingefallen. Egal, wo man hinkommt, man wird von irgendwelchen Leuten angequatscht, die versuchen, einem Teppiche, Nüsse, Schmuck oder Gebäck zu verkaufen. Da diese Händler sehr aufdringlich sein können, habe ich zu Beginn definitiv mehr gekauft als nötig gewesen wäre. Aber im Laufe der Zeit kriegt man den Dreh raus, Leute ohne schlechtes Gewissen einfach zu ignorieren.

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