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Medizin studieren

Krise

Ich habe mich eine Weile nicht gemeldet, weil bei mir gerade so viel passiert und ich erst mal abwarten wollte, wie alles endet.

Vor ein paar Wochen hat mich eine Krise ereilt, die bestimmt viele Studienanfänger kennen. Ich habe angefangen, mich zu fragen, ob Medizin wirklich das Richtige für mich ist. Einerseits ist das Studium vom Zeit- und Lernaufwand her ziemlich intensiv. Gleichzeitig ist es leider wenig intellektuell anspruchsvoll. Sprich: Man lernt extrem viel auswendig.

Manche Leute schaffen es, sich den ganzen Stoff sehr schnell zu verinnerlichen und haben dann trotzdem noch Zeit für Freizeitaktivitäten und Freunde, aber das ist, glaube ich, eher die Ausnahme. Ich brauche jedenfalls länger.

Gerade jetzt, wo ich mit einer Geschichtsstudentin und einem angehenden Psychologen zusammen wohne, fällt mir auf, was Leben bedeutet und dass ich im Vergleich zu meinen Mitbewohnern viel zu viel Zeit in der Bibliothek verbringe. Wenn man weiß, dass man unbedingt Ärztin werden will, kann man diese Durststrecke gut überwinden, aber wenn man sich da auf einmal nicht mehr so sicher ist, dann wird es verdammt schwierig, sich zu motivieren.

Vor zwei Wochen war ich dann kurz davor, das Studium abzubrechen, aber dann habe ich doch einen Plan B ausgeheckt: Ich verschiebe das Physikum, also das erste Staatsexamen, um ein Jahr nach hinten, sodass ich ab jetzt jedes Semester nur zwei Drittel des normal vorgesehen Stoffes machen muss. Auf diese Weise habe ich weniger Stress und mehr Zeit, mir Gedanken zu machen, ob nicht doch ein anderes Fach besser zu mir passen würde.

Autor: Maja  |  Rubrik: studium  |  May 15, 2014
Autor: Maja
Rubrik: studium
May 15, 2014

Medizin studieren

Notfallmedizin

Für das Physikum muss jeder Medizinstudent ein Wahlfach belegen, welches nicht im „Lehrplan“ der Vorklinik, also den präphysikalen Semestern, vorgesehen ist. Das bedeutet, dass ich mich in eine Theologie-Vorlesung, ein Seminar über Rhododendren oder Querflöteen setzen könnte. Hauptsache, am Ende steht auf dem Schein eine Note. Hintergrund dafür ist wohl, dass wird den Blick auch mal von der Medizin abwenden sollen, um keine Fachidioten zu werden, die nicht über den Tellerrand blicken. Leider harmonieren die Veranstaltungen anderer Fakultäten halt nicht mit den vollgepackten Stundenplänen der Mediziner. Deshalb bietet die medizinische Fakultät eigene Wahlfächer mit klinischem Bezug an.

Ich habe mich für Notfallmedizin entschieden. Das ist insofern enorm wichtig und spannend, als man eben genau das lernt, was man später als Arzt können sollte – jedenfalls laut landläufigem Verständnis des Arztberufes: In Notfällen lebensrettende und -erhaltende Maßnahmen einleiten. Schließlich reicht es als Arzt nicht aus, wenn man wie im Erste-Hilfe-Kurs gelernt, einen Verletzten nur in die stabile Seitenlage bringt. Als Arzt muss man „richtig“ Medizin machen und das ist eine ganz schöne Herausforderung.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 13, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 13, 2014

Medizin studieren

Kurzurlaub

Nachdem meine Eltern es mehr als ein Jahr geschafft hatten, Münster zu meiden, war es nach gut zwei Semestern dann doch mal Zeit für einen Besuch. Leider zeigte sich die Stadt nicht von der sommerlichen Seite, aber schließlich lassen sich Kaffee, Pizza und Co genauso gut innen genießen!

Über Ostern sind wir dann spontan gemeinsam gen Holland aufgebrochen. Von Münster aus ist es nach Amsterdam nicht sonderlich weit, wir waren nur gut zwei Stunden unterwegs. Blöd nur, wenn man denkt, Reservierungen seien über das Osterwochenende unnötig und freie Hostel-Zimmer sicherlich genug vorhanden. Da steht man dann einigermaßen verzweifelt abends um neun beim fünften Hostel in Folge, nur um ein „Sorry, we’re fully booked“ entgegengeträllert zu bekommen. Aber gut, irgendwie sind wir das schon von diversen früheren Spontan-Familien-Urlauben gewöhnt, sodass wir ganz entspannt blieben und schließlich um halb elf ein kleines Zimmer ganz in der Nähe von Amsterdam fanden. Für einen Süddeutschen wie mich ist Holland schon ganz schön anders. Vor allem der Baustil hat mich beeindruckt.

Nach einem Abstecher ans Meer, haben wir uns intensiv mit Amsterdam auseinandergesetzt. Das ist echt eine tolle Stadt! Die ganzen Kanäle mit den Schiffen sind schon wirklich cool! Am beeindruckendsten fand ich allerdings die vielen Fahrradfahrer. In einer so großen, touristischen Stadt raubt es den Einheimischen sicherlich eine Menge Nerven, wenn schon wieder eine Horde Touristen den Fahrradweg mit dem Bürgersteig verwechselt. Aber das bringt die Amsterdamer offensichtlich nicht aus der Ruhe. Ganz gelassen klingeln sie die Leute zur Seite und düsen weiter als wäre nichts gewesen.

Autor: Johannes  |  Rubrik: studium  |  May 9, 2014
Autor: Johannes
Rubrik: studium
May 9, 2014